"Die hatten so Probleme": Schiele ärgert sich über Pokal-Aus

In der Liga erwischten die Würzburger Kickers als Aufsteiger einen Traumstart – und auch im DFB-Pokal stellte die Mannschaft von Michael Schiele den 1. FC Köln vor große Probleme. Umso größer war jedoch der Frust beim Cheftrainer, denn trotz Führung schied Würzburg am Ende mit einem 1:2 aus. Der FWK erlebte einen "ganz bitteren Abend".

"Die hatten keine klare Torchance"

Isak Johannesson zerstörte den Pokaltraum der Würzburger Kickers. Zweimal netzte der Isländer für den 1. FC Köln ein, nachdem David Abrangao seine Mannschaft nach einer starken Anfangsphase in Führung brachte. Und die Domstädter waren spät dran, das Spiel zu drehen – denn Johannesson schnürte seinen Doppelpack erst in der 62. und 77. Spielminute. "Wir sind ganz, ganz groß enttäuscht nach den 90 Minuten", fasste FWK-Coach Michael Schiele daher auch kurz und knapp bei "Sky" zusammen. "Meine Mannschaft hat ein Top-Spiel gemacht."

Der Frust war dem 48-Jährigen deutlich anzumerken, der Stachel über das Ausscheiden im DFB-Pokal saß tief. "Wir haben ihnen einen riesigen Fight geliefert. Die hatten so Probleme, aber das waren dann zwei Gegentore, die wir uns selber eingeschenkt haben", ärgerte sich Schiele über die beiden Treffer von Johannesson. "Die hatten keine klare Torchance in der zweiten Halbzeit. Und trotzdem haben sie zwei Tore gemacht, weil wir gemeint haben, wir müssten hinten Fußball rausspielen." Den Ball einfach mal wegzuschlagen, so Schiele, wäre wohl die bessere Idee gewesen.

"Wenn wir den reinmachen, dann …"

So verzeichnete der Cheftrainer einen "ganz, ganz bitteren Abend" für seine Mannschaft, die mit vier Punkten aus zwei Partien in die Drittliga-Saison gestartet war. Am Samstag (14 Uhr) steht das Spitzenspiel beim MSV Duisburg an, für das der FWK durchaus Rückenwind bekommen hat – auch, dank der Leistungen im Pokal. Und beinahe wäre es ja noch spannend geworden, wenn der Pfosten nicht in der Nachspielzeit gerettet hätte.

"Der Fußballgott war leider nicht bei uns. Der Ball geht an den Innenpfosten, geht raus", beschrieb Schiele die Szene in der dritten Minute der Nachspielzeit, in der Liam Omore zu genau zielte. "Wenn wir den reinmachen, dann glaube ich, wird es eine ganz schwierige Verlängerung für den Gegner, weil wir waren fitter, wir waren präsenter." Eine Hypothese, die der FWK nicht mehr unter Beweis stellen konnte. So bleibt dem Drittliga-Aufsteiger insgesamt jedoch ein souveräner Saisonstart, bei dem sich der Teufel lediglich im Detail versteckt hat.

   

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