CFC-Trainer Bergner: "Das wird ein Zermübungskampf"

Der Chemnitzer FC ist mit zwei Niederlagen aus der Winterpause gestartet. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits sechs Punkte. Die Wende soll ausgerechnet im Traditionsduell am Samstag (14:05 Uhr, live MDR und Telekom-Sport) gegen den FC Carl Zeiss Jena gelingen. CFC-Trainer David Bergner mobilisiert die letzten Mentalitätsreserven.

"Wir waren mental nicht auf der Höhe"

"Der Ofen ist nicht aus, aber die Luft wird immer dünner. Das ist den Jungs bewusst. Sie trainieren sehr fokussiert und scharren mit den Füßen. Die Mannschaft ist nicht gehemmt." David Bergner hat nicht etwa unter der Woche an einem Motivationsseminar teilgenommen, sondern musste die Mannschaft nach der unnötigen Niederlage gegen den VfR Aalen (2:3) neu aufbauen.

"Wir haben dann nicht im fußballerischen Bereich versagt, sondern waren mental nicht auf der Höhe den Vorsprung zu verteidigen. Daran müssen wir arbeiten und aus den wenigen positiven Dingen Kraft schöpfen, um den Bock umzustoßen", zog der Cheftrainer der Himmelblauen Bilanz, nachdem sein Team einen 2:1-Vorsprung auf der Ostalb noch aus der Hand gegeben hatte.

Neuzugang Hoffmann vor CFC-Debüt

Verzichten muss der 44-Jährige am Samstag auf Maurice Trapp, Jamil Dem, Florian Trinks und Marc Endres. Ob Stürmer Daniel Frahn nach einem Magen-Darm-Infekt wieder rechtzeitig fit wird, ist fraglich. Auf Dennis Grote, der seine Gelbsperre in Aalen abgesessen hatte, kann Bergner wieder bauen.

Vor seinem ersten Einsatz für den CFC steht Winterneuzugang Marcus Hoffmann, den die Chemnitzer vergangene Woche verpflichteten. "Marcus Hoffmann ist nicht der Heilsbringer in der Defensive, aber ich erwarte, dass er den Mund aufmacht und die junge Mannschaft führt und dem Defensivverbund völlig unbelastet Mentalität einhaucht", blickte David Bergner äußerst nüchtern auf den potentiellen Startelfeinsatz des 30-Jährigen.

"Jena besteht nicht nur aus Thiele"

Angesichts des kommenden Gegners wollte der Cheftrainer nicht in Ehrfurcht erstarren, verwies aber im Hinblick auf den aktuellen Lauf von Jena-Stürmer Timmy Thiele auf die weiteren Qualitäten der Thüringer: "Jena besteht aber nicht nur aus Thiele, sondern aus vielen anderen guten Spielern, wie Brügmann, Starke und Eckhardt. Da müssen wir im Abwehrverbund verteidigen. Außerdem hat Jena hat in der Defensive die Stabilität, die uns gerade fehlt. Das wird ein Zermürbungskampf", prophezeite der 44-Jährige.

Gegen Jena will Bergner ein Team sehen, das sich über gelungene Aktionen die nötigen Mentalitätspunkte für den Abstiegskampf erkämpft: "Wenn man ein kleines Erfolgserlebnis hat, ist das der erste Schritt." Angesichts der trüben Lage beim Tabellenvorletzten täten ein paar weitere Schritte allerdings not.

   
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