"Muss man vielleicht geben": Münster hadert mit dem Schiri

Trotz einer starken ersten Halbzeit sowie einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung musste sich der SC Preußen Münster in der ersten Runde des DFB-Pokals letztlich dem höherklassigen Karlsruher SC mit 1:2 geschlagen geben und sich frühzeitig aus dem Wettbewerb verabschieden. Die Enttäuschung an der Hammer Straße war hinterher groß, zumal man sich bei zwei Schiedsrichter-Entscheidungen benachteiligt sahen.

Enttäuschung nach Pleite gegen den KSC

Ein Klassenunterschied war zwischen dem SC Preußen Münster und dem Karlsruher SC am Freitagabend im Preußenstadion nicht wirklich zu erkennen, am Ende setzen sich aber doch die favorisierten Gäste durch. Dabei war der SCP nach einer starken ersten Hälfte und einem Treffer durch Montell Ndikom sogar in Führung gegangen (35.), die Karlsruher steigerten sich aber nach dem Seitenwechsel und schlugen mit Toren von Marvin Wanitzek (69.) und Sebastian Jung (81.) erfolgreich zurück. In der Nachspielzeit sah der bei Münster eingewechselte Samuel Althaus nach einem Foulspiel zudem noch die rote Karte (90.+5).

"Für uns ist das ein sehr enttäuschendes Ergebnis, weil wir lange Zeit geführt haben", gab Münsters Trainer Thomas Wörle hinterher zu Protokoll. "In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner kaum zur Entfaltung kommen lassen und gleichzeitig unsere eigenen Momente kreiert haben. Nach dem Seitenwechsel hatten wir Probleme, die Räume zu schließen. Wir waren nicht mehr ganz so frisch im Kopf und in den Beinen, um die Situationen besser zu verteidigen, auch wenn mir die Tore etwas zu einfach fallen." Beim Distanzschuss zum Ausgleich hatte Wanitzek zu viel Platz bekommen und vor dem Siegtreffer Jung nur Geleitschutz bekommen.

Wurde Münster ein Elfmeter verwehrt?

"Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen und alles probiert, mit und gegen den Ball. Die zwei Tore waren dann im Endeffekt leider zu billig gegen uns", befand auch SCP-Kapitän und Abwehrchef Niko Koulis im Vereins-TV, der nach einem Zusammenprall mit Mitspieler Wesley Adeh in der Anfangsphase fortan mit Turban auf dem Kopf weiterspielen musste. Trotz der Pleite sei man mit der Art und Weise, wie man gespielt habe, aber "einen Schritt nach vorne gekommen", so Koulis, der die weitere Marschrichtung klar vorgab: "Kurze Enttäuschung, wir müssen das abhaken und dann geht es weiter."

Sowohl der Abwehrspieler, als auch sein Coach haderten allerdings noch mit einer Entscheidung von Schiedsrichter Florian Badstübner, der in der 88. Minute nach einem vermeintlichen Foul von KSC-Spieler Christoph Kobald gegen Charalambos Makridis auf Weiterspielen entschied und den Münsteranern den geforderten Strafstoß verwehrte. "Es ist ein absoluter 'Kann-Elfmeter', den man geben kann oder vielleicht sogar geben muss. Wäre für uns natürlich wichtig gewesen. Wenn du als Außenseiter gegen einen Höherklassigen spielst, dann brauchst du diese Momente einfach auf deiner Seite, die haben wir heute nicht gehabt", so Wörle.

"Für mich ist es keine rote Karte"

Auch der Platzverweis gegen Althaus sorgte für Diskussionen: "Für mich ist es keine rote Karte. Er trifft vor allem den Fuß. Jeder, der Fußball gespielt hat, wird mitgehen, dass das dann keine rote Karte sein muss", sagte Wörle und kündigt an, Althaus wieder aufrichten zu wollen. Die nächsten Spiele im DFB-Pokal wird der Neuzugang von 1860 München nun aber erstmal verpassen. Viel Zeit sich zu ärgern bleibt für Münster aber nicht, bereits am Mittwoch steht im eigenen Stadion schon wieder das nächste Pokalspiel an, es geht im Landespokal gegen den SSV Buer.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button