Böller-Eklat in Essen: SV Waldhof muss 12.000 Euro zahlen
Nachdem es beim Auswärtsspiel des SV Waldhof Mannheim in Essen am 4. März zu einem Böller-Eklat im Gästeblock gekommen war, sind die Buwe vom DFB-Sportgericht nun mit einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro verurteilt worden.
Wienand erlitt "Knalltrauma mit deutlichem Hörverlust"
52 Minuten waren im Stadion an der Hafenstraße gespielt, als im Gästeblock ein Böller gezündet wurde. Durch die Lautstärke der Detonation ging Essens Torhüter Felix Wienand zu Boden, erlitt ein "Knalltrauma mit deutlichem Hörverlust" und konnte nicht mehr weitermachen. Das Spiel wurde für 47 Minuten unterbrochen. Währenddessen konnte der Täter ermittelt werden – und muss nun damit rechnen, von den Buwe in Regress genommen zu werden. Das Urteil stützt sich nach DFB-Angaben auf die Schiedsrichterberichte, die Berichte der DFB-Sicherheitsaufsicht, eine Inaugenscheinnahme der TV-Bilder sowie weitere Videoaufzeichnungen und Stellungnahmen.
Zwischen den Vereinen hatte es nach der Partie Unstimmigkeiten darüber gegeben, wo der Böller explodiert war. Während RWE der Auffassung war, dass der Böller "ganz nah bei Felix Wienand" detonierte, war bei den Mannheimern von einer Explosion "in der letzten Reihe der Gästetribüne" die Rede.
Buwe jetzt Dritter der Strafentabelle
Zur Urteilsbegründung sagt Torsten Becker, der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts und zuständige Einzelrichter: "Bei der Strafhöhe haben wir einerseits berücksichtigt, dass es infolge des Vorfalls zu einer längeren Spielunterbrechung kam und ein Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Von Bedeutung für das Strafmaß war andererseits aber in besonderem Maße, dass die verantwortliche Person ermittelt werden konnte. Da nun die Möglichkeit einer Regressnahme besteht, haben wir bei der Bemessung der Strafhöhe auch deren Vollstreckbarkeit berücksichtigt." In der Strafentabelle rücken die Buwe mit einer Gesamtsumme von 139.850 Euro in dieser Saison auf Platz 3 vor.