Essen wirft St. Pauli raus – F95 scheidet chancenlos aus

Pokal-Überraschung an der Hafenstraße! Rot-Weiss Essen hat sich am Sonntagabend mit 2:0 gegen Zweitligist St. Pauli durchgesetzt und ist damit in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Fortuna Düsseldorf hat hingegen auch das dritte Pflichtspiel der Saison verloren und ist nach dem 1:5 gegen den SC Freiburg aus dem Pokal ausgeschieden.

Essen 2:0 St. Pauli: Janssen und Telalovic bringen RWE auf die Siegerstraße

Nachdem die zurückliegende Landespokal-Partie beim SV Sonsbeck des RWE in die Verlängerung gegangen war, setzte Trainer Uwe Koschinat auf fünf frische Kräften und startete unter anderem mit Golz, Geschwill, Sietan, Pesch und Janssen. Die Hausherren waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft und erspielten sich eine Standardsituation nach der nächsten. Richtig gefährlich wurde es zunächst aber nicht. Beinahe zeigten schließlich die Gäste ein Paradebeispiel in Sachen offensiver Konsequenz, doch nachdem Pyrka zunächst über die rechte Seite in den Strafraum einzog, setzte der völlig freistehende Kaas den Ball aus fünf Metern über das leere Tor (19.). Die Hausherren versuchten es im Anschluss insbesondere über Umschaltmomente. Nach einem langen Ball scheiterte Janssen aus spitzem Winkel aber am Außennetz (29.). Im Gegenzug hatten erneut die Gäste, die deutlich größere Möglichkeit zu treffen, aber erneut knallte Kaars den Ball völlig freistehend über den Kasten.

Die Partie wog nun hin und her. Keine 120 Sekunden später war es wieder Janssen, der sich nach einem langen Ball gegen Nemeth durchsetzte, aber an Volls Fußabwehr scheiterte. Ein Tor lag in der Luft – und RWE erzielte es! Nach Flanke von Obuz stand Janssen am zweiten Pfosten goldrichtig und nickte zum 1:0 ein (36.). Nur fünf Minuten später hatten die Gäste den Ausgleich auf dem Fuß, doch Hrgotas Schlenzer verpasste das rechte Eck nur knapp. Es blieb zur Halbzeit bei der knappen Führung, die die Essener zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sogar erhöhen konnten. Nach einer Hofmann-Flanke aus dem rechten Halbfeld stand diesmal Telalovic in der Mitte völlig blank und vollendete zum 2:0 (53.).

Mit der Führung im Rücken ließ sich RWE nun ein wenig fallen und versuchte über Umschaltmomente den Deckel endgültig auf die Partie zu setzen. Die Gäste hingegen ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen, prallten aber immer wieder an der gut gestaffelten Defensive der Hausherren ab. RWE schaffte es bis zum Ende, keine Chance mehr zuzulassen und den Sieg über die Zeit zu bringen. Die zweite Runde wird dann am 27. und 28. Oktober ausgetragen. Ausgelost wird am 5. September. Nun steht am kommenden Samstag aber erst einmal der Ligaalltag beim SV Wehen Wiesbaden an.

Düsseldorf 1:5 Freiburg: Vier Tore innerhalb von neun Minuten entscheiden

Mit zwei Niederlagen in der Liga hat die Fortuna einen klassischen Fehlstart hingelegt. Dementsprechend verwunderte es nicht, dass Trainer Alexander Ende gleich sechs Neue in die Startelf brachte. Neben Keeper Lord begannen auch Heintz, Risch, Benger, Bouchama und Müller. Die Hausherren waren es auch, die für die ersten Annäherung der Partie sorgten: Oberdorfs Volley landete aber einige Meter über dem Kasten (8.). Deutlich gefährlicher wurde es nur drei Minuten später auf der Gegenseite, wo aber Neu-Torhüter Lord bei Ginters Kopfball-Aufsetzer zur Stelle war. Die Gäste blieben nun dran und konnten in der 18. Minute zur Führung einnetzen. Düsseldorf verteidigte nicht konsequent, sodass Höler nach Vorlage von Osterhage einschieben konnte.

Der Bundesligist war nun deutlich griffiger und hatte nur zehn Minuten später die Riesenchance zum 2:0. Suzuki scheiterte nach Eggesteins Steckpass aber am stark reagierenden Lord. Mit der Führung im Rücken ging es der SCF sehr kontrolliert an und ließ die Fortuna fast gar nicht zum Zug kommen, sodass es ohne einen einzigen Schuss aufs Tor der Hausherren in die Pause ging. Das sollte sich zum zweiten Spielabschnitt ändern, den die Düsseldorfer mit richtig viel Schwung angingen. Die große Möglichkeit zum Tor hatten aber einmal mehr die Freiburger: Nach Vorlage von Beste setzte Grifo den Ball aber knapp übers Gehäuse (49.). Die Gäste blieben dran und hatten nur drei Minuten später durch Höler die nächste dicke Chance. Im Eins-gegen-eins war aber einmal mehr Lord der Sieger. Der Bundesligist kontrollierte in dieser Phase die Partie und ließ der Fortuna keine Möglichkeit zur Entfaltung.

Es dauerte bis zur 65. Minute, ehe die Hausherren mal wieder Torabschlüsse verzeichnen konnten. Zunächst setzte Heintz den Ball aber deutlich neben den Kasten, ehe Müller nur wenige Augenblicke später die Kugel ans Außennetz knallte. Für echte Torgefahr sorgten weiterhin nur die Gäste, doch bei Grifos Schlenzer war einmal mehr Lord zur Stelle (68.). Es folgten völlig wilde neun Minuten zwischen der 71. und 80. Minute, in denen gleich vier Tore fielen: Zunächst sorgten der eingewechselte Matanovic (71.) und Kübler (74.) per Doppelschlag für das wohl vorentscheidende 3:0, ehe Schleusener nach einer Ecke verkürzen konnte (76.). Die Hoffnung auf ein Comeback währte aber nur kurz, denn wiederum nur vier Minuten später stellte Makengo wieder für den alten Abstand her. Jetzt war die Luft deutlich raus, Matanovic konnte mit dem Schlusspfiff aber noch auf 5:1 erhöhen. Nun gilt der volle Fokus wieder der Liga, wo die Düsseldorfer bereits am kommenden Freitag den VfB Stuttgart II empfangen.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button