FCK zum Derby beim KSC: "Kann er uns ja gewinnen lassen"

Von

© imago

Derby-Zeit zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern! Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen – die bisherige Bilanz von Sascha Hildmann als Trainer der Roten Teufel ist ausgeglichen. Das emotionale Match gegen den KSC kann für die gesamte Mannschaft somit ein richtungsweisendes Schlüsselspiel werden.

Hildmann will auf Halle aufbauen

In Person von Pressesprecher Stefan Roßkopf baten die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern alle Fans im Vorfeld der Partie gegen den Karlsruher SC, sich auf den Onlinekanälen möglichst gut über Anreisewege und Parkplatzsituationen zu erkunden – denn es ist Derby-Zeit! Für Trainer Sascha Hildmann und sein Team könnte die 61. Auflage des Südwest-Derbys eine richtungsweisende sein: Die Roten Teufel stehen nach einer ausgeglichenen Bilanz des Coaches nur fünf Punkte vor dem Abstiegsplatz. Gegen den Tabellendritten konnte der FCK beim 0:0 gegen Halle in der letzten Woche mithalten, nun folgt der Tabellenzweite.

"Wir haben vieles gut gemacht gegen Halle", sagte Hildmann in der Pressekonferenz. Insgesamt habe man nur drei Torchancen in diesem Spiel zugelassen, gegen den KSC soll es ähnlich laufen. Dabei hätten die Karlsruher "eine wahnsinnig gute Offensive und Standards", die es unter Kontrolle zu kriegen gilt. "Mit einer guten Grundordnung, einer guten Aggressivität", wolle man in die Umschaltmomente kommen, so Hildmann. "Vielleicht, und das habe ich vor Meppen schonmal gesagt, reicht dann auch mal eine Torchance für ein Tor."

"Derby voll annehmen und genießen"

Der FCK kann in Sachen Effektivität durchaus noch nachlegen. In der Bilanz der bisherigen Südwest-Derbys liegen die Roten Teufel mit 20 Siegen sogar deutlich vorne – nur 13 Mal musste man sich dem KSC geschlagen geben. Zuletzt gewannen die Karlsruher im Oktober 2015 mit 2:0, auch im eigenen Stadion. Nur noch Martin Stoll, der in dieser Saison beim Gegner noch nicht zum Einsatz kam, war aktiv dabei. Knapp dreieinhalb Jahre später wird also alles anders sein, darauf stellt sich auch Hildmann ein. Der 46-Jährige hat bereits einen Plan: "Für uns ist ganz klar die Aufgabe, sie zu stören. Den Ballführenden unter Druck zu setzen", sodass der KSC seine freien Bälle nicht wie gewohnt ausspielen könne.

Gleichwohl um die Bedeutung des Derby wissend, möchte Sascha Hildmann seine Jungs nicht unter Druck setzen. Sie sollen "frei aufspielen können, aber natürlich dieses Derby voll annehmen und genießen." Er selber kenne die Größe dieses Derbys, als gebürtiger Lautrer wohl auch unumgänglich. Seinem Trainer-Kollegen und KSC-Coach Alois Schwartz wird ebenso offen eine Verbindung zum FCK nachgesagt. Für Hildmann nur eine amüsante Randnotiz: "Wenn die Konstellation so ist, das Alois Schwartz auch FCKler ist, dann kann er uns ja gewinnen lassen am Samstag."

   

Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.