3:2 nach 0:2: TSV Havelse feiert seinen besten Drittliga-Start

War es die Freude beim dritten Treffer des Tages oder der Jubel nach Spielschluss, der bei den Spielern des TSV Havelse größer war? Im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim feierten die Niedersachsen jedenfalls den ersten Sieg der Saison, woraufhin Cheftrainer Samir Ferchichi zwei freie Tage spendierte. Drei Punkte aus drei Spielen – das ist der beste Drittliga-Start der Geschichte für Havelse.

"Das war schon ein Krampf"

In der Saison 2021/22 dauerte es bis zum 9. Spieltag, in der vergangenen Spielzeit sogar bis Spieltag 15. Der erste Sieg war dem TSV Havelse in der Vergangenheit nicht gerade früh vergönnt, wenn man es positiv ausdrücken möchte. Doch jetzt jubelten die Niedersachsen bereits nach dem dritten Auftritt – und das, obwohl die Mannschaft rund um Siegtorschütze Leon Sommer-Deiss schon nach rund 20 Minuten mit 0:2 gegen Mannheim zurücklag. Aber der auffällige Alexander Guiddir erzielte den schnellen Anschlusstreffer, woraufhin Havelse schon vor der Pause am Ausgleich schnupperte. Nur vergab Johann Berger da noch die Chance vom Elfmeterpunkt leichtfertig.

"Mit dem ersten Elfer, den wir vergeben haben, wussten wir schon, dass heute was geht", verriet Sommer-Deiss bei "Magenta Sport", dass die Hoffnung bei den Niedersachsen trotzdem geweckt war. Und der TSV drehte die Partie, obwohl auch Kwasi Wriedt einen zweiten Strafstoß verschoss. Nur dieses Mal saß der Nachschuss. Abschließend war es Abwehrspieler Sommer-Deiss, der bei einem Vorstoß mit in den Sechzehner ging und traf. Der Jubel blieb allerdings zunächst aus. "Das war schon ein Krampf", räumte der Verteidiger ein, dass er am Limit seiner Kräfte agiert hatte. "Das war ein intensives Spiel, aber am Ende hat es sich gelohnt."

"Gänsehaut" bei Ferchichi

Die Flanke zum Siegtreffer gab Berger, der Kreis für den TSV Havelse schloss sich somit in der Schlussphase. "Wir brauchten den Sieg heute und wir haben uns den auch verdient", freute sich Sommer-Deiss über den ersten Dreier der Saison, der die knappen Auftaktniederlagen gegen Stuttgart II (2:3) und Essen (0:1) ausglich. Denn: Mit drei Punkten aus drei Spielen hat Havelse genau genommen bereits den besten Drittliga-Start seiner Vereinsgeschichte hingelegt. "Die Jungs wurden für die Arbeit belohnt, die sie Woche für Woche zeigen", zeigte sich auch Cheftrainer Samir Ferchichi stolz.

Und der Übungsleiter hatte noch eine weitere Belohnung parat, denn nach Spielschluss schenkte er seinen Akteuren zwei freie Tage. "Am Ende muss man Feste feiern, wie sie fallen. Wer so viel Mentalität und so viele Emotionen auf dem Platz lässt, wer so viel gearbeitet hat, da sage ich, dass Fußball nicht alles ist", so Ferchichi. Zwei freie Tage mit der Familie sollen helfen, um Kräfte zu sammeln. Schließlich geht es schon am Samstag (14 Uhr) beim SC Preußen Münster weiter. Ganz zur Freude des Coaches, der das Lob für die Willensleistung gegen Mannheim direkt an seine Mannschaft weitergab: "Wer so häufig zurückkommt, auch schon letzte Saison, der hat einfach eine brutale Mentalität. Da bekomme ich Gänsehaut, da bin ich stolz."

   

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