Wie im Vorjahr: Lok Leipzig für die Aufstiegsspiele qualifiziert

Meistertitel verteidigt! Wie bereits in der letzten Saison hat sich Lok Leipzig in der Regionalliga Nordost am Samstag durch ein 5:2 gegen die U23 des 1. FC Magdeburg den Meisterpokal gesichert – dank der um fünf Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen FC Carl Zeiss Jena. Damit haben sich die Leipziger für die Aufstiegsspiele gegen die Würzburger Kickers qualifiziert. 

Bärenstarke Hinrunde als Grundstein

Groß war sie, die Enttäuschung bei den Leipzigern, in den Aufstiegsspielen des vergangenen Jahres an Nord-Meister TSV Havelse gescheitert zu sein. Zumal Lok den Aufstieg in die 3. Liga bereits 2020 im Duell mit dem SC Verl verpasst hatte – und das nur aufgrund der mittlerweile abgeschafften Auswärtstorregel. Der große Umbruch blieb im vergangenen Sommer aber aus, auch an Trainer Jochen Seitz gab es kein Rütteln. Zwar war vor Saisonstart durchaus eine gewisse Skepsis vorhanden, ob ein neuer Anlauf Richtung Aufstieg gelingen kann. Doch diese wich schnell Überzeugung. Nach einem 1:1 zum Auftakt folgten acht Siege in Serie, wodurch sich die Sachsen schnell an der Spitze absetzten – und dort seitdem auch ununterbrochen stehen.

Erst Anfang Oktober musste Lok die erste Niederlage hinnehmen, antwortete aber mit vier Siegen hintereinander. So standen zum Ende der Hinrunde 43 Punkte bei nur zwei Niederlagen auf dem Konto – mit sechs Punkten Vorsprung auf den Zweiten aus Jena. In der Rückrunde mussten sich die Leipziger zwar sechsmal in 17 Partien geschlagen geben, sodass die Seitz-Elf in der Tabelle seit dem Jahreswechsel nur Fünfter ist. Doch letztlich ist es der starken Hinrunde zu verdanken, dass die Sachsen aufgrund der um fünf Treffer besseren Tordifferenz gegenüber Carl Zeiss Jena als Meister ins Ziel gehen. Großen Anteil daran haben Ayodele Adetula (16 Tore) und Stefan Maderer (14 Treffer). Prunkstück ist aber die Defensive. Nur 30 Gegentore musste Lok bislang hinnehmen und blieb zudem 17 Mal zu Null. Es sind jeweils die Bestwerte der Liga.

Gegen Würzburg am 28. Mai und 1. Juni

In den Aufstiegsspielen treffen die Leipziger nun auf die Würzburger Kickers. Die Unterfranken sind in der Regionalliga Bayern zwar Zweiter geworden, profitieren aber davon, dass Meister Nürnberg II keine Drittliga-Zulassung beantragt und die SpVgg Unterhaching (3.) ihren Verzicht auf den Aufstieg erklärt hat. Gespielt wird nicht wie ursprünglich geplant am 27. und 31. Mai, sondern am 28. Mai und 1. Juni. Anpfiff ist jeweils um 19 Uhr. Der Hintergrund: Parallel zum Hinspiel im Leipziger Bruno-Plache-Stadion findet in der RedBull-Arena das Finale der UEAF Conference League statt. Die Polizei sieht sich jedoch nicht imstande, beide Spiele zeitgleich abzusichern, sodass die Aufstiegsspiele um einen Tag verlegt werden mussten. Sollten sich die Leipziger durchsetzen, würden sie nach 28 Jahren in den Profifußball zurückkehren.

Dort war der Klub zuletzt zwischen 1991 und 1998 vertreten (2. Liga), in der Saison 1993/94 spielte Lok gar erstklassig. In der DDR gehörten die Leipziger seinerzeit zum Inventar der Oberliga, was die höchste Spielklasse darstellte. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts konnten sich die Sachsen – damals noch unter dem Namen VfB Leipzig – sogar dreimal die Deutsche Meisterschaft sichern und waren 1903 gar der erste offizielle Meister. In der DDR gewann Leipzig viermal den Pokal und holte 1966 den Intertoto-Cup. Gelingt nun die Rückkehr in den bezahlten Fußball, muss allerdings noch das heimische Bruno-Plache-Stadion an die Anforderungen der 3. Liga angepasst werden. Unter anderem muss die denkmalgeschützte Holztribüne saniert werden.

   

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