Ohne echte Chance: Wiesbaden unterliegt Leverkusen mit 0:4

Nach zwei Niederlagen in der Liga hat sich der SV Wehen Wiesbaden auch schon in der 1. Runde des DFB-Pokals aus dem Wettbewerb verabschiedet. Gegen Bayer Leverkusen hatten die Hessen trotz aller sichtlichen Bemühungen keine Chance und mussten sich schließlich mit einem 0:4 geschlagen geben. Ein Treffer unmittelbar vor und einer nach der Pause brachen dem Team von Daniel Scherning dabei das Genick.

Schick bringt den Favoriten in Front

Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt ging der SV Wehen Wiesbaden als klarer Außenseiter in die Begegnung mit Bayer 04 Leverkusen, wollte dem Bundesligisten aber so gut wie möglich Paroli bieten. Daniel Scherning nahm dafür an seiner Startelf gleich sechs Änderungen gegenüber dem 0:4 in Würzburg vor und stellte beispielsweise Brdar an Stelle von Stritzel zwischen die Pfosten. Auch bei Leverkusen bekam die nominelle Nummer eins Flekken eine Auszeit, hier hütete Blaswich den Kasten.

Von Beginn an war die favorisierte Werkself um die absolute Spielkontrolle bemüht und ließ die Hessen kaum einmal in Ballbesitz kommen. Eine knappe Viertelstunde war gespielt, als Schick schließlich eine Flanke von Miguel zur vermeintlichen Führung einköpfte, allerdings stand der Tscheche zuvor deutlich im Abseits (14.). Die Gastgeber wurden fünf Minuten später erstmals gefährlich, ein Kopfball von Flotho war aber leichte Beute für Blaswich (19.). Auf der anderen Seite parierte Brdar gut bei einem scharfen Schuss aufs kurze Eck von Moreira (31.).

In der Schlussphase des ersten Durchgangs zog Leverkusen das Tempo noch einmal sichtlich an und kam schließlich zum verdienten Torerfolg. Nink wusste einen Schuss von Maza zwar noch zu blocken, Schick stand aber in bester Torjägermanier perfekt da, um den Abpraller aus knapp acht Metern hoch im rechten Eck unterzubringen (43.). Brdar verhinderte nur wenig später mit einer starken Abwehr bei einem Schuss von Moreira (45.) einen höheren Rückstand für den Außenseiter zur Pause.

Leverkusen macht es deutlich

Ohne personelle Veränderungen ging es nach dem Wechsel weiter, und die Werkself blieb am Drücker. Nach einem Kopfball von Schick kratzte Brdar das Leder noch aus dem linken Eck, doch Vazquez kam angerauscht und vollendete aus spitzem Winkel – 2:0 (47.). Danach zogen sich die Gäste ein wenig zurück, behielten aber weiterhin die Kontrolle und hielten den SVWW weitestgehend vom eigenen Gehäuse fern und setzten offensive Nadelstiche. Ein Volley von Alex Garcia wurde im letzten Moment aber noch geblockt (63.).

Wenig später reagierte Scherning und tauschte erstmals Personal, es kamen Karweina und Chaikhoun für Brandt und Schleimer. Statt der erhofften positiven Impulse brachten die Wechsel aber zunächst ein wenig Unordnung ins eigene Spiel, die der Gast auszunutzen wusste. Kofane eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Tillman steil. Dessen Steckpass in die Mitte legte Maza per Hacke für Tella ab, der den Ball unter abfälschender Mithilfe von Gözüsirin zum entscheidenden 3:0 ins rechte Eck setzte (69.). Kofane nach Vorarbeit von Moreira machte es dann deutlich (79.).

Für den SV Wehen Wiesbaden ist somit in der 1. Runde des DFB-Pokals schon wieder Endstation, nach dem ernüchternden Saisonstart in der Liga kann sich Schernings Team nun aber voll auf die Liga konzentrieren. Dort geht es für die Hessen am kommenden Samstag daheim gegen Rot-Weiss Essen weiter.

 

   

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