Ein Jahr nach Vizemeisterschaft: Freiburg II steigt aus der 3. Liga ab

Mit dem SC Freiburg II steht der erste Absteiger aus der 3. Liga fest. Durch die 0:2-Niederlage gegen Preußen Münster am Sonntagnachmittag liegen die Breisgauer vor den letzten vier Spieltagen 14 Punkte hinter den Nicht-Abstiegsplätzen und sind damit endgültig nicht mehr zu retten.

Abstieg als logische Konsequenz

Dass es für die Freiburger in dieser Saison eine Etage nach unten gehen wird, hatte sich bereits früh abgezeichnet. Schon zur Winterpause war der Sportclub abgeschlagener Tabellenletzter mit gerade mal neun Punkten auf dem Konto. Nie zuvor in der Geschichte der 3. Liga hatte eine Mannschaft aus den ersten 20 Partien weniger Zähler geholt. Aus lediglich zwei Spielen war der Sportclub zu diesem Zeitpunkt als Sieger hervorgegangen – bei 16:40 Toren.

Auch in der Rückrunde kamen in bislang 15 Partien nur noch 15 Zähler hinzu – bei vier Siegen und drei Unentschieden. Mit dieser Bilanz belegt der Sportclub im Liga-Vergleich ebenfalls einen Platz unter dem Strich, sodass der Abstieg – trotz einer Serie von 14 Zählern aus den letzten neun Partien – die logische Konsequenz ist. Zumal der SCF in 34 Spielen insgesamt 22 Niederlagen kassierte – so viele wie kein anderer Klub.

Aderlass im Sommer zu groß

Dabei waren die Freiburger in der vergangenen Saison noch Vizemeister. 73 Punkte in 38 Spielen bedeuteten zudem einen Rekord für eine U23-Mannschaft in der 3. Liga. Letztlich war der Aderlass mit Abgängen wie Yannik Engelhardt, Vincent Vermeij und Philipp Treu zu groß, zudem schaffte unter anderem Stammkeeper Noah Atubolu den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft.

Hinzukam, dass viele der Neuzugänge nicht wie erhofft eingeschlagen sind. Hamadi Al-Ghaddioui etwa kommt nur auf drei Tore in 31 Spielen, Winter-Neuzugang Johannes Wurtz erlitt kurz nach seiner Verpflichtung einen Kreuzbandriss und fällt seitdem aus. Trotz der ausbleibenden Ergebnisse wurde Trainer Thomas Stamm nie in Frage gestellt, dennoch trennen sich die Wege mit Saisonende. Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen. Denkbar ist, dass U19-Coach Bernhard Weis, der mit den A-Junioren im DFB-Pokalfinale steht, aufrückt.

Zuletzt 2020/21 in der Regionalliga

Mit dem Abstieg endet ein dreijähriges Drittliga-Abenteuer der Freiburger, die aus 108 Spielen 144 Punkte holten und damit immerhin Platz 43 (von 67) in der ewigen Drittliga-Tabelle belegen. Zuletzt war der Sportclub in der Saison 2020/21 in der Regionalliga vertreten. Gelingt der direkte Wiederaufstieg? Die Konkurrenz ist mit Teams wie den Kickers Offenbach, Hoffenheim II und Stuttgart II durchaus groß.

   

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