Trauer bei Hansa: Fan nach Sturz in Saarbrücken verstorben

Große Trauer beim F.C. Hansa Rostock: Der Fan, der am vergangen Samstag beim Auswärtsspiel in Saarbrücken von einem Zaun gestürzt war, ist verstorben. Das gab die Kogge am Donnerstagabend bekannt.

"Uns fehlen die richtigen Worte"

Auf ihrer Vereins-Homepage zeigen sich die Rostocker in tiefer Trauer: "Uns fehlen die richtigen Worte. Bis zuletzt haben wir gehofft und gebangt, dass du es schaffen wirst. Seit heute herrscht traurige Gewissheit. Nun müssen wir Abschied nehmen von Moritz, der bei unserem Auswärtsspiel in Saarbrücken im Gästeblock so schwer gestürzt ist, dass er seinen Verletzungen erlegen ist."

Was an diesem Tag passiert sei, habe dem Verein getroffen. "Innerhalb weniger Augenblicke wurde aus einem Fußballspiel ein Moment der Sorge, der Hilflosigkeit und der Fassungslosigkeit. Seitdem waren unsere Gedanken ununterbrochen bei dir, deiner Familie, deinen Freunden und allen, die dir nahestehen. Wir trauern gemeinsam mit der gesamten weiß-blauen Familie. Unser Mitgefühl gilt ebenso allen Fans vor Ort sowie den Rettungs- und Einsatzkräften, die sofort geholfen haben. Als Verein stehen wir in dieser schweren Zeit an der Seite deiner Familie und aller Angehörigen. Ihr seid nicht allein. In solchen Momenten spielt Fußball keine Rolle mehr. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen von uns."

Bewegende Worte von Moritz' Familie

Auch die Familie von Moritz kommt in der Mitteilung der Kogge zu Wort: "Leider hat es unser Moritz nicht geschafft, seine Verletzungen waren einfach zu schwerwiegend, und die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Er ist heute friedlich im Beisein seiner Liebsten eingeschlafen. Für uns als Familienangehörige ist es ein wahnsinnig schwerer Verlust, dass unser Moritz so plötzlich aus dem Leben gerissen wurde."

Moritz wird als "junger lebensfroher Mann" beschrieben, der für jeden immer da gewesen sei und noch viele Pläne hatte. "Und jetzt müssen wir versuchen, mit diesem großen Verlust klar zu kommen und es irgendwie zu verkraften."

Gleichzeitig bedankt sich die Familie bei den Notfallsanitätern im Stadion, "die gleich zur Stelle waren und ihn erstversorgt haben, bei den Rettungskräften, bei der Polizei Saarbrücken, bei den Ärzten im Klinikum, die sofort notoperiert und uns informiert haben, bei dem gesamten Team der Intensivstation Saarbrücken, das uns durch diese schwere Zeit liebevoll begleitet hat, bei der Fanszene Hansa Rostock und Carlo, die es uns möglich gemacht haben, unkompliziert in Saarbrücken unterzukommen, damit wir bei unserem Moritz sein konnten. Vielen, vielen Dank an diese ganzen Menschen, die alles getan haben, dass wir uns noch von unserem Moritz verabschieden konnten."

Ursache des Sturzes noch offen

Das Unglück passierte in der Schlussphase der Partie, als Moritz auf einen Zaun am Gästeblock hochgeklettert war und von diesem dann mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Sofort wurde der 37-Jährige medizinisch betreut, während er mit Bannern abgeschirmt wurde. Beide Fanlager stellten daraufhin den Support ein. Der Rostocker Anhänger wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er noch am Abend operiert worden ist. Wie es zu dem Sturz kommen konnte, ermittelt die Polizei noch. Ein Fremdverschulden wird aber ausgeschlossen. Derweil hat die Fanszene eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Bis Donnerstagabend kamen dabei bereits über 30.000 Euro zusammen

   

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