Hansa steigt in die 3. Liga ab – Wiesbaden spielt Relegation

Nach dem VfL Osnabrück steht mit dem F.C. Hansa Rostock der zweite direkte Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Am finalen Spieltag unterlag die Kogge gegen den SC Paderborn vor heimischer Kulisse trotz Führung mit 1:2 und kassierte damit die sechste Niederlage in Folge. In der Schlussphase musste die Partie für 25 Minuten unterbrochen werden, nachdem Hansa-Fans Raketen auf den Platz geschossen hatten. Für den SV Wehen Wiesbaden geht es trotz einer 1:2-Niederlage gegen FC St. Pauli in die Relegation gegen den SSV Jahn Regensburg (24. und 28. Mai).

Nach zwei Spieltagen noch Erster

Lange neun Jahre hatte Hansa nach dem letzten Abstieg aus der 2. Liga in der Saison 2011/12 um die Rückkehr in die 2. Liga gekämpft, nun geht es nach nur drei Spielzeiten im Bundesliga-Unterhaus wieder nach unten – zum dritten Mal nach 2010 und 2012. Gleich 22 Mal mussten sich die Norddeutschen in dieser Saison geschlagen geben, und damit so häufig wie kein anderer Zweitligist. Zudem gelangen gerade mal 30 Tore, was zusammen mit dem VfL Osnabrück den schwächsten Angriff der Liga bedeutet. Vor allem auswärts präsentierten sich die Rostocker schwach und konnten lediglich drei von 17 Spielen gewinnen – bei 10:30 Toren.

Dabei hatte die Saison zunächst gut begonnen. Nach zwei Siegen zum Auftakt grüßte Hansa als Tabellenführer. Problem: In den folgenden 14 Partien ging der FCH nur noch zwei weitere Male als Gewinner vom Platz, was Rostock noch vor Ende der Hinrunde in die Abstiegszone beförderte und Trainer Alois Schwartz kurz vor der Winterpause den Job kostete. NLZ-Chef Uwe Speidel übernahm interimsweise, musste im letzten Spiel des Jahres jedoch eine 0:3-Niederlage in Paderborn hinnehmen, die von schweren Randalen einiger Hansa-Fans überschattet worden war. Noch vor Weihnachten stellte Hansa mit Mersad Selimbegovic den neuen Chefcoach vor.

Dritter Abstieg aus der 2. Liga

Doch auch unter dem 42-Jährigen kamen die Rostocker im neuen Jahr nicht vom Fleck und konnten nur eines der ersten sieben Spiele für sich entscheiden. Mit drei Siegen aus vier Partien wuchs anschließend die Hoffnung auf den Klassenerhalt, zumal Rostock zu diesem Zeitpunkt auf einem Nicht-Abstiegsplatz stand. Doch seitdem verlor Hansa alle sechs Spiele und steigt zum dritten Mal nach 2010 und 2012 aus der 2. Liga ab.

Damit steht die Kogge einmal mehr vor einem Neuanfang in der 3. Liga. Sportdirektor Kristian Walter wurde vor zwei Wochen bereits freigestellt und durch Ex-Hansa-Profi Amir Shapourzadeh ersetzt, auch für Selimbegovic, der eine Job-Garantie bis zum Saisonende erhalten hatte, dürfte es ab Sommer nicht mehr weitergehen. Im Kader kündigt sich ebenfalls ein großer Umbruch an, Spieler wie Júnior Brumado, Svante Ingelsson und Juan-José Perea dürften nicht zu halten sein. Für Hansa steht nun das elfte Jahr in der 3. Liga seit 2010 an – und das, obwohl die Kogge nach der Wende stets in der Bundesliga und der 2. Liga vertreten war. Nach dem ersten Abstieg in die 3. Liga gelang die sofortige Rückkehr, beim letzten Mal hingegen dauerte es lange zehn Jahre, bis Hansa wieder Zweitligist war.

Wiesbaden in der Relegation

Die Relegationsspiele gegen den SSV Jahn Regensburg bestreitet nun der SV Wehen Wiesbaden, der zum Saisonabschluss mit 1:2 gegen Aufsteiger FC St. Pauli verlor. Das Hinspiel findet am Freitag, den 24. Mai um 20:30 Uhr im Jahnstadion statt, ehe die endgültige Entscheidung am Dienstag, den 28. Mai um 20.30 Uhr in der Brita-Arena fällt. Sollte der SVWW absteigen, wären die Hessen nach nur einem Jahr zurück in der 3. Liga.

   

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