"Mit Situation unzufrieden": Kapitän Hahn will den MSV verlassen
Kurz vor dem Ende der Transferperiode am kommenden Dienstag kündigt sich beim MSV Duisburg ein prominenter Abgang an. Kapitän Alexander Hahn will die Zebras verlassen.
Bislang in keinem Spiel im Kader
Das gab Trainer Dietmar Hirsch am Dienstagabend im Anschluss an das Landespokalspiel beim 1. FC Wülfrath im Vereins-TV bekannt: "Er ist mit seiner sportlichen Situation unzufrieden und hat klipp und klar gesagt, dass er den Verein verlassen will." Aus diesem Grund habe der 33-Jährige am Abend auch nicht gespielt und stand zudem nicht mal im Kader. Für Hahn war das keine neue Situation, nachdem er bislang weder in den Ligaspielen gegen Meppen und Verl zum Aufgebot zählte, noch in der ersten Runde des Landespokals sowie im DFB-Pokal.
Schon in der Rückrunde der vergangenen Saison war der 33-Jährige nur noch selten gefragt, sodass sich bereits abgezeichnet hatte, dass Hahn auch in der neuen Serie nicht mehr zu den Stammspielern gehören würde. Dass Hirsch den Verteidiger dennoch erneut zum Kapitän bestimmt, ihn dann aber in allen bisherigen Pflichtspielen außen vor gelassen hatte, kam jedoch überraschend. Zuletzt hatte der MSV-Coach seinem Spielführer aber immer wieder den Rücken gestärkt und betont, dass Hahn weiterhin sein Sprachrohr sei.
Verhältnis scheint bereits abgekühlt
Nun hat sich das Blatt gewendet. Auffällig zudem: Hirsch nannte den 33-Jährigen während des Interviews am Dienstagabend nicht beim Namen, sondern bezeichnete ihn lediglich als "den Spieler". Es scheint, als wäre das Verhältnis zwischen beiden bereits abgekühlt. "Wenn der Spieler weg will, muss er einen Verein finden. Dann ist das so. Das hat der Spieler so gesagt, das ist eine klare Aussage, sodass wir das Thema erstmal ad acta legen." Auf weitere Nachfrage wollte der MSV-Coach auch nicht mehr eingehen: "Ich möchte lieber über die Spieler reden, die spielen."
Für Hahn könnte die Zeit beim MSV nach zwei Jahren, in denen er zu den Leistungsträgern zählte und insgesamt 66 Spiele bestritt, etwas unschön zu Ende gehen. Eine Zukunft bei den Zebras hat er jedenfalls nicht. Bis zum 1. September bleibt ihm nun Zeit, einen neuen Verein zu finden. Zuletzt hatte der "RevierSport" gemeldet, dass die Regionalligisten 1. FC Bocholt und SV Drochtersen/Assel den 33-Jährigen auf dem Zettel haben sollen. Eine Ablöse dürfte trotz seines laufenden Vertrags nicht fällig werden.