Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zum Fall Hannes ein

Rund ein halbes Jahr nach dem Tod vom FCM-Fan Hannes, der aus einem fahrenden Zug gestürzt war, hat die Staatsanwaltschaft Magdeburg die Ermittlungen eingestellt. Wie Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten der "Volksstimme" bestätigte, soll der 25-Jährige ohne Fremdeinwirkung aus dem Zug gesprungen sein.

Wohl aus Panik gesprungen

Demnach habe Hannes die Notöffnung des Zuges kurz nach Abfahrt vom Bahnhof Haldensleben am 1. Oktober 2016 selbst betätigt. Zu diesem Ergebnis war auch die Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen gekommen. Technische Mängel des Zuges schlossen die Beamten nach "aufwendigen technischen Untersuchungen" aus. Offenbar ist der FCM-Fan aus Panik gesprungen, da er im Zug rund 80 HFC-Ultras gegenüberstand, die sich auf der Rückreise vom Auswärtsspiel des Halleschen FC in Köln befanden. Laut der Zeitung habe keiner der über 40 ermittelten Zeugen eine weitere Person bei Hannes gesehen, als dieser aus dem Zug stürzte.

Keine Anhaltspunkte für einen Kampf

Für den Sprung aus dem Zug spreche laut der Staatsanwaltschaft auch das Obduktionsergebnis. Demnach seien keine Anhaltspunkte für einen Kampf mit anderen Personen gefunden worden. Offen bleibt allerdings, warum der Zug trotz zwischenzeitlich geöffneter Tür weiterfahren konnte. Zwölf Tage nach dem Sturz aus dem Zug verstarb Hannes an seinen schweren Kopfverletzungen, die er sich beim Sturz zugezogen hatte. Die Betroffenheit war groß, beide Fanszenen vereinbarten zudem, das jeweilige Auswärtsspiel in dieser Saison nicht zu besuchen.

   
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