"Wettkampftypen": Schweinfurt bindet Böhnlein und Dellinger
Absteiger 1. FC Schweinfurt treibt die Planungen für die kommende Regionalliga-Saison voran und setzt weiter auf erfahrene Führungsspieler. Sowohl Kristian Böhnlein als auch Michael Dellinger bleiben den Schnüdeln erhalten.
Böhnlein seit sechs Jahren in Schweinfurt
Kaderplaner Jürgen Hein erklärt, dass die beiden Routiniers die ersten Spieler gewesen seien, mit denen Gespräche geführt worden seien. Böhnlein und Dellinger verkörperten genau die Persönlichkeiten, die der Verein für die "Neuausrichtung" brauche. Hein beschreibt sie als "Wettkampftypen mit Ausstrahlung", die Verantwortung übernehmen und junge Spieler führen könnten. Deshalb freue sich der Klub besonders darüber, dass beide den gemeinsamen Weg weitergehen.
Böhnlein spielt bereits seit 2020 für Schweinfurt und kommt in der laufenden Drittliga-Saison auf 31 Einsätze mit drei Toren und zwei Vorlagen. Insgesamt stehen für den 36-Jährigen 290 Partien in der Regionalliga Bayern mit jeweils 40 Treffern und Vorlagen in der Statistik. Trainer Jan Gernlein hebt neben der Erfahrung des Mittelfeldspielers auch dessen Torgefahr hervor. Zudem freue er sich, dass der "Kapitän der Aufstiegsmannschaft" weiterhin Teil des Teams bleibe.
Wie Böhnlein erklärt, sei Schweinfurt für ihn und seine Familie zur Heimat geworden, zudem lägen ihm Verein und Fans "sehr am Herzen". Er wolle Verantwortung übernehmen und helfen, "ein neues Kapitel mitzugestalten". Auch mit 36 Jahren verspüre er weiterhin den Drang, "etwas zu bewegen und gemeinsam mit den neuen Verantwortlichen und dem neuen, alten Trainer Jan Gernlein unter anderen Voraussetzungen eine gute Rolle in der Regionalliga zu spielen".
Auch Dellinger will Verantwortung übernehmen
Dellinger war im Sommer 2024 zum FC 05 zurückgekehrt und trug mit 14 Toren sowie sieben Vorlagen in 30 Spielen maßgeblich zum Aufstieg bei. In der aktuellen Saison kommt der 33 Jahre alte Angreifer auf 20 Einsätze. Gernlein bezeichnet Dellinger als wichtigen Faktor "auf und neben dem Platz" und betont, bereits nach dem ersten Gespräch gewusst zu haben, welche Rolle der Stürmer im Verein einnehmen könne.
Auch Dellinger selbst blickt positiv auf die Zukunft beim FC 05. Der neue Weg des Vereins passe zu seiner Lebenssituation, erklärt der Stürmer. Gerade nach dem Abstieg sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und für den Verein da zu sein. Zudem betont der gebürtige Schweinfurter, es bedeute ihm persönlich "sehr viel", nah bei seiner Familie zu sein und gleichzeitig für seinen Heimatverein aufzulaufen.