Neuer Spielplan: Das sind die Highlights der Hinrunde

Seit Mittwoch ist er da, der Spielplan für die Saison 2026/27. Insgesamt 380 Spiele stehen zwischen August und Mai an, gespickt mit zahlreichen Highlights. liga3-online.de blickt auf die besonderen Spiele der Hinrunde.

1. Spieltag: Mannheim – Düsseldorf

Eröffnet wird die Drittliga-Saison gleich mal von zwei großen Traditionsmannschaften, der SV Waldhof Mannheim empfängt Fortuna Düsseldorf. In einem Pflichtspiel standen sich die beiden Clubs allerdings letztmals vor etwas mehr als 21 Jahren gegenüber. Im Mai 1995 trafen sie zum Rückspiel am 30. Spieltag in der 2. Bundesliga aufeinander und trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. Die Männer aus der Quadratestadt verblieben dadurch als Tabellen-Zweiter auf Aufstiegskurs und hielten die sechstplatzierten Fortunen auf Distanz. Nur, nach dem letzten Spieltag sah es ganz anders aus. Düsseldorf verabschiedete sich als Dritter in die Bundesliga und Mannheim blieb als Fünfter zweitklassig. Nun das Wiedersehen in Liga 3.

5. Spieltag: Düsseldorf – Duisburg

Weil die Straßenbahnlinie U79 direkt zwischen beiden Städten verkehrt, hat das Duell zwischen Düsseldorf und Duisburg schon vor vielen Jahren den schönen Beinamen "Straßenbahn-Derby" bekommen. Am 5. Spieltag wird die Bahn nun von Menschen in blau-weißen Fanuntensilien bevölkert werden, die sich zum Auswärtsspiel zur Fortuna begeben. Dort hat man noch gute Erinnerungen an das bislang letzte Aufeinandertreffen im März 2018. Damals siegten die Rheinländer am 26. Spieltag der 2. Bundesliga zu Gast an der Wedau mit 2:1, bauten die Tabellenführung weiter aus und machten einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg. Acht Jahre später sehen sich nun beide Klubs in der 3. Liga wieder.

7. Spieltag: Aachen – Düsseldorf

Die Geschichte des Duells Alemannia Aachen gegen Fortuna Düsseldorf reicht gar bis in die 1930er-Jahre zurück, da der Kreis Aachen erst 1936 vom Niederrhein- zum Mittelrheinverband wechselte. Somit kam es am 28. Januar 1934 in der Gauliga Niederrhein noch zu einem ersten Aufeinandertreffen beider Clubs, das die Alemannia damals "dank einer aufopfernden Leistung der Abwehr um Reinhold Münzenberg und Torwart Fritz Neußl mit 2:1 gegen den Deutschen Meister Fortuna Düsseldorf" gewann, wie sich im Vereinsarchiv der "Kaiserstädter" nachlesen lässt. Mittlerweile spricht die Bilanz eher für die Rheinländer, die von elf Pflichtspielen (zehn in der 2. Bundesliga und eins im DFB-Pokal) vier gewannen und nur zwei verloren – bei fünf Remis. Kann Aachen nun ein wenig aufholen?

8. Spieltag: Münster – Essen

Zwar liegen etwas mehr als 70 Kilometer Luftlinie zwischen beiden Städten und dennoch gibt es eine große Rivalität zwischen den beiden Vereinen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen. Die gegenseitige Antipathie lässt sich dabei bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen, als beide Klubs die wohl beste Zeit ihrer bisherigen Vereinsgeschichten erlebten. Münster wurde 1951 Deutscher Vizemeister (nebst 5:1-Erfolg gegen RWE) und die Essener holten vier Jahre später gar den Titel. In Erinnerung haben viele Fans heutzutage aber vermutlich das Duell im Februar 2022 in der Regionalliga West, als an der Hafenstraße ein Böller aus dem RWE-Block die Münsteraner Auswechselspieler verletzte und zu einem Abbruch des Spitzenspiels führte. Die Begegnung wurde für dem SCP gewertet, der Aufstieg gelang letztlich aber Essen.

11. Spieltag: Rostock – Düsseldorf

Nach dem Aufstieg von Cottbus in die 2. Bundesliga und den gleichzeitigen Abstieg von Aue hält Rostock als einziger verbliebener Ostklub in der 3. Liga die Fahne für die neuen Bundesländer hoch. Entsprechend reisefreudig werden sich die Fans der Kogge geben müssen und dürfen sich am 11. Spieltag auf einen Ausflug an den Rhein freuen. Wobei es gegen Düsseldorf zuletzt keine großen Jubelstürme auf Seiten der Rostocker gab. Die vergangenen fünf Duelle wurden allesamt verloren, bei einem Torverhältnis von 4:17. Vielleicht gelingt der Kogge aber nun ein wenig Bilanz-Kosmetik.

12. Spieltag: Saarbrücken – Mannheim

Das letzte Südwest-Derby ist noch gar nicht allzu lange her, erst Anfang Mai standen sich der 1. FC Saarbrücken und der SV Waldhof Mannheim im natürlich ausverkauften Ludwigspark gegenüber. Der FCS siegte letztlich mit 2:0 und beseitigte damit die Restzweifel am Klassenerhalt. Auch jetzt wird wieder eine stimmungsvolle Atmosphäre erwartet, wobei die Hausherren sicherlich ihre gute Bilanz in diesem Duell ausbauen wollen. Von 51 direkten Aufeinandertreffen konnten sie schließlich ganze 24 Spiele für sich entscheiden – bei lediglich 15 Niederlagen.

13. Spieltag: Essen – Aachen

Mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse darf sich Alemannia Aachen als so etwas wie einen "Angstgegner" von Rot-Weiss Essen bezeichnen. In den vergangenen fünf Pflichtspiel-Duellen blieb das Team vom Tivoli unbesiegt, feierte drei Erfolge und teilte sich zweimal mit dem Rivalen die Punkte. Unvergessen das 3:3 in Aachen am 23. Spieltag der vergangenen Saison, als Aachen im ersten Durchgang nach fünf Minuten und in der zweiten Halbzeit gar schon nach 16 Sekunden traf. Ein später Doppelpack von Dickson Abiama (85. und 89.) sicherte dem RWE aber noch einen Zähler. Und dieses Mal, dürfen wir uns wieder auf viele Treffer freuen?

15. Spieltag: Viktoria Köln – Fortuna Köln

Auf der "Schäl Sick", also rechtsrheinisch bei Viktoria Köln, kommt es zum ersten Drittliga-Aufeinandertreffen der beiden rivalisierenden Klubs aus der Domstadt. In Köln herrscht an diesem Tag erfahrungsgemäß ein kleiner Ausnahmezustand, das hat die Vergangenheit gezeigt. Regelmäßig bekamen es beide Klubs zuletzt nämlich im Mittelrheinpokal miteinander zu tun. Letztmals im Finale Ende Mai, als die Viktoria im Elfmeterschießen mit 6:5 schließlich das bessere Ende für sich hatte. Natürlich ist die Fortuna aus dem Kölner Stadtteil Zollstock nun auf eine Revanche aus und will damit bestätigen, was ihre Fans schon seit Jahren auf den Tribünen gröhlen: "Zollstock ist das Maß aller Dinge!"

17. Spieltag: Essen – Duisburg

RWE gegen MSV, ein Traditionsduell, in dem es unter normalen Umständen schon hoch hergeht. Nach den Vorkommnissen aus der Schlussphase der vergangenen Spielzeit steckt in dieser Begegnung aber noch einmal eine Extra-Portion Feuer. So schaffte es Essen im Fernduell mit den Duisburgern am letzten Spieltag in die Relegation, weil MSV-Kapitän Rasim Bulic in der Nachspielzeit gegen Viktoria Köln (1:1) nur den Pfosten traf und deswegen nicht gewann. Eben jener Pfosten wurde kurz darauf aus dem Duisburger Stadion entwendet und im Essener Relegations-Hinspiel gegen Fürth von den RWE-Fans auf der Tribüne präsentiert, wobei auf einem Spruchband noch folgender Satz zu lesen war: "MSV: Aus der Traum. Euer Pfosten in unserem Kofferraum". Welch Ironie, dass RWE letztlich den Aufstieg verpasste, weil Dickson Abiama im Rückspiel gegen das Kleeblatt ebenfalls am Aluminium scheiterte…

18. Spieltag: Düsseldorf – Essen

Was für ein Endspurt für die Essener, die nach dem Duell eine Woche zuvor gegen den MSV nun mit der Auswärtspartie bei Fortuna Düsseldorf gleich ihr nächstes Highlight erleben. Die Bilanz in diesem traditionsreichen Duell könnte dabei kaum ausgeglichener sein. Aus 60 Begegnungen ging RWE 23 Mal als Sieger hervor, bei 25 Niederlagen. Das bislang letzte Aufeinandertreffen dürfte den Fans aus dem Ruhrpott dabei in bester Erinnerung geblieben sein: Im Dezember 2020 kegelte der damalige Regionalligist den Zweitligisten durch einen 3:2-Erfolg aus der 2. Runde des DFB-Pokals und schaffte es letztlich bis ins Viertelfinale (0:3 gegen Kiel) – womit Essen die größte Überraschung der damaligen Pokalsaison war.

 

   

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