Wieder Dritter: SCP will im Endspurt "frisch, frech und frei" spielen

Der SC Preußen Münster hat sich auch von den zwei Spitzenspiel-Niederlagen nicht aus der Bahn werfen lassen und mit dem 2:0-Erfolg gegen den SC Freiburg II zurück in die Spur gefunden. Zwar sahen Spieler und Trainer weiterhin noch Verbesserungspotential, gehen als Tabellen-Dritter aber zuversichtlich in die Schlussphase der Saison. 

Hildmanns Plan geht perfekt auf

Gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg ließen die Preußen am Sonntag keinerlei Zweifel aufkommen, dass sie das Spiel für sich entscheiden würden. Bereits in den ersten zehn Minuten hätten die Adlerträger drei Tore erzielen können. Letztlich wurde es eins, bei dem die Breisgauer ordentlich mithalfen. Freiburgs Keeper Niklas Sauter verlor gegen den anlaufenden Malik Batmaz den Ball und Joel Grodowski schob schließlich ins leere Tor ein (6.). "Das ist ein Kacktor. Aber so viele mache ich davon nicht, deswegen bin ich froh, dass ich jetzt auch mal ein leichtes Tor erzielt habe", freute sich der Torschütze hinterher bei "MagentaSport."

Damit war auch der Plan von Trainer Sascha Hildmann aufgegangen, der nach zuvor zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Ulm und Regensburg vor ausverkauftem Haus an der Hammer Straße eine Reaktion sehen wollte. "Wir wollten den Gegner unter Druck setzen, hoch pressen und gar keine Luft lassen. Dass das so geklappt hat ist super", so der 52-Jährige, der sich aber durchaus noch mehr frühe Treffer gewünscht hätte. Stattdessen wurde das Spiel in der Folge "ein wenig zäh und knorpelig" und drohte in der Schlussphase in einer  Zitterpartie zu enden, da der SCF – den drohenden Abstieg vor Augen – noch einmal Gas gab.

"Frisch, frech und frei weiter Fußball spielen"

Für die vorzeitige Entscheidung sorgte schließlich wieder das kongeniale Duo im Sturm, dieses Mal leistete Grodowski die Vorarbeit für Batmaz (76.) – beide Offensivkräfte haben nun 16 Treffer auf ihrem Konto. "Ich habe ihm gesagt nach seiner Vorlage, dass ich ihm heute auch einen auflege", verriet Grodowski später und hatte nach der Aktion selbst Feierabend, da das lädierte Knie bereits für die nächste Woche geschont werden sollte. Schließlich wartet mit dem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln keine leichte Aufgabe für den SCP, der nun wieder von Platz drei grüßt.

Druck machen will sich in der Domstadt in der Aufstiegsfrage aber weiterhin Niemand. "Wir freuen uns über die Situation, bleiben aber bei uns", sagte Hildmann, der versprach "frisch, frech und frei weiter Fußball spielen" zu wollen. Und Grodowski ergänzte: "Wir müssen auf uns gucken. Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, bleiben wir auch oben." Mit dem Spiel gegen Freiburg war er zwar auch nicht komplett zufrieden, lobte aber den Willen der Mannschaft: "Wir haben als Mannschaft gekämpft und Zweikämpfe geführt. Das ist das A und O in der 3. Liga." Die mannschaftliche Geschlossenheit dürfte auch in der Saison-Schlussphase noch einmal entscheidend sein und wäre sicherlich auch in der 2. Liga sehr gefragt.

   

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