Kuriosum in Rostock: Halbzeit erst zu früh, dann doppelt angepfiffen

Beim Spiel zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart II kam es am Samstagnachmittag zu kuriosen Szenen. Weil einem Schiedsrichter-Assistenten unwohl war, wurde die erste Halbzeit 38 Sekunden früher abgepfiffen, als angezeigt. Nach der Halbzeitpause wurde die fehlenden Sekunden dann nachgeholt, ehe der Anstoß zur zweiten Halbzeit erfolgte.

Teams passten sich Ball hin und her

Vier Minuten sollte die Nachspielzeit der ersten Halbzeit dauern, jedoch pfiff Schiedsrichter Felix Weller bereits nach 3:22 Minuten zur Pause ab. Nachdem manch einer bereits einen Regelverstoß vermutet hatte, denn bekanntlich darf die angezeigte Nachspielzeit nur verlängert, aber nicht verkürzt werden, klärte sich die Sache nach der Halbzeitpause auf. Einem der beiden Schiedsrichter-Assistenten war unwohl geworden, sodass Weller sich dazu entschied, früher abzupfeifen.

Damit aber alles regelkonform blieb, wurden nach der Pause zunächst die fehlenden Sekunden nachgeholt. Per Schiedsrichter-Ball gab Weller die Partie wieder frei, jedoch hatten beide Teams offensichtlich einen Nicht-Angriffspakt beschlossen und passten sich den Ball nur hin und her. "Das hat mit Fußball nichts zu tun", skandierten die Fans im Ostseestadion währenddessen. Nach 38 Sekunden pfiff Weller erneut, bat die Mannschaften zum Seitenwechsel und gab mit dem Anstoß im Mittelpunkt den zweiten Durchgang auch offiziell frei. Anstelle des Schiedsrichter-Assistenten übernahm mit Alexander Roppelt der vierte Offizielle die Position an der Seitenlinie.

In Wiesbaden musste einst ein Zuschauer einspringen

Auch für solche Situationen war der Vierte Offizielle in der 3. Liga zur Saison 2023/24 eingeführt worden. Bei einem ähnlichen Zwischenfall bei der Partie zwischen Wehen Wiesbaden und dem SV Meppen im April 2023, als sich der Linienrichter verletzt hatte, musste ein Oberliga-Schiedsrichter, der die Partie zuvor als Zuschauer verfolgt hatte, einspringen, was eine längere Unterbrechung zur Folge hatte. Zu diesem Zeitpunkt gab es den Vierten Offiziellen in der 3. Liga noch nicht.

   

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