Sonnenhof Großaspach: Reule schon wieder der Held
Maximilian Reule avanciert bei der SG Sonnenhof Großaspach zum Helden in Dauerschleife. Nur zwei Wochen nach seinen entscheidenden Paraden im Pokal-Krimi gegen Zweitligist Arminia Bielefeld rettete der Keeper beim 1:0 gegen die U23 der TSG Hoffenheim den zweiten Saisonerfolg des Aufsteigers wieder mit einem gehaltenen Strafstoß der Gäste.
"Brutale Mentalität"
Seinen Beitrag zum dritten Pflichtspielsieg der Saison im dritten Auftritt vor heimischen Fans spielte Reule herunter: "Die Jungs haben eine brutale Mentalität gezeigt, das haben sie sensationell gemacht", gab der 32-Jährige im Interview bei "MagentaSport" die Worte seiner Ansprache nach Abpfiff im Mittelkreis wieder: "Ich habe ihnen gesagt, dass ich stolz auf sie bin."
Durch Reules Großtat durfte sich Loris Maier (23.) nach seinem Siegtreffer auch wie ein Matchwinner fühlen. Zwar ist Großaspach mit sechs Punkten durch nur zwei Tore derzeit unumstrittener Effizienz-Champion der Liga und schaffte den Sprung aus der Abstiegszone in die obere Tabellenhälfte, aber nach inzwischen vier Runden wirft die mangelnde Chancenwertung des Drittliga-Rückkehrers zunehmend Fragen auf.
Chancenwertung: "Knoten wird platzen"
Trainer Pascal Reinhardt will der Problematik zumindest öffentlich nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Wir hätten Spiel in der ersten Halbzeit killen müssen. Aber das Thema wird von außen größer gemacht, als es das für uns ist. Wir müssen immer ein Tor mehr schießen als der Gegner, uns das haben wir gemacht. Wenn man mehr Tore fordert, ist das Meckern auf hohem Niveau", meinte der Coach.
Reule führte unterdessen die niedrige Trefferquote seiner Mannschaft auf die höhere Qualität der gegnerischen Defensivreihen in der 3. Liga zurück: "Da hat man brutal gute Verteidiger, brutal gute Torhüter – da kann es nicht mehr immer laufen wie früher in der Oberliga oder Regionalliga. Wir sind in einem Prozess, und irgendwann wird der Knoten platzen." Die Hoffnung darauf ist bei der Reise zum nächsten Spiel am Samstag beim TSV Havelse mit im Gepäck – die Norddeutschen stellen mit schon acht Gegentreffern die viertschwächste Abwehr der Liga.