"Systemausfall von 1 bis 11": Meppens historische Pleite

So hatte sich der SV Meppen das zweite Heimspiel der Saison nach zuvor zwei Siegen in Serie ganz und gar nicht vorgestellt. Mit 1:6 musste sich der Aufsteiger dem 1. FC Saarbrücken geschlagen geben und damit eine historische Niederlage hinnehmen. Trainer Lucas Beniermann sprach von einem "Systemausfall von 1 bis 11".

"Es war zu einfach, Tore gegen uns zu schießen"

Bittere Niederlagen musste der SVM in seiner Drittliga-Historie schon einige einstecken. Doch nie zuvor setzte es gleich sechs Gegentore in einem Spiel. Entsprechend geht das 1:6 gegen den FCS als höchste Pleite in die Drittliga-Geschichte der Emsländer ein. Trainer Lucas Beniermann machte diese bei "MagentaSport" vor allem an "zu vielen einfachen Fehlern" fest. "Es war zu einfach, Tore gegen uns zu schießen." Bei den Gegentoren zum 1:5 und 1:6 etwa reichte jeweils ein langer Ball, um die komplette Defensive zu überspielen.

"Wir waren einfach nicht da, wo wir sein wollten von der Birne her. Wir haben den Gegner eingeladen mit Dingen, die wir normal nicht machen wollen." Die Fehler seien zudem "eiskalt bestraft" worden. "Es gab wenig Schonfrist, sondern mitten in die Fresse. Das muss man ganz klar so sagen." Sein Team habe mutig spielen wollen, "das ist unsere DNA. Doch das ist uns auf die Füße gefallen".

"Ein Tag zum Vergessen"

Auch die Tiefensicherung, die in Aachen vor einer Woche noch "richtig gut" funktioniert habe, bekam der SVM nicht umgesetzt. "Da haben wir heute nicht stattgefunden", musste der Meppener Coach einräumen. Vor allem die zweite Halbzeit sei "zu schwach" gewesen. "Von vorne bis hinten." Das sah auch Torhüter Julius Prünt so: "Wir haben es nicht hinbekommen, die Idee von Saarbrücken vernünftig wegzuverteidigen. Sie sind bis zum Ende in ihrem Muster geblieben. Und wir sind dann einfach auseinandergefallen", sagte er in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Und weiter: "Deswegen haben wir ein Gegentor nach dem anderen bekommen. Das war einfach ein Defensiv-Totalausfall."

Insgesamt sprach Beniermann von einem "Systemausfall von 1 bis 11" und einem "Tag zum Vergessen". Dieser gehöre gerade als Aufsteiger aber "mal dazu". Wie der 36-Jährige betonte, gehe es nun darum, den Finger in die Wunde zu legen und daraus zu lernen. Feststeht für Beniermann bereits: "Wir bleiben bei uns." Gleichwohl machte er klar, "dass wir in allen Bereichen da sein müssen, um in der Liga etwas zu erreichen". Schon am nächsten Samstag beim Auswärtsspiel in Verl "werden wir ein ganz anders Gesicht zeigen. Da bin ich sehr optimistisch. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen".

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button