"Vorwürfe bestätigt": DFB sperrt Erdmann für acht Wochen

Das DFB-Sportgericht hat Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken nach den Rassismus-Vorwürfen mehrerer Magdeburger Spieler für acht Wochen gesperrt, wobei er zwei Spiele bereits abgesessen hat. Außerdem muss der 31-Jährige eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro zahlen. Der FCS hat allerdings umgehend Berufung eingelegt.

DFB stützt sich auf Zeugenaussagen

Knapp zwei Stunden lang tagte das DFB-Sportgericht am Montag, nachdem die erste Anhörung am 2. September ohne endgültige Entscheidung zu Ende gegangen und vertagt worden war. Dabei sah es das Gericht als erwiesen an, dass Erdmann während der Begegnung gegen den 1. FC Magdeburg am 25. August mehrere Gegenspieler mit rassistischen Äußerungen (u.a. "Deine Eltern sollen zurück nach Ghana paddeln") beleidigt hatte. Auch das N-Wort soll mindestens einmal gefallen sein. Der Saarbrücker selbst bestreitet dies erneut: "Es waren keine leichten anderthalb Wochen. Es fällt mir immer noch nicht leicht, abends ins Bett zu gehen", wird er in einer "dpa"-Meldung zitiert. "Sie haben gesehen, dass ich kein Typ bin, der zwischen Hautfarben unterscheidet."

Stephan Oberholz, der als stellvertretender Vorsitzender des DFB-Sportgerichts die Sitzung leitete und sich vor allem auf die Zeugenaussagen von Sirlord Conteh, Leon Bell Bell und Amara Condé vom 2. September stützt, sagte zur Begründung: "Für uns haben sich die Vorwürfe in der Beweisaufnahme bestätigt. Dass der Schiedsrichter oder andere Saarbrücker Spieler die Äußerungen von Spieler Erdmann nicht wahrgenommen haben, bedeutet nicht, dass diese nicht gefallen sind." Für bewusste Falschaussagen aller Magdeburger Zeugen und einen Komplott gegen Dennis Erdmann würden keine Anhaltspunkte vorliegen, so Oberholz weiter. "Der DFB duldet grundsätzlich keinerlei Form von Rassismus und Diskriminierung auf seinen Plätzen und zeigt hier klare Kante. Deshalb war eine empfindliche Strafe auszusprechen."

Was mit dem angesprochenen Komplott gemeint ist: Der saarländische Schiedsrichter Kai-Uwe Kinne will nach eigenen Angaben beim Abschlusstraining des FCM in Saarbrücken gehört haben, wie sich Baris Atik und Amara Condé darüber ausgetauscht haben sollen, Erdmann vorsätzlich verletzen zu wollen: "Sie hatten ziemlich Spaß, alberten herum. Da sagte Atik zu Condé: 'Heute Abend treten wir dem Erdmann die Bänder durch'", wird Kinne in der "Bild" zitiert. "Ich dachte mir bei der Aussage nichts, dachte, dass sich die Spieler untereinander kennen."

FCS geht in Berufung

Um den 31-Jährigen zu entlasten, hatte der FCS mit Adriano Grimaldi, Alexander Groiß und Luca Kerber drei Spieler zur Verhandlung nach Frankfurt berufen, zudem wurde Kapitän Manuel Zeitz telefonisch zugeschaltet. Sie alle erklärten, keine rassistischen Äußerungen vernommen zu haben, obwohl sie bei Standardsituationen in der Nähe zu Dennis Erdmann gestanden hatten. "Rassismus gilt bei uns als absolutes Tabuthema und wenn ich nur annähernd so etwas auf dem Platz gehört hätte, wäre ich selbst zu Dennis gegangen und ihn gefragt, ob er noch alle Tassen im Schrank hätte", so Zeitz laut der "Bild".

Erdmann-Anwalt Horst Kletke ging "saarnews.com" zufolge vor allem auf die am 2. September getätigte Zeugenaussage von Baris Atik ein, die er als unglaubwürdig bezeichnete. So stellte er die Frage in den Raum, warum er sich beim Schiedsrichter nur über Beleidigungen wie “Hurensohn" beschwert habe, nicht aber über die rassistischen Äußerungen, die gefallen sein sollen. Ein Grund könnte sein, dass Atik beim Spiel gar nicht der Nähe des angefeindeten Magdeburgers Amara Condé stand, als die Worte gefallen waren – das soll Condé gegenüber Kletke bestätigt haben. Auch Oberholz zweifelte die Glaubwürdigkeit von Atik an: "Wir kommen zu dem Schluss, dass der Zeuge Atik nicht der Glaubwürdigste unter der Sonne ist. Das beurteilen wir an seinem Auftreten vor Gericht, TV-Bildern und den Aussagen des Zeugen Kinne."

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht, der FCS hat umgehend Berufung eingelegt, sodass es in Kürze zu einer Verhandlung vor dem DFB-Bundesgericht kommen wird. Bleibt es bei der Sperre von acht Wochen, wird der 31-Jährige wohl erst Ende Oktober wieder am Spielbetrieb teilnehmen können. Die bereits ausgesprochene Vorsperre wird dabei angerechnet, wie der DFB mitteilte. Zur Erklärung: Im Rahmen der ersten Verhandlung war Erdmann aufgrund von "hinreichenden Verdachtsmomenten" per einstweiliger Verfügung vorläufig gesperrt worden und hatte dadurch die Partien gegen Wiesbaden und Köln verpasst.

Schwere Anschuldigungen

Was war passiert? Im Nachgang der Partie am 25. August, die Saarbrücken mit 2:1 gewann, hatten Magdeburgs Sirlord Conteh und Adrian Malachowski zu Protokoll gegeben, von Erdmann während des Spiels rassistisch beleidigt worden zu sein. "Erdmann hat zu mir gesagt, ich solle mit meinen Eltern zurück nach Ghana paddeln. Und hat mich als N… bezeichnet", berichtete Conteh bei der ersten Verhandlung Anfang September. Erdmann stritt die Vorwürfe ab: "Das ist unfassbar für mich. Ich habe niemals jemanden rassistisch beleidigt und würde das auch niemals tun." Schiedsrichter Robert Kampka gab an, die rassistischen Beleidigungen nicht mitbekommen zu haben.

Der FCS hatte die Anschuldigungen "entschieden" zurückgewiesen – vor allem deswegen, weil die Vorwürfe erst nach dem Spiel geäußert worden waren, "obwohl die Bedeutung der Tragweite dieser Thematik wohl allen bewusst gewesen sein müsste". Daher "entbehren die einseitig erhobenen und nicht belegten Vorwürfe Magdeburger Spieler jeder belastbaren Grundlage", betonte der FCS und bat die verantwortlichen Vereinsgremien des 1. FC Magdeburg, "entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, dass solche unbelegbaren Vorwürfe künftig nicht mehr stattfinden". Gleichzeitig hatten die Saarländer dem FCS ein "klärendes Gespräch" angeboten, um die im Raum stehenden Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Dazu ist es bislang noch nicht gekommen. Und auch sonst scheint das letzte Wort noch lange nicht gesprochen.

Die Statements der Beteiligten im Video:

   
  • DM von 1907

    Ja, dieser Bericht ist wirklich umfassend und gut recherchiert!

  • ChemiePower

    Hoffentlich fangen die Bauern gegen uns im Derby nicht auch an zu lügen …

    • MD’ler

      Keine Angst, das lösen wir SPORTLICH, mein Wort drauf !!!

  • TM

    Langsam fragt man sich wirklich, was nur in diesem Land los ist.
    Über eindeutige Gesten und Provokationen, wie die von Atik, schaut man trotz TV-Bildern einfach hinweg.
    Auf der anderen Seite bedarf es nicht mal mehr eindeutiger Beweise, um Urteile zu fällen.

    • Gerhard Schulze

      Richter Stephan Oberholz: „Wir kommen zu dem Schluss, dass der Zeuge Atik nicht der Glaubwürdigste unter der Sonne ist

  • DM von 1907

    Dem Rassismus die rote Karte zeigen. 100 % Zustimmung! – Die rote Karte aber auch gegen eine so inkompetente und peinliche Sportgerichtsbarkeit. Dieses Urteil kann so nicht stehenbleiben!

    • Philipp Schramm

      Alles richtig, Rassismus hat nirgendwo etwas zu suchen, aber gerade Erdmann ist kein Kind von Traurigkeit. ER ist bereits mehrfach negativ aufgefallen.
      Wenn er auch nur ein Funken Anstand hätte, hätte jetzt die Gelegenheit genutzt und sich reumütig gezeigt, aber nein, er tut so, als wenn er die Unschuld vom Lande wäre.
      Andere beleidigen, aber dann wenn der eigene "A…. auf’s Grundeis" geht auch nicht den A…. in der Hose zu haben, auch mal zu zugeben, das man Sch…e gebaut hat.
      Erdmann hätte spätestens jetzt mal begreifen müsen, das es eventuell sogar um seine sportliche Zukunft geht. Ich denke, sollte das Urteil vom Bundesgericht bestätigt werden, dürfte Erdmann es schwer haben, bei anderen Vereinen unterzukommen, sollte der FCS sich von ihm trenne, was ich dann befürworten würde, um weiteren Schaden auf Vereinsebene abzuwenden.

      • Playmaker_10

        Es spielt aber keine Rolle, ob jemand schon vorher negativ aufgefallen ist. Die Verurteilung ist ein Witz. Und es mag auch sein, dass auf dem Platz ein ekelhafter Gegenspieler ist der provoziert usw. Aber das rechtfertigt nicht so eine Sperre.

  • zufinden

    Naja, mir scheinen die Journalisten haben hier Ihre Arbeit nicht ordentlich gemacht und weder die Aussagen von Oberholz noch die Aussagen der Vertreter von Erdmann und Saarbrücken in den Kontext der Verhandlung gestellt, sondern einfach nur Gründe suchen und wiederholen lassen, was alles schief gelaufen sein könnte… Wahrscheinlich haben sie keine Ahnung von Prozessrecht und wie Beweise korrekt gewürdigt werden.
    Es ist somit kaum überraschend, dass die deutlichen Erklärungen des unparteiischen Richters (insbesondere zur Glaubwürdigkeit der 4 Belastungszeugen und zur Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen) in den Bericht praktisch gleichgesetzt werden mit den immer noch unbegründeten Vorhaltungen und Schutzbehauptungen von parteiischem Verteidiger und Pressesprecher „die (=alle) Zeugen“ seien unglaubwürdig und es läge eine Verschwörung vor.

    Übrigens sind diese wiederholt jedem offenen Mikrofon mitgegebenen unbegründeten Behauptungen von Saarbrücker Seite jedesmal mit der Unterstellung verbunden, die rassistisch beleidigten Spieler sollen mal nicht so tun…
    Und das ist der eigentliche Skandal: Anstatt (jetzt nachdem soviel schief gelaufen ist) mal ruhig das Verfahren abzuwarten und dann eben auch in Berufung zu gehen, muss immer nochmal und nochmal nachgekartet werden, sogar wenn alle Fakten dagegen sprechen. Der FCS hat es wirklich nicht verstanden und auch die wiederholte Schutzbehauptung der Verantwortlichen, dass es beim FCS keinen Rassismus gäbe (was für eine hanebüchene Behauptung?!), dieses vergiftete Gesprächsangebot über die Zeitung ohne direkt den anderen Verein zu kontaktieren und alle anderen Wortmeldungen aus dieser Ecke sind absolut daneben. Da ist nicht nur der falsche amateurhafte Pressesprecher am Werk, da scheinen insgesamt Hopfen und Malz verloren.

    Wenn man jedenfalls den Ausführungen des Richters folgt (also die bekannten Tatsachen und Fakten berücksichtigt), dann ist die Verurteilung korrekt.
    Ein Berufungsgericht wird sich sehr schwer tun, einen Fehler zu finden.

  • gwisdek

    Hier fällt Erdmann sein über Jahre hart erarbeiteter Ruf als unsportlicher Spieler auf die Füße. Nach Jahren in denen es immer wieder von allen Seiten Vorwürfe gegen ihn gab und nie etwas passiert ist, mag das dem einen oder anderen sicher ein kleines bisschen Genugtuung geben.

    Das Urteil ist unter diesen – nach aussen kommunizierten – Umständen sicherlich fragwürdig und angreifbar. Vor einem regulären Gericht wäre Erdmann mit dieser "Beweislage" wahrscheinlich nicht verurteilt worden. Evtl wissen wir auch nicht alles? Der FSC geht selbstverständlich und völlig zu Recht in Berufung aber wenn ein Fußballfans EINS vom DFB weiß, ist es, dass dieser eigene Fehler und keinen Umständen eingesteht und seltsames Verhalten unter Umständen stur durchzieht. Daher seh ich 0 Chance einer Revision.

    Herr Erdmann, wären in den letzten Jahren nicht zahlreiche Anschuldigungen gegen Sie laut geworden, hätte der DFB dieses Urteil so nicht gefällt (fällen können), Das nennt man wohl späte Bestrafung

    • zufinden

      Naja, mir scheint die Journalisten haben hier Ihre Arbeit nicht ordentlich gemacht und weder die Aussagen von Oberholz noch die Aussagen der Vertreter von Erdmann und Saarbrücken in den Kontext der Verhandlung stellen, sondern einfach nur Gründe suchen und wiederholen lassen, was alles schief gelaufen sein könnte…
      Es ist somit kaum überraschend, dass die klaren Erklärungen des unparteiischen Richters (insbesondere zur Glaubwürdigkeit der 4 Belastungszeugen und zur Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen) praktisch gleichgesetzt werden mit den immer noch unbegründeten Vorhaltungen und Schutzbehauptungen von parteiischem Verteidiger und Pressesprecher „die Zeugen“ (=alle) seien unglaubwürdig und es läge eine Verschwörung vor.
      Übrigens sind diese wiederholt jedem offenen Mikrofon mitgegebenen unbegründeten Behauptungen von Saarbrücker Seite jedesmal mit der Unterstellung verbunden, die rassistisch beleidigten Spieler sollen mal nicht so tun…
      Und das ist der eigentliche Skandal: Anstatt einfach das Verfahren abzuwarten und dann eben auch in Berufung zu gehen, muss immer nochmal und nochmal nachgekartet werden, sogar wenn alle Fakten dagegen sprechen. Der FCS hat es wirklich nicht verstanden und auch die wiederholte Schutzbehauptung der Verantwortlichen, dass es beim FCS keinen Rassismus gäbe (was für eine hanebüchene Behauptung?!), dieses vergiftete Gesprächsangebot über die Zeitung ohne direkt den anderen Verein zu kontaktieren und alle anderen Wortmeldungen aus dieser Ecke sind absolut daneben. Da scheinen Hopfen und Malz verloren.

      Wenn man den Ausführungen des Richters folgt (also die bekannten Tatsachen und Fakten berücksichtigt), dann ist die Verurteilung korrekt.
      Ein Berufungsgericht wird sich sehr schwer tun, einen Fehler zu finden.
      Aber man weiß ja nie, denn vor Gericht und auf hoher See…

    • Philipp Schramm

      Ich gebe dir in fast allen Punkten Recht, außer beim Standpunkt, dem du einem "regulärem" Gericht stellst.
      ich denke schon, das auch ein "reguläres Strafgericht" Herrn Erdmann verurteilt hätte. Die Gegenseite, (sprich der FCS) hat keine eindeutigen Gegenbeweise liefern könne, außer einige Spieler, die nur gesagt haben, sie hätten nichts dergleichen von Erdmann gehört.

      Kurioserweise wurden diese "Zeugen" erst jetzt in der 2. Verhandlung vom FCS "aus dem Ärmel gezogen".

      In meinen Augen versucht der FCS sich hier einfach aus der Schlinge zu ziehen.
      Das Ganze erinnert mich an den Fall Daniel Frahn, der damals beim Chemnitzer FC gespielt hatte. Auch dort hatten sowohl Spieler, als auch Verein immer wieder beteuert, es würde keinen Rassismus geben. Wie das Verfahren damals ausgegangen war, wissen wir alle.
      Ähnlich wird es jetzt beim Fall Erdmanm und dem FCS laufen.

      Ich kann dem FCS nur raten, sollte die Berufung abgelehnt werden, sich schnellstmöglichst von Herrn Erdmann zu trennen. Nur so können sie weiteren Schaden zu Lasten des Vereines abwenden.

      • Betze97

        Beim Fall Daniel Frahn war die ganze Geschichte noch eindeutiger. Er hatte ein Shirt hochgehalten mit dem er einen verstorbenen rechtsradikalen Hoolgian von Chemnitz huldigte. Zudem war er mehrfach mit rechten Ultras und Hools aus Chemnitz unterwegs. Umso mehr hat es mich damals verwundert, dass er zu Babelsberg gewechselt ist…

      • anteater

        Und im Falle Frahn war mir als entschiedener Gegner von Faschos sofort klar, dass der keiner ist, sondern schlichtweg und gelinde gesagt nicht die hellste Kerze auf der Torte. Das mit dem Vorwurf, er sei mit den widerlichen Hools aus Chemnitz unterwegs gewesen, das konnte der CFC nie belegen. Vor dem Arbeitsgericht hatte Frahn dann folgerichtig auch gewonnen.

  • Mülli

    Jemanden ohne Beweise zu verurteilen ist mindestens fragwürdig. Auch wenn viel es Erdmann zutrauen, so ist gar nichts bewiesen. Dieses Urteil ist geradezu exemplarisch, für die Inkompetenz des DFB.

    • zufinden

      Nur zur Information: eine Zeugenaussage IST ein Beweismittel.
      Hier gibt es DREI Zeugen mit entsprechender Glaubwürdigkeit und jeweils glaubhaften gleichlautenden Aussagen.

      Ok, die Erde ist eine Scheibe, hat mir noch nie jemand das Gegenteil bewiesen!

      • DM von 1907

        Nur zur Information: Drei voneinander nicht unabhängige Zeugen machen widersprüchliche Aussagen. Das hätte so als Beweismittel nie zum Tragen kommen dürfen!

      • Philipp Schramm

        Die Aussagen waren NICHT widersprüchlich, sie waren jeweils anders,
        Du glaubst doch nicht, das D. Erdmann alle gleich und zur gleich Zeit beleidigt hat. Das wird zu unterschiedlichen zeiten im Spiel gewesen sein, wo jeweils nur der entsprechende Spieler und Erdmann anwesend waren.
        Daher auch diese unterschiedlichen Aussagen, die aber nach Angaben des Gerichtes absolut glaubwürdig erschienen.
        Das Gericht hat ja auch die Aussagen des Shiedrichters und der Entlastungszeugen nicht als Falschausagen eingestuft, da das Gericht davon ausging, das sie nur das geschildert haben, was zu jeweiligen Tatzeit zugange war. Und da anscheinend weder Temakollege, noch Schiedrichter anwesend waren, wärend der Taten, konnten sie auch nichts dazu sagen, Fertig.

        Das Einzige, was man den jeweiligen Spielern anlasten könnte wäre, warum sie das nicht sofort gemeldet haben, ebtweder bei eigenem Trainer, oder beim Schiedrichter.

      • DM von 1907

        Doch, waren sie, aber das Gericht hat darüber hinweggesehen.

        Und dann dieses: "Richter Oberholz gab zu Protokoll, dass er die Aussagen der Zeugen Rudi Bommer und des Schiedsrichters, der mitgehört hatte, dass Magdeburger Spieler Dennis Erdmann übel mitspielen wollten, als wahrhaftig
        betrachtete."

        Wenn dem so ist: Warum sind diese Erkenntnisse dann nicht in das Urteil eingeflossen? Ich hoffe sehr, dass dem DFB dieses Fehlurteil noch kräftig auf die Füße fällt.

      • Philipp Schramm

        Die Aussagen waren NICHT widersprüchlich.
        Jeder Spieler hat nur das ausgesagt,was er von Erdmann zu hören bekommen hat,. lediglich die Aussage von Atik wurde als unglaubwürdig eingestuft, hatte aber bei der Urteilsfällung wenig Bewandnis.
        Wohlmöglich hat sich das Gericht auch mit der Vergangenheit von Erdmann befasst und ist zu dem Entschluss gekommen, hier muss man endlich mal eingreifen.
        Außerdem hat der Richter in seinem Interview auch gesagt, das der Schiedrichter eine Szene zwischen Erdmann und einem der Magdeburger Spieler beobachtet hatte, das Erdmann über dem Spieler hing und ihm irgendetwas zusagte, er (Schiedrichter) es auf Grund der noch zu großen Entfernung nicht hören konnte, was Erdmann dem Spieler sagte.

      • DM von 1907

        Du wiederholst dich – und drückst dich um meine entscheidende Frage herum.

        Außerdem hat der Richter in seinem Interview auch gesagt, das der
        Schiedrichter eine Szene zwischen Erdmann und einem der Magdeburger
        Spieler beobachtet hatte, das Erdmann über dem Spieler hing und ihm
        irgendetwas zusagte, er (Schiedrichter) es auf Grund der noch zu großen
        Entfernung nicht hören konnte,
        was Erdmann dem Spieler sagte.

        Wahnsinn! Das hieße dann Verurteilung aufgrund einer unbekannten Aussage. DFB-Gerichtsbarkeit eben.

      • Mülli

        Völlig richtig. Es gab „entsprechende“ Zeugenaussagen, die sich widersprochen haben und einer „entsprechenden“ Glaubwürdigkeit nicht Genüge getan haben. Fall nicht von deiner Scheibe!

  • Detlef Heins

    Am Ende Verlierer auf beiden Seiten. Erdmann trifft es natürlich hart. Ist ihm zu zutrauen, aber wirklich bewiesen ist für mich nichts.

  • Sterneneisen

    Ein Geschmäckle bleibt, weil es keine unumstößlichen Beweise gibt. Sehr wahrscheinlich trifft es den richtigen, und vermutlich wurde diese Aussagen getätigt. Alleine das reicht aber vor Gericht natürlich nicht aus. Irgendwo typisch DFB…

  • Schokofan

    Auf mich wirkt das schon etwas zweifelhaft .Einige Spieler rotten sich zusammen und behaupten er hätte sie rassistisch beleidigt, aber weder andere Mitspieler noch der Schiri hat davon irgendetwas mitbekommen.

    • Philipp Schramm

      Auch ein Herr Erdmann wird nicht so "blöd" sein, seine "Beleidigungen" direkt neben dem Schiedrichter bzw. den eigenen Mitspielern abzugeben.
      Es kann jan durchaus sein, das er das den jeweiligen Spielern nur leise gesagt hat, bzw, als diese durch ein Foulspiel eh am Boden lagen.
      Sieht man ja oft genug, das dem "Gefoulten" dann irgendwas zugeflüchtert wird.

      • DM von 1907

        Ja, es kann sein und es kann auch nicht sein! Merkst du wirklich nicht, dass solche Mutmaßungen und Ungenauigkeiten niemals zur Grundlage eines Urteilsspruchs werden können?

      • Philipp Schramm

        Du merkt einfach nicht, das es darauf ankommt, wem man mehr Glauben schenkt vor Gericht, wer seine Aussagen glaubhafter abgibt.
        Die Aussagen der Magdeburger Spieler, mit Ausnahme der von Atik, hatte der Richter aber auch gesagt, das seine Aussage nicht mit dem Urteil zu tun hatte, waren anscheinend glaubwürdiger, als die der Entlastungszeugen.

        Wenn man dem Richter im Interview genau zuhört, hat er sogar eine Szene beschrieben, als ein Magdeburger Spieler am Boden lag, D. Erdmann hinzukam, sich über ihn beugte und irgendetwas zum Magdeburger Spieler gesagt habe. Er selbst (Schiedrichter) war aber noch zu weit entfernt, um hören zu könne, was Erdmann gesagt habe.
        Gut möglich, das zu diesem Zeitpunkt einer der Magdeburger Spieler gerade rassistisch beleidigt wurde.

        Meiner Meinung nach trifft es mit Erdmann endlich mal den Richtigen.

      • DM von 1907

        Gut möglich, das zu diesem Zeitpunkt einer der Magdeburger Spieler gerade rassistisch beleidigt wurde.

        Und das ist dann Grundlage für ein Urteil? – Ohne Worte.

      • FCSler

        "Meiner Meinung nach trifft es mit Erdmann endlich mal den Richtigen."

        Alle deine Kommentare (und es sind einige) gehen in die gleiche Richtung. Du magst den Erdmann nicht, deswegen hat er es verdient. Die vielen, vielen Ungereimtheiten werden geflissentlich ignoriert.

        Kann ich mir (als FCS Fan) vorstellen, dass Erdmann den Paddelspruch gebracht hat? Ja kann ich, und wenn es so ist muss der Verein ihn rauswerfen. Aber da es hier um seine berufliche Existenz als Profifussballer geht, muss das zweifelsfrei bewiesen sein. Und das ist nach allen vorliegenden Fakten und Aussagen nunmal definitiv nicht der Fall. Im Gegenteil, die Ungereimtheiten werden nur mehr. Diese Ansage von Atik im Magdeburger Training, dass man Erdmann am Abend "die Bänder durchtreten" will, lässt aufhorchen, zumal er es später war, der den Rassismus-Ball mit dem Bild-Interview ins Rollen brachte. Sogar der MD-Physio sagte den Spielern offensichtlich, dass sie mal halblang machen sollen mit ihren Aussagen.

        Das und all die anderen Aussagen rechtfertigen für mich derzeit das Urteil über Erdmann nicht. Die Begründung des Richters ist für mich gar ein Witz.

  • Peter Lustgarten

    Finde es amüsant wie die Saarbrücken Fans ihren Herr Erdmann verteidigen. Hat man damals in Rostock auch gemacht bis Herr Erdmann sein wahres Gesicht gezeigt hat. Ich spreche aus Erfahrung das Herr Erdmann sehr gerne manipuliert und sich in die Opferrolle drängt und ein auf unschuldig macht aber so unschuldig ist Herr Erdmann aber nicht aber das werden die Saarbrücker auch noch lernen und checken.

    Hat definitiv den richtigen getroffen!

    • Mannix2000

      Ich glaube, die meisten, die hier Partei für Erdmann ergreifen, sind keine Fans des FCS. Es geht darum, mit welchen Beweisen hier "Recht" gesprochen wurde. Im Prinzip steht hier Aussage gegen Aussage, und der Schiedsrichter kann als Unabhängiger auch nichts sagen. Und das es bei Erdmann eine Vorgeschichte gibt, ist auch kein Argument. Dann könnte man bei einem Einbruch auch sagen " verhaften Sie die üblichen Verdächtigen". Ich glaube schon, das Erdmann ein Trashtalker ist, nur man muss es auch annähernd zweifelsfrei beweisen.

      • DM von 1907

        Im Prinzip steht hier Aussage gegen Aussage

        Schon unter diesem Vorzeichen ist eine Verurteilung eigentlich unmöglich. Aber es ist ja noch viel heftiger: Die Aussagen der Belastungszeugen widersprechen sich teilweise erheblich.

        Und Atik als Zeuge ist für mich absolut unglaubwürdig. Trotz Erdmann dunkler Vergangenheit in dieser Hinsicht: Dieses Urteil ist ein Skandal !

      • Philipp Schramm

        Nur weil ein Zeuge unglaubwürdig wirkt, muss es nicht zwangsläufig ein Freispruch werden. Die beiden anderen Belastung Zeugen waren dann wohl glaubhafter, als die Entlastungszeugen.

        Was die unterschiedlichen Aussagen angeht, kann es ja wohl auch sein, das Erdmann die Beleidigungen zu unterschiedlichen Zeiten getätigt hat, wo die anderen Belastungszeugen nicht dabei waren. Daher wohl auch die unterschiedlichen Aussagen, weil jeder der Belastungszeugen anderweitig beleidigt wurde.

      • zufinden

        Wenn der Einbrecher mit Hilfe von 3 glaubwürdigen Zeugen mit gleichlautenden glaubhaften Aussagen überführt wird, würden Sie sagen, dass ist ungerecht? Ernsthaft?

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