Münster überrumpelt: "Waren von Anfang an nicht im Spiel"

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Nachdem der SC Preußen Münster in der Vorwoche Tabellenschlusslicht Aalen mit 4:0 nach Hause schickte, wollten die Adlerträger gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten FC Energie Cottbus nachlegen. Doch die Antwerpen-Elf verschlief die Anfangsphase komplett und ging am Ende mit 0:3 baden.

Münsters Plan nach nur drei Minuten dahin

Ein frühes Tor in der Anfangsphase, drei Stück in der zweiten Hälfte: Das Spiel gegen den VfR Aalen gab Marco Antwerpen wenig Anlass für personelle Wechsel. Mit der exakt selben Elf wie am letzten Spieltag sollte auch der FC Energie Cottbus in die Knie gezwungen werden: "Wir haben gut gegen Aalen gespielt, es gab keinen Grund, etwas zu ändern", erklärte der Trainer im Anschluss an die Partie bei "Magenta Sport". Das Problem: Diesmal fanden sich die Adlerträger am anderen Ende eines überfallartigen Blitzstarts wieder.

Nur drei Minuten brauchte der FC Energie Cottbus, um den Matchplan des SC Preußen Münster über den Haufen zu werfen. Ein wenig Glück war dabei: Einen von Dimitar Rangelov geschossenen Freistoß fälschte die Mauer unhaltbar gegen die Laufrichtung von Keeper Schulze Niehues ab, wenig später setzte Streli Mamba den zweiten Treffer oben drauf (7.). Als Daniel Bohl auch noch den dritten Treffer (26.) erzielte, war die Partie quasi schon gelaufen: "Da kann man schon sagen, dass es recht schwierig ist zurückzukommen. Wir brauchen zu lange, um uns von so was zu erholen", kritisierte Marco Antwerpen gegenüber dem vereinseigenen Sender. Die erste Hälfte lief quasi komplett an seiner Mannschaft vorbei. Auch, weil der Gegner ordentlich Selbstvertrauen aus den frühen Toren schöpfte: "Wenn du so einen Einstieg in die Partie hast, das tut unheimlich gut. Cottbus wusste, was das für eine wichtige Partie ist. Das Publikum ist dann auch da."

"Wir wollten uns nicht aufgeben"

Das galt allerdings weniger für die Preußen, die es dem Gegner mitunter viel zu einfach machte, sich Chancen zu erspielen: "Wir waren von Anfang an nicht im Spiel", ärgerte sich Simon Scherder: "Wenn wir so verteidigen gibt es nichts zu holen, ist ja klar." Und auch in der Offensive um Rückkehrer Martin Kobylanski, der früher selbst für Cottbus auf Torejagd ging, funktionierte dieses Mal nur wenig: "Wir haben es versucht, sind angelaufen, haben auch Sachen richtig gemacht“, fand der Standardspezialist der Preußen: "Aber im Endeffekt hat die Durchschlagskraft gefehlt."

In der zweiten Hälfte kamen die Adlerträger zwar zu vereinzelten Chancen in der gegnerischen Hälfte, einen Treffer bekam die Antwerpen-Elf allerdings nicht mehr zustande. Doch zumindest fing sich der mittlerweile Tabellenachte auch keinen weiteren Gegenschlag mehr. Ein schwacher Trost: "Wir wollten uns nicht aufgeben. Aber im Endeffekt haben wir es nicht geschafft, uns Chancen herauszuarbeiten", bilanzierte Scherder.

Viel Zeit für eine Aufarbeitung des Spiels bleibt auch nicht: "Es ist schwierig, wir sitzen jetzt lange im Bus und haben nicht die Regenerationszeit", so Antwerpen. Schon am Dienstag steht das nächste schwere Spiel gegen den F.C. Hansa Rostock an.

 

   
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