Wehen Wiesbaden: Rote Laterne als Aufbruchsignal
Für den SV Wehen Wiesbaden soll der Sturz ans Tabellenende die Trendwende einleiten. Nach dem 1:1 der nach vier Runden inzwischen alleine noch sieglosen Hessen bei Hansa Rostock verbreiteten sowohl Trainer Daniel Scherning als auch Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver angesichts der final abgeschlossenen Kaderplanung Aufbruchstimmung.
Stöver will schnell "vorne dabei sein"
"Wir haben das zweite Pünktchen geholt, nachdem wir jetzt komplett sind", ordnete Scherning am "MagentaSport"-Mikrofon das zweite Remis seiner Mannschaft nacheinander und erwähnte die momentan eher nur symbolische Übernahme der Roten Laterne des Tabellenschlusslichts gar nicht erst: "Jetzt liegt es an uns, das auszubauen und auch mal ein Spiel zu gewinnen." Auch Stöver ignorierte das unerfreuliche Tabellenbild und machte aus den vollkommen gegensätzlichen Ambitionen des SVWW kein Hehl: "Jetzt gilt es, sich schnellstmöglich zu schütteln und sich darauf einzustellen, im Rahmen der Zielsetzung unterwegs zu sein, die heißt, ganz vorne dabei zu sein."
Schernings Meinung nach wäre ein erster größerer Schritt nach dem Ausgleich zum Endstand durch Simon Stehle (84.) nach Vorlage des eingewechselten Debütanten Raul Paula aufgrund der Steigerung nach der Hansa-Führung schon an der Ostsee durchaus möglich gewesen. "Wenn das Spiel noch länger geht, sind wir vielleicht sogar die Mannschaft, die das Spiel gewinnt", meinte der 42-Jährige.
Scherning: Wechsel der Entscheidungsfaktor
"Wir haben mutig gewechselt, viel Energie und fußballerische Komponenten auf den Platz gebracht und uns diesen Punkt verdient", analysierte Scherning vor den TV-Kameras. In der Pressekonferenz beschrieb der Westfale "unsere Wechsel" als entscheidenden Faktor für den Auswärtszähler. Die angestrebten Tabellenregionen in der Aufstiegszone liegen dennoch schon nur noch gerade in Sichtweite. Dadurch ist für das Heimspiel am Sonntag gegen den Südwest-Rivalen Waldhof Mannheim das erste Erfolgserlebnis der Saison beinahe Pflicht.