Nach roter Karte: Münsters Althaus für zwei Pokalspiele gesperrt
Das DFB-Sportgericht hat Münsters Samuel Althaus am Dienstag für zwei Pokalspiele gesperrt, nachdem der Mittelfeldspieler bei der Partie gegen den Karlsruher SC am Freitagabend die rote Karte gesehen hatte.
"Für mich ist es keine rote Karte"
Althaus war in der fünften Minute der Nachspielzeit mit offener Sohle in einen Zweikampf mit Santeri Väänänen gegangen und hatte ihn dabei am Knöchel getroffen. Schiedsrichter Florian Badstübner wertete die Aktion als grobes Foulspiel und zeigte Althaus die rote Karte. Eine Fehlentscheidung aus Sicht von Trainer Thomas Wörle: "Für mich ist es keine rote Karte. Er trifft vor allem den Fuß. Jeder, der Fußball gespielt hat, wird mitgehen, dass das dann keine rote Karte sein muss."
liga3-online.de-Experte Babak Rafati war dagegen zu einer anderen Auffassung gekommen: "Althaus trifft seinen Gegenspieler Väänänen mit den Stollen über dem Knöchel, sodass ein gesundheitsgefährdetes Foulspiel vorliegt. Man sieht auch sehr gut das Trefferbild und die schiefe Fußhaltung des Angreifers durch das Foulspiel, sodass die rote Karte eine absolut richtige Entscheidung ist. Sehr gut vom Schiedsrichter erkannt."
Auch im Landespokal nicht dabei
Weil die Sperre nicht nur für den DFB-Pokal, sondern auch für alle anderen Pokalspiele der Adlerträger gilt, verpasst Althaus am Mittwochabend auch die Landespokal-Partie gegen den SSV Buer 07/28. Auf den Ligabetrieb hat die Sperre dagegen keinen Einfluss, sodass der 20-Jährige am Sonntagabend beim Auswärtsspiel bei Viktoria Köln spielberechtigt ist.