Restprogramm & Prognose: Der Jahres-Endspurt #3

Noch fünf Spiele haben die Drittligisten, sofern keine Partien witterungsbedingt verschoben werden müssen, in diesem Jahr noch vor sich. Für manche geht es um Schadensbegrenzung, für andere kommt die Winterpause vielleicht sogar ungelegen. liga3-online blickt in drei Teilen auf das Restprogramm aller 20 Mannschaften und schätzt ein, wie viele Punkte als Ausbeute realistisch sind. Im dritten Teil widmen wir uns den derzeitigen Aufstiegskandidaten.

Nach einem phänomenalen Saisonstart zeigte die Formkurve zuletzt etwas abwärts, unter anderem setzte es zuhause zwei klare Niederlage gegen Halle (0:4) und Unterhaching (0:3). Dann bereinigte der 3:0-Auswärtserfolg in Großaspach vieles. Allmählich wächst die Erkenntnis, dass der Waldhof – das, nicht zu vergessen, mit einer punktuell verstärkten Viertliga-Aufstiegsmannschaft antritt – auch ohne Euphorie drittligatauglich ist, vielleicht aber noch den einen oder anderen Platz abrutscht. Für den Abstiegskampf ist der SVW wiederum nach jetzigem Stand zu stark.

Restprogramm:

  • FC Ingolstadt (H)
  • Preußen Münster (A)
  • Braunschweig (H)
  • FSV Zwickau (A)
  • Chemnitzer FC (H)

Prognose: 7 bis 9 Punkte

Die letzten fünf Gegner im Jahr 2019 stammen aus allen Tabellenregionen, der schwerste Brocken dürfte aktuell der FC Ingolstadt sein. Auswärts sind die "Buwe" bislang stärker als daheim, gelingt es diesen Trend umzudrehen, ist eine hohe einstellige Punktzahl im Restjahr möglich.

 

Wir nähern uns mit großen Schritten der Spitze, sind aber bei einem Klub angelangt, der derzeit wenig Optimismus versprüht: Eintracht Braunschweig, mit sechs Siegen aus sieben Spielen gestartet, hat aus den darauffolgenden acht Partien nur noch einen Erfolg geholt – vorne herrscht bei vielen Stürmern Ladehemmung, auch spielerisch nimmt die Qualität von Woche zu Woche ab.

Restprogramm:

  • Chemnitzer FC (H)
  • FSV Zwickau (H)
  • Waldhof Mannheim (A)
  • SV Meppen (H)
  • 1. FC Magdeburg (H)

Prognose: 7 bis 11 Punkte

Vier Heimspiele gegen machbare Gegner – das scheint sehr, sehr dankbar. Allerdings kann der BTSV, der die auswärtsstärkste Mannschaft der 3. Liga ist, mit Heimspielen aktuell wenig anfangen, zuletzt gab es am 24. August einen 5:2-Sieg gegen Würzburg. Von daher kalkulieren wir konservativ, mehr Zähler sind bei einem Formanstieg sicherlich möglich.

 

Was für Braunschweig gilt, kann fast eins zu eins auch auf den HFC umgemünzt werden. Ein toller Saisonauftakt, der zum Träumen verleitet. Dann die Ergebniskrise, die in Halle seit sieben Ligaspielen anhält, von denen nur eines gewonnen wurde – dieses aber beim 4:0 in Mannheim sehr überzeugend. Haben sich die Drittligisten allmählich auf die Saalestädter eingestellt, die von einer Dreierkette und höchstem Laufaufwand geprägte Taktik durchschaut? Die kommenden Wochen werden Aufschluss geben.

Restprogramm:

  • Carl Zeiss Jena (A)
  • MSV Duisburg (H)
  • Kaiserslautern (A)
  • Würzburger Kickers (H)
  • KFC Uerdingen (H)

Prognose: 8 bis 11 Punkte

Beim Letzten Jena sollte gewonnen werden, auch in Kaiserslautern findet Halle noch keinen stabilen Gegner vor. Zwei der drei Heimspiele dürften insgeheim ebenso angepeilt werden, die Aussichten sind gut. Sofern das eigene Selbstbewusstsein nicht zu sehr unter den jüngsten Niederlagen gelitten hat.

 

Wieder einmal schafft es Unterhaching, die Liga zu überraschen – die Bayern haben es sich zwischen all den vor Saisonbeginn hoch gehandelten Klubs bequem gemacht, erst ein Spiel verloren  und dürften gegenwärtig die Relegation gegen den VfL Bochum absolvieren. Ein interessantes Duell! Überraschend ist, dass angesichts eines Torverhältnisses von 22:14 bei Haching weniger los ist als vergangenes Jahr, die Defensive macht ihre Arbeit besser, vorne fehlen noch die Tore eines lange verletzten Stephan Hain, der seit kurzem wieder in der Startelf steht.

Restprogramm:

  • Magdeburg (A)
  • 1860 München (H)
  • Carl Zeiss Jena (A)
  • MSV Duisburg (H)
  • Kaiserslautern (H)

Prognose: 8 bis 11 Punkte

So ein Kalender macht Freude: Drei hochattraktive Gegner im eigenen Stadion, darunter das Derby gegen die Sechziger. Dazu die Auswärtsfahrt nach Magdeburg sowie das Gastspiel beim Letzten in Jena. Schon möglich, dass Haching zum Jahreswechsel weiter bei nur einer Niederlage steht – eine Siegesserie ist bei den 0:0-Königen (zuletzt dreimal in vier Spielen) aber ebenso unwahrscheinlich.

 

Stark gestartet, mächtig geschwächelt und nun eindrucksvoll zurück im Aufstiegskampf: Die Saison des FCI ist eine einzige Achterbahnfahrt, in der Trainer Jeff Saibene den ersten Durchhänger erfolgreich überwunden hat. 16 Mal knipsten die Schanzer in den vergangenen fünf Ligaspielen und  sammelten 13 von 15 möglichen Punkten. Die Konkurrenz nickt anerkennend in Richtung der Süddeutschen, die aktuell ihr Ziel des direkten Wiederaufstiegs mit guten Argumenten unterfüttern.

Restprogramm:

  • Waldhof Mannheim (A)
  • SV Meppen (H)
  • Magdeburg (A)
  • 1860 München (H)
  • Carl Zeiss Jena (H)

Prognose: 10 bis 13 Punkte

Daheim ist Ingolstadt gegenwärtig richtig gut drauf, die drei Gegner aus Mittelfeld und Tabellenkeller dürften das zu spüren bekommen. Die Gastspiele in Mannheim und Magdeburg sind dagegen anspruchsvoll, aber diesen Anspruch bringt der FCI mit sich – viele Punkte sind möglich.

 

Mit vier Siegen in Serie haben die Zebras die Tabellenführung nicht nur übernommen, sondern sich auch einen Vorsprung von sechs Punkten auf den undankbaren vierten Platz aufgebaut – und das, obwohl Trainer Torsten Lieberknecht sechs teils für lange Zeit verletzte Spieler gegenwärtig fehlen. Viel passieren darf personell also nicht mehr, sonst wird der 18er-Kader nicht mehr voll.

Restprogramm:

  • Viktoria Köln (H)
  • Hallescher FC (A)
  • FC Bayern II (H)
  • Unterhaching (A)
  • Sonnenhof Großaspach (A)

Prognose: 9 bis 11 Punkte

Dreimal auswärts, dazu zweimal bei Verfolgern – das bietet Potenzial, das Polster bis Weihnachten weiter zu vergrößern. Aufpassen muss der MSV in den Heimspielen, die Gegner haben nichts zu verlieren und sind spielerisch nicht zu unterschätzen. Klar ist, dass der Jahresabschluss auswärts in Großaspach gewonnen werden muss.

 

Weiterlesen:

Restprogramm & Prognose: Der Jahres-Endspurt #2

Restprogramm & Prognose: Der Jahres-Endspurt #1

   
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