Ruschke über Abschied: "Hätte mir einen anderen Umgang gewünscht"

Mit emotionalen Worten hat sich Felix Ruschke von den Fans des F.C. Hansa Rostock verabschiedet. Der 23-Jährige, der ein Angebot zur Verlängerung abgelehnt hatte, deutete dabei an, dass die Trennung nicht ausschließlich sportliche Gründe hatte. Nach mehr als 15 Jahren im Verein hätte er sich "an der einen oder anderen Stelle einen anderen Umgang gewünscht".

Nicht nur sportliche Gründe

In einem Instagram-Post blickt der gebürtige Güstrower auf seine lange Zeit bei den Hanseaten zurück. Bereits 2010 war Ruschke in den Nachwuchs des FCH gewechselt und schaffte später den Sprung in die Profimannschaft. "Dass dieser Traum in Erfüllung ging, macht mich unfassbar stolz und glücklich", schreibt der Außenverteidiger. Der Abschied falle ihm entsprechend schwer. "Hansa begleitet mich seit meinem 7. Lebensjahr, und war und ist über all die Jahre ein riesiger Teil meines Lebens", erklärt Ruschke.

Besonders aufhorchen lässt seine Kritik an den Vorgängen hinter den Kulissen: "Nach so vielen Jahren im Verein hätte ich mir in den vergangenen Monaten an der einen oder anderen Stelle einen anderen Umgang gewünscht“, schreibt der 23-Jährige. Es habe "einige Dinge" gegeben, die ihn nachdenklich gemacht hätten und letztlich auch seine Entscheidung beeinflusst hätten, den Verein zu verlassen. Damit deutete Ruschke an, dass hinter seinem Abschied mehr steckt als eine reine sportliche Entscheidung. Konkrete Hintergründe nannte der Verteidiger allerdings nicht.

"Unglaublich dankbar"

Doch insgesamt überwiegt in seinem Abschiedspost aber die Dankbarkeit: "Ich bin unglaublich dankbar für die vielen Jahre im Nachwuchs und bei den Profis, für alles, was ich hier erleben und lernen durfte." Besonders hebt der 23-Jährige die Unterstützung der Fans hervor. Zu den prägendsten Momenten seiner Laufbahn zählte er seinen ersten Profivertrag, das Debüt sowie sein erstes Tor im Ostseestadion. "Das sind Erinnerungen, bei denen ich heute noch Gänsehaut bekomme.

Trotz der kritischen Töne verabschiedet sich Ruschke ohne nachzutreten. Er werde Hansa "immer in sich tragen" und den weiteren Weg des Klubs verfolgen. "Ich wünsche dem Verein für die Zukunft nur das Beste", schreibt der Verteidiger – und lässt die Tür für eine mögliche Rückkehr offen: "Wer weiß, vielleicht kreuzen sich die Wege ja irgendwann nochmal wieder."

   

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