Polizei bestätigt: Verunglückter FCM-Fan Hannes S. ist tot

FCM-Fan Hannes S., der Anfang Oktober aus einem fahrenden Zug gestürzt war und sich dabei lebensbedrohliche Kopfverletzungen zugezogen hat, ist tot – das bestätigte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. 

Viele Fragen offen

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober gegen 0:00 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Haldensleben, wo der 25-jährige FCM-Fan zusammen mit drei Freunden zugestiegen war. Direkt danach sei es laut der Polizei zu einem Streit mit Anhängern des Halleschen FC gekommen, die sich auf der Rückreise vom Auswärtsspiel des HFC in Köln befanden. Nach Polizeiangaben soll sich Hannes S. von den rivalisierenden Hallensern bedroht gefühlt und die Tür-Notentriegelung betätigt haben. Ob der 25-Jährige selbstständig (aus Panik) aus dem Zug sprang, durch einen Unfall aus dem fahrenden Zug stürzte oder hinausgestoßen wurde, ist noch unklar – Video-Aufzeichnungen zu dieser Szene sind nicht vorhanden. Ebenso fraglich ist, warum der Zug trotz geöffneter Tür weitergefahren ist.

Ermittlungen gehen weiter

Erst eine Stunde nach dem Vorfall wurde der 25-Jährige schwerverletzt rund 300 Meter vom Bahnhof Haldensleben entfernt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag er, nachdem er zuvor in ein künstliches Koma versetzt worden war, am Mittwochvormittag seinen schweren Verletzungen. Der FCM wird daher beim kommenden Spiel in Erfurt mit einem Trauerflor auflaufen, die Ermittlungsarbeit der Polizei geht unterdessen weiter – für Hinweise wurde die Rufnummer 0391-546 5196 geschaltet. Brisant: Am 26. November kommt es in der 3. Liga zum direkten Duell zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert. Auch wenn sich die Ultras des Halleschen FC mit Hannes solidarisierten, befürchten Szenekenner eine Racheaktion.

Am Mittwochabend soll es vor der MDCC-Arena (Nordeingang) sowie am Bahnhof Haldensleben jeweils um 20 Uhr Mahnwachen geben.

[box type="info"]Kommentar: Kommentar: Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf? [/box]

   
  • JR910

    Den Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl und die nötige Kraft das Geschehene zu
    verarbeiten.
    Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als das endlich ein Umdenken erfolgt!

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