Für "nächsten Schritt": Riedel verlässt Havelse nach fünf Jahren

Der TSV Havelse und Florian Riedel gehen nach der Saison getrennte Wege. Der Geschäftsführer der Profiabteilung, Sportvorstand des e.V. und frühere Spieler verlässt den Verein nach fünf Jahren, um nach eigenen Angaben den nächsten Schritt im Profifußball zu gehen.

Karriereende im Februar

Riedel war 2021 als Spieler zum TSV Havelse gewechselt und übernahm wenig später zusätzlich Verantwortung im sportlichen und organisatorischen Bereich. In einer ungewöhnlichen Doppelrolle als aktiver Spieler und Sportdirektor arbeitete der 35-Jährige maßgeblich an der Neuausrichtung des Vereins mit. Während seiner Zeit gewann Havelse erstmals die Meisterschaft in der Regionalliga Nord und schaffte über die Relegation gegen die Rückkehr in die 3. Liga, wo er in der abgelaufenen Saison noch 23 Mal auf dem Platz. Mitten in der Saison beendete er seine aktive Karriere dann. Nun trennen sich die Wege.

Riedel erklärt, der TSV Havelse werde für ihn "immer" ein besonderer Verein bleiben. "Welcher Verein hätte einem Spieler so viel Vertrauen geschenkt, so viel Verantwortung übertragen und ihm die Freiheit gegeben, die eigenen Ideen umzusetzen? Dafür werde ich immer dankbar sein", so der 35-Jährige. Die gemeinsame Zeit sei von großen Herausforderungen und besonderen Erfolgen geprägt gewesen. Vor allem aber würden ihm die Menschen in Erinnerung bleiben, die den Weg des Vereins mitgetragen hätten.

"Potenzial für höchste Aufgaben"

Präsident Daniel Wolter bezeichnet Riedel als eine prägende Persönlichkeit der Vereinsgeschichte. Meisterschaft, Aufstieg in die 3. Liga und die Entwicklung des Nachwuchsbereichs würde "in hohem Maße" seine Handschrift tragen. Zudem hebt Wolter hervor, dass Riedel beim TSV Verantwortung übernommen habe "wie kaum ein anderer im deutschen Profifußball. Für jeden im Verein war klar, dass Florian das Potenzial für höchste Aufgaben im deutschen Profifußball besitzt. Die Art und Weise, wie er mit kleinsten Mitteln Mannschaften aufgebaut, entwickelt und dauerhaft konkurrenzfähig gehalten hat, ist außergewöhnlich."

Entsprechend groß sei die Lücke, die er sportlich und menschlich hinterlasse. Wie sich der Verein künftig organisatorisch und sportlich aufstellen wird, will der TSV Havelse zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Mit dem Riedel-Abschied stellt sich auch die Frage, ob der TSV Havelse am ambitionierten Ziel, bis 2030 in die 2. Bundesliga zurückzukehren, weiter festhalten wird.

   

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