Nach Pleite in Halle: SC Verl grübelt über Doppel-Rot

Trotz der Niederlage gegen den Halleschen FC ist der Klassenerhalt für den SC Verl nur noch eine Formsache, dennoch waren die Ostwestfalen ziemlich geknickt nach dem Auftritt an der Saale. Für Gesprächsstoff sorgten zudem zwei Rote Karten nach Abpfiff, über die Trainer Alexander Ende letztlich aufzuklären versuchte. 

"Hätten einen Punkt mitnehmen müssen"

Nach einer Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Serie musste der SC Verl beim Halleschen FC mal wieder eine Pleite hinnehmen, dabei wäre an der Saale durchaus mehr drin gewesen. Allerdings erwischte Sven Müller zwischen den Pfosten beim HFC einen Sahnetag, so dass der Treffer von Tunay Deniz (31.) den Gastgebern schließlich für die drei dringend benötigten Punkte im Abstiegskampf reichte. "Obwohl wir nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen sind, hätten wir mindestens einen Punkt mitnehmen müssen", bilanzierte Verls Trainer Alexander Ende hinterher, musste in erster Linie aber zu einem anderen Thema Stellung beziehen.

Denn nach Schlusspfiff hatten Linksverteidiger Michel Stöcker sowie Torwarttrainer Fynn Müller abseits der TV-Kameras noch die Rote Karte gesehen. Vorausgegangen war eine minutenlange Diskussion mit Schiedsrichter Wolfgang Haslberger, der sich letztlich nicht mehr anders zu helfen wusste, als mit dem Griff an die Gesäßtasche. "Thema war wohl die Nachspielzeit, die nur fünf Minuten gedauert hat. Dabei hatte es vier, fünf Behandlungen gegeben, das waren in Summe schon zehn Minuten. Dazu gab es viele weitere Unterbrechungen, die nicht nachgespielt wurden. Darüber haben Stöcki und Fynn wohl ihren Unmut geäußert", klärte Ende gegenüber der "Neuen Westfälischen" auf.

Platzverweise sorgen für Gesprächsstoff

Für die Hinausstellungen, die nun möglicherweise auch längere Sperren nach sich ziehen werden, hätte das aber alleine noch nicht gereicht. Womöglich hatte der Unparteiische in dem Zwiegespräch auch eine Beleidigung vernommen, was Stöcker gegenüber seinem Coach aber dementierte. "Stöcki sitzt total geknickt hinten im Bus. Er schwört hoch und heilig, dass er zu 1.000 Prozent kein Schimpfwort gesagt hat. Mich würde es auch wundern, wenn es anders wäre, zumal wir die fairste Mannschaft der Liga sind", so Ende, der selbst noch das Gespräch mit Haslberger suchte.

Mindestens am kommenden Samstag gegen den SV Waldhof Mannheim werden die Ostwestfalen aber auf die beiden verzichten müssen, weitere Punkte sollen im eigenen Stadion dennoch geholt werden. "Unser Ziel ist es jedes Spiel zu gewinnen, um noch ein paar Plätze gut zu machen", so Innenverteidiger Daniel Mikic, der in Halle sein 300. Spiel im Dress der Ostwestfalen absolvierte. Der Klassenerhalt ist dem Sportclub dabei kaum noch zu nehmen, bei nur noch vier Spielen und einem Vorsprung von elf Zählern, dürfte dieser zeitnah unter Dach und Fach gebracht werden.

   

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