Preußen Münster: Ultra-Gruppen haben sich aufgelöst

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Schon seit Beginn dieses Jahren sind die Ultra-Gruppen des SC Preußen Münster nicht mehr aktiv im Stadion, nun haben sie sich nach einem Bericht des Fan-Magazins "preussen-forum.de" endgültig aufgelöst. 

Boykott seit Ausgliederung

Demnach sei Entscheidung zur Auflösung sowohl bei der "Gruppo Resistente" als auch bei den "Deviants Ultras" bereits vor einigen Wochen intern gefallen, sodass es auch keine offizielle Stellungnahme geben werde. Im April teilten die "Deviants Ultras" mit: "Die Gruppe Deviants Ultras wird die SC Preußen Münster GmbH & Co KGaA niemals aktiv im Stadion unterstützen." Man wolle und werde kein Teil "dieses Fußballs", sein, heißt es in der Mitteilung. Die Entscheidung sei "mit schwerem Herzen" aber "voller Überzeugung" gefallen.

Beiden Gruppen sind seit diesem Jahr nicht aktiv im Stadion, nachdem der SC Preußen Münster am 14. Januar die Ausgliederung beschlossen hatte. Ob sich in Zukunft eine neue Ultra-Gruppe um den SCP bilden wird, ist bisher nicht bekannt.

 

   
  • Diaspora06

    Stimmungsmäßig fehlt natürlich schon etwas im Stadion, aber
    – der 'Alleinvertretungsanspruch' als 'einzig wahre' Fans war nervig
    – bei jedem Auswärtsspiel konnte man sich nicht in den Gäste-Block trauen und musste halbwegs Incognito den ’normalen Heim-Fans' erklären, warum die Preussen-Ultras in zwei verschiedenen Ecken des Gästeblocks stehen
    – nie wieder Hörsturz durch Dauertrommler (nerv!)

    – die Unterstützung von der Rechtsform abhängig zu machen zeigt, dass hier elementare Dinge nicht verstanden werden: durch die Kapitalgesellschaft wird der Hauptverein geschützt, der vorher über 10 Jahre von einer (engagierten & finanziell wohl potenten) Person abhängig war. Da sehe ich unter dem Kommerzialisierungsaspekt keinen Rückschritt durch die Kapitalgesellschaft, zumal es mehrere Investoren gibt die sich hoffentlich durch die nunmehr installierten Gremien auch 'überwachen'
    – ich kann mich mit meinem Anhang auch wieder in Blöcke im Preußenstadion trauen, die jahrelang 'tabu' waren
    und last but not least
    – 'einmal Preuße – immer Preuße'. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, von einem Tag auf den anderen 'meinen' Verein aufzugeben.

    Meines Erachtens war da eine Menge Selbstinszenierung im Spiel – und eine 'krude' Selbstüberschätzung. Aber das scheint ja auch bei anderen Vereinen so zu sein – wenn ich die heutige Meldung der 1860-Ultras zur 'Rauchtopf-Affäre' im Preußenstadion lese, kommt man aus dem Kopfschütteln auch nicht mehr raus…..

    • Friedrich Herschel

      Kann das auch nicht nachvollziehen. Das nur wegen der Rechtsform der Fussballprofiabteilung? Wenn die rote Zahlen schreibt (und das geht leicht in Liga 3), dann sollte das nicht die Existenz des Restvereins gefährden.

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