Umbruch beginnt: Zwölf Spieler beim FCM verabschiedet

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Mit einem 1:1 gegen Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln verabschiedete sich der 1. FC Magdeburg am Sonntag aus der 2. Bundesliga. Nach dem Spiel wurden zwölf Spieler verabschiedet, während bei fünf Akteuren die Zukunft noch offen ist.

Auch Lohkemper, Niemeyer und Kirchhoff gehen

Einen "größeren personellen Umbruch" kündigte der FCM zuletzt bereits an, nun hat dieser begonnen: Neben Trainer Michael Oenning, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, wurden mit Giorgi Loria, Jan Kirchhoff, Felix Lohkemper, Mario Seidel, Dennis Erdmann, Richard Weil, Aleksandar Ignjovski, Steven Lewerenz, Romain Brégerie, Michel Niemeyer, Christopher Handke und Nils Butzen zwölf Spieler verabschiedet. Zudem sollen die verliehenen Leon Heynke (Germania Halberstadt) und Joel Abu Hanna (Fortuna Köln) nach Angaben der "Volksstimme" nicht mehr zurückkehren.

Die Abgänge von Brégerie (Leih-Ende; FC Ingolstadt), Handke (FSV Zwickau) und Butzen (Rostock) standen bereits fest, am Donnerstag war zudem durchgesickert, dass Ignjovski und Erdmann, der offenbar mehrere Angebote aus England vorliegen hat, gehen werden. "Der Abschied geht nicht alleine von mir aus", stellt Erdmann in der Zeitung jedoch klar. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich unbedingt gehalten werden sollte. Ich hätte auch gerne gewusst, wer Trainer wird." Laut Geschäftsführer Mario Kallnik soll der 28-Jährige ein Angebot für die 2. und 3. Liga erhalten, dieses jedoch abgelehnt haben. Für Lohkemper sollen sich mehrere Zweitligisten interessieren, darunter der Karlsruher SC. Auch Tobias Müller, Marius Bülter, Rico Preißinger und Charles Elie Laprvotte wecken Begehrlichkeiten bei Klubs der 2. Liga, zudem liegen Alexander Brunst Angebote aus England vor.

Fünf Personalien offen

Allerdings will der FCM keinen Spieler mit gültigem Vertrag ziehen lassen – es sei denn, das Geld stimmt: "Manchmal stehen Summen im Raum, wo es fahrlässig, sogar vereinsschädigend wäre, nicht darüber nachzudenken", so Sportchef Maik Franz in der "Bild". Wie die Zeitung spekuliert, soll die Schmerzgrenze bei einer Million Euro liegen.

Wie es bei Philip Türpitz weitergeht, ist derweil noch offen. Nachdem der Abgang des 27-Jährigen lange Zeit als sicher galt und er nach "Bild"-Angaben zwei Vertragsangebote abgelehnt haben soll, laufen nun die Gespräche bezüglich einer Verlängerung. "Philip hat signalisiert, dass er sich vorstellen kann, auch in der 3.  Liga beim FCM zu bleiben", berichtet Kallnik. Ebenfalls noch nicht geklärt ist auch die Zukunft von Nico Hammann, Steffen Schäfer, Tarek Chahed und Tim Kips, deren Verträge ebenfalls zum 30. Juni auslaufen. Bis Ende der Woche soll indes die Trainerfrage geklärt werden. Ein Kandidat ist offenbar Pavel Dotchev.

   

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