Ismaik kritisiert TSV 1860 für Fan-Sanktionen

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© imago/Simon

Weil Fans des TSV 1860 beim Heimspiel gegen Hansa Rostock eine Pyroshow gezündet hatten, verhängte der Verein für zwei Spiele ein Fahnen- und Trommelverbot. Eine Maßnahme, die bei Investor Hasan Ismaik auf Unverständnis stößt.

"Nicht in meinem Interesse"

Auch wenn das Derby gegen die SpVgg Unterhaching anstand: In der Löwen-Fankurve waren am Dienstagabend weder Zaunfahnen, noch Schwenkfahnen zu sehen. Zudem verzichteten die Fans aus Protest auf einen Vorsänger. Investor Hasan Ismaik kritisierte das Vorgehen des Vereins in einer Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite: "Sanktionen sind für unseren propagierten Weg der Gemeinsamkeit kontraproduktiv. Ich denke, die verantwortlichen Personen sollten noch einmal in sich gehen und für das nächste Heimspiel gegen Meppen von diesem Verbot Abstand nehmen."

Der Jordanier betont: "Die Fans zu bestrafen, die uns Herz, Zeit und Geld schenken, ist nicht in meinem Interesse. Jedoch sollte jeder Löwen-Fan auch wissen, dass Pyrotechnik uns finanziell schadet. Was ich sagen will: Ich bin für einen Dialog und gegen Kollektivverbote!"

Ismaik bezieht Stellung

Darüber stellte Ismaik klar: "Es gab von meiner Seite nie den Auftrag, ein Foto auf der Webseite des Vereins zu bearbeiten." Der Hintergrund: Die Löwen hatten nach dem Spiel gegen Aalen auf ihrer Homepage ein kritisches Ismaik-Plakat, das ein Fan hochgehalten hatte, wegretuschiert. "Ich stehe für Meinungsfreiheit in der Löwen-Familie, solange es in einem gewissen Rahmen bleibt", so der Löwen-Investor.

 

   
  • anteater

    Na ja, die von Herrn Ismaik beauftragte PR-Agentur muss ja auch einen gewissen Tätigkeitsnachweis erbringen. Dass es unter den Fans kaum jemanden interessiert, was diese Agentur raushaut bzw. es bei den allermeisten keine Wirkung zeigt, geschenkt.

    Gestern las ich hingegen, dass Herr Ismaik etwa 15% des Budgets der Profiabteilung an Zinsen kassiert, da er einen deutlich nicht marktüblichen Zinssatz für sein "Investment" bekommt. Wie die PR-Agentur das wohl verkaufen würde, erwähnten sie es?

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