Grimaldi zum KFC Uerdingen? Ablöse-Poker läuft offenbar

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Nachdem am vergangenen Freitag das Interesse des KFC Uerdingen an Adriano Grimaldi von 1860 München durchgesickert war, scheint es nun konkreter zu werden.

600.000 Euro?

Am frühen Montagmorgen trat der KFC Uerdingen die Reise ins Trainingslager nach Belek an, Grimaldi war nicht dabei. Doch das könnte sich in Kürze ändern. Wie die "TZ" in Erfahrung gebracht haben will, soll der Wechsel des Stürmers zum Aufsteiger bevorstehen, demnach würden derzeit die Verhandlungen bezüglich der Ablösesumme laufen. Im Raum stehen angeblich 600.000 Euro – eine Summe, die das Online-Portal "dieblaue24" am Freitag aufgerufen hatte. Ob der KFC eine solchen Betrag jedoch auf den Tisch legen wird, scheint fraglich. Denn auch wenn der Aufsteiger mit Investor Mikhail Ponomarev einen zahlungskräftigen Finanzgeber im Hintergrund hat: Der 44-Jährige ist nicht dafür bekannt, horrende Summe für Spieler-Verpflichtungen zu zahlen – zumindest bisher nicht.

"Er will den Verein verlassen"

Klar ist derweil: "Adi hat letzte Woche in einem Gespräch ganz klar bekräftigt, dass er den Verein verlassen will", bestätigte Sportchef Günter Gorenzel laut der "Abendzeitung" am Montagmittag. Man wolle nun abwarten, wie sich das Ganze in den nächsten Tagen entwickeln werde, so Gorenzel. Dass der Angreifer, der erst vor Saisonbeginn einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat, mit seiner aktuellen Situation bei 1860 unzufrieden ist, war zuletzt bereits bekannt geworden. Denn während Grimaldi zu Saisonbeginn noch gesetzt war, kam er in drei der letzten vier Spielen vor der Winterpause nur von der Bank. Seit Oktober gelang dem 27-Jährigen zudem nur ein Treffer, seine übrigen zehn Scorerpunkte sammelte er zwischen dem 2. und 10. Spieltag.

Stürmer hält sich bedeckt

Dennoch hatte Gorenzel am Freitag klargestellt, dass ein Verkauf aus sportlichen Gründen kein Thema sei. "Wenn dann nur wirtschaftlich", so der 47-Jährige, der gleichzeitig aber nicht zulassen will, "dass sich Spieler wegstreiken. Wir lassen uns von keinem Berater und keinem Spieler erpressen." Grimaldi selbst hielt sich gegenüber der "tz" zu einem möglichen Wechsel nach Uerdingen bedeckt: "Ich will mich aktuell nicht äußern, erst wenn es was zu sagen gibt." Das könnte in Kürze der Fall sein. Ob der TSV 1860 im Falle eines Abgangs einen Ersatz verpflichten würde, ließ Gorenzel offen: "Wir müssen schauen, ob was zustande kommt."

   

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