Manu nimmt Beschimpfungen gelassen: "Relativ egal"

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Unschöne Szenen nach dem Auswärtsspiel des Halleschen FC bei Carl Zeiss Jena am Dienstagabend. Als die HFC-Spieler auf dem Weg in die Kabine waren, ist Braydon Manu von einigen Jenaer Anhängern rassistisch beleidigt worden. Doch der 21-Jährige nimmt die Beschimpfungen gelassen.

"Konnte sehr gut schlafen"

Es waren unschöne Worte, die sich Manu unmittelbar nach dem 3:0-Auswärtssieg von einigen FCC-Fans auf der Haupttribüne anhören musste – unter anderem wurde er als "schwarze Sau" beschimpft. Äußerungen, die am Flügelflitzer des Halleschen FC aber abprallten: "Die Reaktion solcher Fans ist doch ein Zeichen, dass ich ein ganz gutes Spiel gemacht", zeigt sich der 21-Jährige in der "Bild"-Zeitung selbstbewusst. "Am Ende war es mir relativ egal, was die machen", betont Manu, denn wichtig war nur eine Sache: "Wir haben die drei Punkte und ich konnte sehr gut schlafen."

Damit dürfte die Sache abgehakt sein, zumal sich der FC Carl Zeiss Jena bereits am Mittwoch bei Manu entschuldigte. "Rassismus hat beim FCC keinen Platz – auf und neben dem Platz. Dafür setzen wir uns seit Jahren ein, und dafür stehen wird", betonte Jena-Geschäftsführer Chris Förster.

DFB prüft Vorfall

Offen ist allerdings noch, ob der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in dieser Angelegenheit ermitteln wird. Nach Informationen von liga3-online.de prüft der Kontrollausschuss derzeit, ob ein Ermittlungsverfahren gegen Carl Zeiss Jena eingeleitet wird. Der FSV Zwickau musste für einen ähnlichen Vorfall im Oktober 2016 eine Strafe in Höhe von 13.000 Euro zahlen.

   
  • Daniel M.

    Solche Dinge werden in frustsituationen gesagt. Mich würde es auch nicht stören, als weiße sau beschimpft zu werden.
    Daraus einen Skandal zu machen, halte ich für falsch. Aber wir sind ja auch in Deutschland.

    • karl

      bist wohl noch sehr jung ….oder ?

      • Daniel M.

        Höchstwahrscheinlich älter als du. Lediglich nicht verblendet und selbstdenkend

    • Tobi

      Deine Toleranz in allen Ehren … Aber es gibt Grenzen

      • Daniel M.

        Genau. Und die setzt nicht der Mainstream. Egal….Fußball ist Fußball.

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