Nur Reservist in der Rückrunde: Bahn verlässt Aachen im Sommer
Bentley Baxter Bahn wird Alemannia Aachen zum Saisonende verlassen. Sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert, wie der 33-Jährige in der "Aachener Zeitung" berichtet. Angesichts der geringen Einsatzzeiten in der Rückrunde dürfte das eine Entscheidung sein, die wenig überrascht.
"Ich hatte anderthalb tolle Jahre"
Seit seinem Wechsel im Sommer 2024 war Bentley Baxter Bahn im Aachener Mittelfeld gesetzt. 18 Monate lang gab es kein Vorbeikommen am 33-Jährigen, der jedoch in der Rückrunde zum Reservisten wurde. Die Bilanz? In der zweiten Saisonhälfte sammelte Bahn weniger als 30 Spielminuten in fünf Partien. Aber angesichts des Erfolgs der Mannschaft und der Tatsache, dass sich der 33-Jährige im Training nicht hängen ließ, stellte der Mittelfeldspieler das Gesamtgefüge in den Vordergund. "Die Mannschaft steht immer über dem Einzelschicksal, das ist keine Floskel", erklärt Bahn in der "Aachener Zeitung".
Der Austausch mit Cheftrainer Mersad Selimbegovic und Sportdirektor Rachid Azzouzi sei gering gewesen, was Bahn nicht als Vorwurf formulierte. Aber in den vergangenen Tagen gab es ein wegweisendes Gespräch zwischen den Beteiligten, denn der 33-Jährige erfuhr von den Verantwortlichen, dass sein zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. "Ich hatte anderthalb tolle Jahre bei diesem grandiosen Verein und ein bitteres halbes Jahr", fasste Bahn zusammen, der von der Entscheidung nicht mehr überrascht wurde. Zu eindeutig waren die Vorzeichen.
"Als Team stolz auf das Geleistete"
An ein Karriereende denkt der 33-Jährige noch nicht. "Ich habe noch genug im Tank", versprach Bahn, der insgesamt 322 Drittliga-Partien bestritten hat – neben Aachen auch für Waldhof Mannheim, Hansa Rostock, den Halleschen FC, den FSV Frankfurt und für die Stuttgarter Kickers. Bei der Hansa-Kogge und beim FC St. Pauli trug Bahn zudem noch 30 Mal sein Trikot in der 2. Bundesliga. Nun sucht er eine neue Herausforderung, wenngleich er sich in den beiden verbleibenden Spielen für Aachen wohl nur geringfügig empfehlen kann. Trotzdem wird Bahn den Tivoli ohne Groll verlassen: "Wenn man die Rückrunde und die Entwicklung der Mannschaft sieht, können wir als Team stolz auf das Geleistete sein."