Re-Start oder Abbruch? Differenzen werden immer größer

Während der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga nach dem "Go" der Politik schon am übernächsten Wochenende wieder aufgenommen wird, gibt es für die 3. Liga noch kein konkretes Datum für einen Re-Start. Derweil werden die Differenzen zwischen den Klubs immer größer. Der DFB steht vor einer Herkulesaufgabe.

Wettkampf-Verbot in zwei Bundesländern

Seit Wochen ist sie unübersehbar: die Spaltung der 3. Liga. Eine Entwicklung, die DFB-Vizepräsident Peter Frymuth zuletzt als "schädlich für die gesamte Liga" bezeichnete. Während die Befürworter einer Saison-Fortsetzung – und die sind derzeit in der Mehrheit – alles daran setzen, dass der Ball wieder rollen kann, bringen die Gegner immer wieder neue Argumente vor, warum es nicht weitergehen kann. Zunächst wurde über eine mögliche Sonderrolle des Fußballs, dann über sportliche Gründe, etwa mit Blick auf die ungleichen Trainingsbedingungen, und zuletzt über moralische Aspekte diskutiert. In dieser Woche gaben die Befürworter eines Abbruchs nacheinander zu Protokoll, warum sie das hygienische Konzept von DFB und DFL nicht umsetzen können und verwiesen darauf, dass sie weiterhin nicht trainieren können.

Am Mittwochabend erklärten Halle, Magdeburg und Jena schließlich, dass sie nach wie vor keine Perspektive für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs sehen. Denn während in Thüringen bis zum 25. Mai sämtlicher Wettkampfbetrieb untersagt wurde, darf in Sachsen-Anhalt sogar bis zum 27. Mai nicht gespielt werden. Hansa-Boss Robert Marien vermutet, dass der Klassenerhalt auf diese Weise politisch erzwungen werden soll.

Zeitgleich kündigten der HFC und der FCM an, auf den Einstieg ins Training zu verzichten – obwohl Übungen in Gruppen bis fünf Personen mittlerweile erlaubt sind. Doch eine Ausnahme von der Eindämmungsverordnung lehnen beide Klubs "auch wegen der gesellschaftlichen Verantwortung“ ab. Und Jena will sich zusammen mit dem SV Waldhof Mannheim, der schon seit Mitte März eine Fortführung des Spielbetriebs ablehnt, für das Einbringen eines Antrags zum Saisonabbruch stark machen. Über einen möglichen Abbruch der Saison könnte der DFB beim außerordentlichen Bundestag am 25. Mai entscheiden.

Termin für Re-Start offen

Ein Szenario, das der Verband jedoch unbedingt verhindern will. DFB-Präsident Fritz Keller etwa geht davon aus, dass die "unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen" – wie die 3. Liga – in das grüne Licht für die beiden Bundesligen auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung "grundsätzlich eingeschlossen sind". Zumal das gemeinsam von DFB und DFL erarbeitete Hygienekonzept "selbstverständlich auch dort voll umfänglich umgesetzt wird." Die Entscheidungsgewalt darüber liegt allerdings nicht beim DFB, sondern bei den Gesundheitsbehörden vor Ort.

Wann die 3. Liga wieder starten könnte, ist noch offen. Ein möglicher Termin ist der 23. Mai – also eine Woche nach dem Start der Bundesliga. Dann könnte die Saison mit fünf Englischen Wochen in Folge bis zum 30. Juni zu Ende gebracht werden. Die Relegationsspiele zwischen der 3. Liga und der 2. Bundesliga könnten Anfang Juli stattfinden. Klar ist: Kann der Re-Start nicht am 23. Mai erfolgen, wäre ein Saisonabschluss bis zum 30. Juni nicht mehr möglich. Genau diesen fordern jedoch zahlreiche Klubs – unter anderem aus vertragsrechtlichen Gründen.

Gorenzel mahnt

Bevor es wieder losgehen kann, wird der DFB die Gespräche mit den Ministerpräsidenten aus Sachsen-Anhalt und Thüringen suchen müssen, um eine Erlaubnis des Spielbetriebs in diesen Bundesländern zu erreichen. Was passiert, wenn es beim Verbot des Spielbetriebs bis Ende Mai bleibt, ist völlig offen. Zwar haben Bund und Länder den DFB damit beauftragt, unter anderem für die 3. Liga "tragfähige Zukunftskonzepte zu entwickeln", doch dabei geht es "explizit nicht um die laufende Drittliga-Saison (…), sondern um die wirtschaftliche Sicherung der Vereine ab der Spielzeit 2020/21", wie FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik nach einem Gespräch mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff in der "Volksstimme" berichtet.

Und somit ist weiterhin offen, ob und wann der Ball in der 3. Liga wieder rollen kann. Am Donnerstag berät sich der Ausschuss, der zuletzt einstimmig für eine Saison-Fortsetzung votierte. Günther Gorenzel, Sport-Geschäftsführer bei 1860 München erinnert die Gegner eines Abbruchs derweil daran, dass sich die Ausrichtung der Meisterschaft aus den DFB-Statuten ableite: "Die teilnehmenden Vereine haben sich dazu auch mit dem Zulassungsverfahren unmissverständlich bekannt."

   
  • Reinhard

    Die Abbruchbefürworter sollen mal erklären was im August, September, Oktober, November, Dezember 2020 anders sein soll als jetzt.
    Auch da wird es keine Massenveranstaltungen geben also keine Spiele vor Zuschauern. Auch da wird der Virus noch im Land sein und viele Mitbürger bedrohen. Selbst 2021 wird das vermutlich noch so sein.
    Wenn man jetzt nicht schleunigst einen Notbetrieb unter den vorgelegten Konzepten organisiert und zumindest probiert, wars das mit der 3. Liga.

  • Schokofan

    Interessant und auffallend ist doch das Gorenzel einziger Wortführer des ganzen ist, ich aber bisher nirgendwo gelesen habe das ihm all die die anderen die eine Fortführung der Liga wollen zur Seite springen und ihn verteidigen. Könnte es daran liegen das den anderen inzwischen Zweifel gekommen sind ob das alles wirklich machbar ist und sich wirklich der ganze doppelt und dreifach Aufwand für 4 bis 6 Wochen lohnt?Jede Woche wo nicht gespielt werden kann wird es automatisch enger um dies vor dem 30.6 zu ende zu bringen , jedem müsste klar sein dass das an sich schon nicht machbar ist da muss alles wie am Schnürchen klappen, und es dürfen nicht viele Spieler aus verschiedenen Vereinen positive Tests aufweisen,das ganze ist für jeden Laien normalerweise ersichtlich dass das dieses ganze Vorhaben auf wirklich extrem wackligen Beinen steht. Auch weiß man stand heute nicht wie das Infektionsgeschehen in allen Bundesländern in 2 oder 4 Wochen ist. Steigen die Zahlen durch die Lockerungen jetzt deutlich wieder an ist der schönste Plan auf dem Papier wieder hinfällig und für die Tonne. Meiner Meinung steht das unbedingte durchdrücken egal was es koste für nicht mal 2 Monate in keiner Relation zum Abbruch. Solche Sperenzchen können sich vielleicht noch 1. und 2 Ligisten leisten aber sicher nicht Vereine der 3. Liga., die eh nicht im Geld schwimmen und von Zuschauerzahlen abhängig sind.

  • Hessenexil

    Wenn Abbruch, dann können wir doch die aktuelle Tabelle nehmen und Duisburg und Mannheim gehen hoch, allerdings gehen auch die letzten 4 runter. Dann wollen wir doch mal sehen, ob die Absteiger weiter boykottieren.

    • griesgramix

      Die Tabelle können wir bei Abbruch nicht nehmen, da laut DFB-Regularien(!) die Saison nicht zu Ende gespielt wurde und dementsprechend nicht gewertet werden kann. Deswegen will man die Saison unbedingt noch abschließen.

  • weihnachtsmann

    Alles, was hier zuletzt von liga3-online an Artikeln veröffentlicht wurde, bringt nichts grundsätzlich Neues zur Problematik und führt nur dazu, dass sich alle Diskussionen hier im Kreise drehen.

    • Sterneneisen

      Liegt eben auch daran, dass der DFB sich im Kreis dreht.

  • Nikita

    Wenn sich Vereine "aus gesellschaftlicher Verantwortung" sogar weigern zu trainieren, obwohl das möglich ist, dann ist der Punkt erreicht an dem ich befürworte, alle ihre Spiele mit 0:2 zu werten.

    • Doppelherz

      Sagt dann aber auch alles über heutige Fußball(un)kultur!
      Nachher wieder mit den Suptras gegen den "modernen Fußball " schimpfen…
      Sorry aber wer ist hier scheinheilig ?

      • muschaka

        Predigst du nicht ständig was von Argumenten? Kommst dann hier aber mit völlig aus der Luft gegriffenen Unterstellungen um die Ecke. Bravo.

      • Doppelherz

        Ich hab doch hier keine steile These aufgestellt, von wegen "Hansa schmiert M-V", sondern lediglich Nikitas Meinung kommentiert- dafür brauch keine Argumente!

      • muschaka

        Du hast ihm unterstellt, dass er am Ende mit den Suptras über den modernen Fussball schimpft und scheinheiligkeit vorgeworfen. Woher weißt du, dass er den modernen Fussball nicht mag?

        Im übrigen hat hier auch niemand was von schmieren gesagt. Das wäre ne ganz andere Hausnummer.

      • Doppelherz

        Jetzt pickst du genauso Rosinen und legst die Worte auf die Goldwaage. Überspitzung ist dir anscheinend fremd bzw. zwischen den Zeilen zu lesen.
        Des weitern Frage ich dich, ob du dir nicht auch vorstellen kannst ,dass Hansa bei der Landesregierung M-V vorstellig geworden ist, um eine Sonderregelung zu ergattern und ob das im Vergleich zum HFC jetzt besser ist weil es ja deinen Wunsch nach Fortsetzung nachkommt?

      • muschaka

        Selbst wenn dem so wäre, gabe es das den feinen Unterschied, dass das zuträglich für die gemeinschaftlich getragene Entscheidung der Saisonfortsetzung ist. Bei der letzten Versammlung der Vereine wurde das vereinbart auch wenn Magedeburg und Co dagegen sind. Im Falle von Magdeburg würde das Verhalten hingegen die bisherigen Vereinbarungen untergraben. Heißt auch nicht, dass ich das gutheißen würde.

      • Nikita

        Ich halte alle aktuellen Lockerungen für gut und Geisterspiele gesellschaftlich, was die Infektionsgefahr angeht für problemlos. Weil Geisterspiele kein Infektionshotspot sind, hat das für mich auch nichts mit "modernem Fußball", sondern einfach nur mit Fußball zu tun.

      • Sterneneisen

        Es bleibt: Was passiert bei einer Ansteckung? Eigentlich müssten alle Kontaktpersonen in Quarantäne. Wie lässt sich das organisieren?

      • Mecklenburger

        Die gleichen Fragen wird es in der neuen Saison dann auch geben. Im September kann man nach deiner Argumentation auch nicht spielen. Erst wenn ein Imstoff da ist 202X.

      • Sterneneisen

        Abgesehen davon, dass das keiner vorhersehen kann: Ja, das ist gut möglich.

    • TUTNICHTSZURSACHE

      Nikita Superschlau oder was!!!!
      Training ist das eine, aber in 5er Gruppen bringt das wohl eher wenig. Was allerdings die Vereine in den betreffenden Bundesländern damit zu tun haben, das die Landesregierungen einen Wettkampfbetrieb im Bundesland verboten haben musste noch darlegen. Nach meiner Kenntnis ist kein Vertreter der betreffenden Vereine Mitglied einer Landesregierung oder gar der Ministerpräsident des selbigen. Was ist nur wenn die Gesundheitsämter in den betreffenden Städten die Spiele auch verbieten, das dürfen die nämlich tun, müssen dann alle ausstehenden Spiele auch als verloren gewertet werden???? Echt keine Ahnung außer vom Segeln vielleicht, aber Hauptsache dumm sülzen!!!!!

      • muschaka

        Und warum gibt es diese Probleme ausschließlich bei abstiegsbedrohten Clubs? Alles nur Zufall?

      • TUTNICHTSZURSACHE

        Lesen und verstehen!!!!
        Die Probleme kommen nicht von den Clubs, sondern von den jeweiligen Landesregierungen. In Sachsen-Anhalt ist jeglicher Wettkampfsport bis zum 27.05.20 verboten!!!!!! Keine Entscheidung der Vereine sondern der Politik, Klar soweit???

      • Nikita

        Hast Du verstanden, dass ich die Entscheidung der Vereine kritisiere, auf das erlaubte Training zu verzichten?

      • TUTNICHTSZURSACHE

        Hab ich. Wenn sie aber für sich entscheiden, dass Training in 5er Gruppen, noch dazu mit den weiter geltenden Abstandsregeln, keinen Sinn macht, muss man das eben so akzeptieren. Ich spiele selber Fussball, und Training ohne Zweikämpfe und Körperkontakt ist kein Training. Den Ball hin und her schieben bringt ja nicht wirklich viel.

      • muschaka

        Das das ein scheinheiliger Vorwand ist, hältst du für ausgeschlossen? Es geht dabei nur um die Gesundheit, mehr nicht?

      • Sterneneisen

        Hat niemand behauptet. Eigenen Interessen spielen bei allen Vereine eine Rolle, hier geht es immerhin Gehälter, Sponsorengelder und sportliche Perspektive.

      • Chemiker 1966

        Man trainiert nicht, weil eine Perspektive fehlt. Es dürfen keine Spiel bis 25. bzw. 27 Mai durchgeführt werden und somit ist nicht gewährleistet, dass die Saison bis zum 30. Juni inkl. Relegation machbar sind. Wenn die Vereine heute ihre Spieler wieder trainieren lassen (egal in welcher Konstellation), dann ist auch keine Kurzarbeit möglich. Das heißt, im schlimmsten Fall, dass man Gehälter bezahlt, obwohl ein Abbruch naheliegend ist. Somit wirtschaftlich nicht vertretbar.

        by the way bzgl. nächster Saison: nur weil man keine Perspektive für Kitas hat, öffnet man sie auch nicht heute…

      • muschaka

        Die anderen Verine wissen doch genauso wenig, ob es weitergeht. Auch ohne die terminliche Beschränkung. Trotzdem ist man das "Risiko" eingegangen und aus der Kurarbeit raus. Naturlich ist das für Magdeburg und Co. sehr bequem. Man muss keine Gehälter zahlen und bekommt im Idealfall den Klassenerhalt am Grünen Tisch. Wo soll da auch die Motivation herkommen wieder zu trainieren?

        Unsinniger Vergleich. Gehen Kitas reihenweise in die Insolvenz, wenn sie im August/September nicht geöffnet werden? Ohne Pespektive wirst du das bei den Vereinen aber reihenweise haben. Im übrigen sind die Kitas geöffnet, wenn auch nur im Notbetrieb. Geisterspiele sind auch nichts anders als ein Notbetrieb. Und um das gleich sagen, ich Vergleiche hier keinesfalls die Wichtigkeit von Kitas und Fussball. Ich gehe hier nur auf den Vergleich ein.

      • Chemiker 1966

        Bei dem Vergleich mit den Kitas ging es mir darum, das diese jetzt nicht auch schon geöffnet werden, nur weil man nicht weiß wie es im August aussieht.
        Die Parallele zur 3. Liga: In der neuen Saison werden auch Geisterspiele stattfinden, so wie in der restlichen Saison angedacht. Also hier kein Unterschied zwischen dieser und nächster Saison. Und es ist doch ein großer Unterschied. Jetzt schon trainieren, somit kein Kurzarbeitergeld und das ohne zu wissen, ob gespielt werden kann. Sprich finanzielles Risiko.
        Man sollte lieber die Zeit nutzen und sich über die kommende Saison Gedanken machen, anstatt auf Teufel komm raus diese Saison durchprügeln. Das wäre doch im Interesse aller Vereine. Und alle Vereine hätten Planungssicherheit. Beim HFC sind momentan alle Vertragsverhandlungen ausgesetzt. Das man hier Schlüsselspieler verliert, ist Risiko genug.
        Und nochmals, die die bis dato gegen eine Fortsetzung stimmen, konnten bis dato nicht trainieren!

      • Nikita

        Eine vollständige Öffnung der Kitas entspräche Fußballspielen mit Fans. Geisterspiele sind nicht mal wie Kita-Notbetruung.

      • muschaka

        Und wo treibt Halle die vorgerechneten Summen für die Umsetzung des Hygienekonzeptes in der Kürze auf? Noch dazu unter Bedingung, dass bis dahin TV-Einnahmen wegfallen und Sponsoren eventuell Rückforderungen stellen. Durch den Wegfall des Trainingsbetriebs sparen die Vereine immerhin auch Personalkosten. Man könnte sich genauso gut über die finanzielle Benachteiligung beklagen. Andere gehen halt das Risiko ein zu trainieren und andere kassieren eben lieber die Kohle vom Staat.

      • Nikita

        Auf eine andere Art ist das dann aber auch Wettbewerbsverzerrung, wenn einige Vereine sich die Spielergehälter vom Staat bezahlen lassen und auf den Abbruch hinarbeiten, während die anderen ihre Profis selbst bezahlen, weil sie versuchen, als Fußballvereine Fußball möglich zu machen.

      • Chemiker 1966

        Wettbewerbsverzerrung ist, wenn manche Verein seit April trainieren können und ander nicht. Was Du meinst, ist vielleicht eine monetäre Verzerrung. ABER bis dato hat die Stadt Halle das Training untersagt!

      • PeterPlys

        Das hat dann wohl damit zu tun, dass dort kein reguläres Training möglich ist. Warum soll man die Spieler aus der Kurzarbeit holen, wenn überhaupt noch nichts geklärt ist? Das wäre finanziell unverantwortlich!

      • Kunibert78

        Mehrere Falschaussagen. Man hat eigtl. so gut zu trainieren, wie gerade zulässig, solange man sich IN einer laufenden Spielzeit befindet. Hier wurde Club seitig bereits der Abbruch vollzogen. Nur bei Kurzarbeit 0 ist die Arbeit vollends verboten. by the way – Training in Kleingruppen etc. bekäme man mit etwas Phatasie selbst dann noch bewerkstelligt. Zum Vergleich KiTa. Dieser hinkt massiv. Bei der Kita geht vom Regelbetrieb, welcher kaum bis nicht veränderbar ist, das Risiko der Infektionsverbreitung aus. Beim Fussball waren’s die Zuschauer, welche man mittels Geisterspielern daheim lässt.

      • Chemiker 1966

        Nochmals, die Stadt Halle ein die Nutzung der Trainigsstätten untersagt, sprich verboten. Somit können die Spieler joggen gehen oder im heimischen Garten jonglieren. Das hat jetzt nicht sonderlich viel mit Fußballtrainig zu tun. Und bei den anderen 8 Vereinen sieht es genauso aus. Also hat nicht der Club den Abbruch vollzogen, sondern es ergibt sich us den städtischen Auflagen.

      • Kunibert78

        Falsch!!!!! In Sachsen-Anhalt ist bis zum 27. Mai jeglicher Wettkampfbetrieb untersagt. Kleingruppen-Training bis maximal fünf Personen wäre möglich. Die Stadt hat den Erdgas-Sportpark dafür gemäß der zugehörigen der 5. Eindämmungsverordnung des Landes freigegeben. Also Hygiene- und Abstandsregeln, aber auch die Regeln zur Einschränkung der Gruppengröße. also bitte aufhören, hier immer und immer wieder Unwahrheiten zu verbreiten

      • Chemiker 1966

        Die Stadt Halle hat gestern (06.05.2020) den Trainingsbetrieb frei gegeben. Vorausgesetzt, es sind alle Spieler und Betreuer Corona-frei. Das bedeutet, frühestmöglicher Trainingsbetrieb heute. Also nichts, falsch, nichts unwahr.
        In der bisherigen Diskussion ging es zum einen darum, warum manche Vereine gegen eine Saisonfortsetzung gestimmt haben (bis zum jetzigen/gestrigen Tag kein Training möglich). Zum anderen wie Du richtig erwähnst, ist bis zum 27. Mai (Sachsen-Anhalt), in Thüringen bis zum 25. Mai) kein Wettkampfbetrieb möglich. Daher die fehlende Perspektive, weil kein Saisonabschluss bis 30.06. möglich ist. Daher keine Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes. Ist nicht schwer zu verstehen, wirklich nicht…

      • Kunibert78

        Ich fasse zusammen. Wir machen ab heute den 07.05. nichts, auch wenn wir könnten, da wir glauben, dass man es nicht schafft, wenn man darf. Gleichzeitig lehne ich einen auf Gegenseitigkeit beruhend, möglichen Saisonabschluss nach dem 30.06. ab. Eine Idee für die Zukunft habe ich auch nicht, lasse meine Spieler vom Staat aushalten und schicke schon mal den Landes Vati ins Rennen, um laut nach den großen Rettungstalern zu rufen. Respekt! Was ein gelungener Masterplan. Ich kann nur sagen: toi toi toi. Möge der Klingelbeutel der anhaltinische Klingelbeutel nicht versiegen, sonst könnte es bald düster werden.

      • Mark Twert

        Die Vereine trainieren nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht dürfen.

        Zitat Volksstimme: "Weiteres Problem: Die Wettbewerbsbedingungen sind ungleich. Währendeinige Drittligisten seit Wochen in Kleingruppen trainieren, darf der
        FCM wegen behördlicher Vorgaben bis zum 27. Mai nicht auf den Rasen. Die
        Spieler halten sich seit rund acht Wochen individuell fit."

        Hier kann der ganze Artikel gelesen werden: https://www.volksstimme.de/1fcm/fussball-drittliga-saisonabbruch-rueckt-naeher

      • muschaka

        Come on. Und warum nur die beiden Bundesländer? Warum nicht in Brandenburg; Sachsen …

        Als ob der Fussball keinen Einfluss auf die Politik hat. Warum diskutieren wir dann deutschlandweit darüber. Gibt es keine politische Debatte darüber? Es wurde doch auch gerade erst gestern darüber berichtet, dass es zu einem Austausch zwischen der Vereinsführung von Magdeburg und Halle mit dem Ministerpäsidenten kam, wo man sich darauf verständigt hat, das es keine Spiele geben wird.

        Du meinst wirklich, dass die defensive Haltung der beiden keinen Einfluss auf die Entscheidung hatte?

      • Tobger

        Aufwachen: EM abgesagt / Olympische Spiele verschoben / Handballsaison abgebrochen / Eishockey / TENNIS…aber die 3.Liga muss unbedingt durchziehen? VERRÜCKT!!!

      • Kunibert78

        In Sachsen-Anhalt gilt die er 5. Eindämmungsverordnung des Landes . Somit ist bis zum 27. Mai jeglicher Wettkampfbetrieb untersagt. Kleingruppen-Training bis maximal fünf Personen wäre möglich. Die beiden Vereine nehmen dennoch den Trainingsbetrieb nicht auf, weil sie an keine Beendigung des Spielbetriebes bis zum 30.06. glauben. Das ist sehr wohl eine Vereins-Entscheidung! Sie lehnen sich einerseits zurück, stellen bzgl. des Ausgangs der Saison entgegen einer Mehrheit der in der Liga tätigen Vereine aber Forderungen zur sportl. Wertung der Saison auf.

      • Nikita

        Nein, wenn die Gesundheitsämter das spielen verbieten, dann fällt es mir zwar schwer zu glauben, dass das ganz ohne Einfluss der Vereine gegangen ist, aber dann waren sie in ihren Bemühungen eben so erfolgreich, dass alle anderen machtlos sind.

        Der Punkt hier ist aber, dass sie sich weigern zu trainieren, obwohl die Ämter das eben nicht verboten haben. Natürlich ist ein Training mit Ball in Fünfergruppen besser als kein Training und wenn vielleicht nächste Woche das reguläre Mannschaftstraining freigegeben wird, muss man nicht bei Null anfangen.

      • Sterneneisen

        Klar, die Vereine haben Einfluss auf die Gesundheitsämter.

        Sag mal, merkst du es eigentlich, was für einen Scheiß du verbreitest? Verschwörungstheorien haben wohl kaum hier was zu suchen.

      • Nikita

        Haha, du bist ja ein lustiger Vogel. Welcher Profiverein hat bitteschön keine Verbindungen ins Rathaus? Das ist eine Verschwörungstheorie?

        Und wenn die Inspektion sagt "zeigen Sie uns doch mal Ihr Konzept und demonstrieren Sie mal die Abläufe", dann kann man das de- oder konstruktiv machen.

      • Kunibert78

        Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…. Verschwörungstheorien verbreitet hier nur einer. Die kommunalen Gesundheitsämter stehen NATÜRLICH wie mit anderen Betrieben auch im Austausch und entscheiden auf Basis der Sachlage und vorgelegter Konzepte. Wo kein Konzept und kein Bemühen, da kein Go. Den Gesundheitsämtern den schwarzen Peter zu zu schieben, ist erbärmlich

      • DM von 1907

        Man sollte aber Verschwörungstheorien von kommunalem Filz unterscheiden können. Letzterer ist deutlich häufiger. Und hätte hier eigentlich nichts zu suchen! Hätte …

    • Sterneneisen

      Und wer entgegen der gesellschaftlichen Verantwortung einfach wieder trainiert, dessen Spiele werden mit 0:3 gewertet

  • Michael Vogel

    Die Sache ist doch ganz klar, die Vereine, die von einem Abbruch sportlich profitieren würden, spielen den viel zitierten Doppelpass mit ihrer Stadt. Und die weiterspielen wollen, profitieren halt nicht von einem Abbruch. Um nichts anderes geht es in dieser Diskussion, alles andere ist Heuchelei.

    • Doppelherz

      Warum sollten Halle, Münster, Jena oder Magdeburg den Spielbetrieb untersagen, wenn doch so eine Pleite der Vereine vorausgesagt wird und dann wiederum absehbar ist, dass die Clubs bei den Kommunen die Hand aufhalten???
      Cui bono????

      • Skeptiker

        weil allen klar ist, dass der sportliche Abstieg ein viel größeres Risiko wäre. Sowohl was die Steuereinnahmen angeht als auch mögliche Stadionmieten etc. Ganz ehrlich, es glaubt doch keiner der Beteiligten auch nur eine Sekunde, dass die Verbände und Kommunen Vereine dieser Größe und Strahlkraft über die Klinge springen lassen würden. Insolvenz ist hier nur das Gespenst, was jede Partei an die Wand malt um ihre jeweilige Position zu unterfüttern.

      • Doppelherz

        Weiß ich nicht so recht.
        Was ist mit Elversberg, Saabrücken, Cottbus, auch Jena und Chemme als ehemalige Absteiger ,sind die denn tot?

      • Nikita

        Nur sehr wenige Mannschaften, die einmal abgestiegen sind, sind mittelfristig wiedergekommen. Anderen geht es sogar wie Erfurt. RW ist ziemlich tot.

      • Doppelherz

        Das liegt…lag doch aber nicht am Abstieg .

      • Friedrich Herschel

        Der hat in der Situation aber garantiert nicht geholfen.

      • Nikita

        Geht es Jena strukturell wesentlich besser als Erfurt damals?

      • Skeptiker

        tot sind die nicht, aber wenn man sich den Etat mal anschaut mit dem die wirtschaften, dann hast man hier eine enorme Delle in der Wirtschaftskraft. Zusätzlich dann noch betrachtet, welche Einnahmeverluste durch ggf. geringeres Zuschaueraufkommen, Werbeverträge, … hier einhergehen, dann macht das für ne Stadt schon einen Batzen Geld aus. Ganz abgesehen davon, dass es von keiner Liga aus so schwer ist wieder hoch zu kommen (Stichwort Relegation)
        Daher kann ich hier schon verstehen, dass sowohl für Verein als auch Stadt/Land ein gemeinsames Interesse besteht, den Abstieg zu verhindern. Und das darf in einem Umfald von sportlichem Wettbewerb zu Recht kritisiert werden

  • BTSV1895

    Die Sache ist doch ganz klar denn DFB sollte unmissverständlich klar das die Vereine wenn sie sich weigern die restlichen Spiele zu bestreiten Ihre nicht erreichen werden da die letzten 11 Spiele als verloren gewertet werden!!!Damit würde Mannheim nicht in die 2.Liga aufsteigen und Halle Magdeburg als Regionalliga Nordost fest!!!Denn so langsam gehen mir diese Boykottierenden Mannschaft so richtig gegen den Strich und werden für zu einer Lachnummer, das ist meine Meinung!!!!Mit Blau Gelben grüssen💙💛💙💛💙💛🦁🦁🦁!!!

    • Angemerkt

      Die Lachnummer sind Deine Argumente

    • Matschok

      Der ganze Artikel ist ne Lachnummer…

    • Trio

      Vielleicht gibt es in den betroffenen Vereinen noch Leute, die rechnen können! Die unzumutbar hohen Kosten anzugehen, falls das überhaupt möglich ist, nur um eventuell oder vielleicht noch ein paar Spiele ohne Sinn und Verstand, weil eben ohne Zuschauer, zu machen, wird eben als großes finanzielles Risiko mit nicht absehbaren Folgen gesehen.
      Nicht alle Vereine machen Harakiri mit vollem Wissen, um dann den Schuldenberg im Millionenbereich noch größer werden zu lassen! Beim BTSV drückt doch auch der Schuh bei den Finanzen, wie in Rostock, Kaiserslautern, München 1860 und noch einigen Anderen… oder?

      • Mecklenburger

        Welchem Verein in der 3 Liga geht es denn Finanziell gut? Hansa hat sich die letzten Jahre finanziell stark verbessert und auch nicht versucht den Aufstieg mit teuren Spielern zu erzwingen.

      • PeterPlys

        Finanziell gut geht es z.B. dem 1. FC Magdeburg, schuldenfrei und Millionen auf dem Konto. Mit Geisterspielen würde man allerdings jedes Heimspiel Verluste einfahren – höher als bei einem Abbruch.

      • Mecklenburger

        Komisch im Artikel vom 24. März steht was anderes.
        Immerhin: Weil der 1. FC Magdeburg in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet hat, verfügt der Klub über ein Eigenkapital in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Sollte die Saison allerdings tatsächlich abgebrochen werden, wäre diese Summe zu großen Teilen bereits aufgebraucht. Daher schlägt Kallnik Alarm: "Die momentane Krise trifft uns hart. Sollte sie weit über den Juni hinaus gehen, wäre zudem unsere Existenz gefährdet." Sollte die Serie nicht zu Ende gespielt werden könnten, "wäre die Annullierung der Saison am sinnvollsten", wiederholt Kallnik das, was er bereits in der vergangenen Woche angeregt hatte.

        Kann man alles auf dieser Seite nachlesen.

      • PeterPlys

        Die Frage war ja, welchem Verein es finanziell gut geht. Da steht ja auch in dem Artikel nichts anderes. 3,3 Millionen Eigenkapital, auch bis zum März gut im Plan. Natürlich ist aber jeder Verein von der Unterbrechung finanziell betroffen, Magdeburg aber immer noch schuldenfrei. Geisterspiele würden aber mehr Geld fressen als ein Saisonabbruch mit gleichzeitiger Planung der nächsten Saison mit derzeitigen Gegebenheiten.

    • PeterPlys

      Du bist ja ein Rechenkünstler! Halle und Magdeburg stehen nicht auf Abstiegsplätzen und das würde sich dann auch nicht ändern.
      Pass mal lieber auf, dass der BTSV nicht absteigen muss. Bei Nichtaufstieg sieht es finanziell ganz schlecht aus! Und rechnerisch ist ja ohne weiteres auch spielerisch noch ein Abstiegsplatz drin…

  • Doppelherz

    So…der DFB unterhält sich mit den Ministerpräsidenten der jeweiligen Länder….
    Bin gespannt ob unsere Aluhelme das so in Ordnung finden…

    • BTSV1895

      Dann habe ich mal eine Frage an Dich wann meinst Du Du wäre regulär Fußball wieder möglich, dazu kann ich Dir nur sagen das bis diesem Zeitpunkt wo es soweit wäre,sind die meisten Drittligavereine schon lange Pleite!!!Nur mal soviel dazu!!!

      • Doppelherz

        Achso….deshalb sagt SA
        "ihr dürft nicht spielen" um sie dann ausgiebig mit finanziellen Mitteln zu stützen.
        Über die Klinge springen, lässt man sie nicht und zählt gerne bissl mehr!
        Kannst du’s mir bitte vorrechnen…und nicht mit den Deckeln von Marien, Goreznel und und und…

      • PeterPlys

        Meine persönliche Meinung und Hoffnung ist, dass wir nach der Sommerpause wieder Spiele mit Zuschauern haben werden. Sollte es aber noch nicht möglich sein, kann jeder Verein die nächste Saison vorsichtig so kalkulieren und planen, dass ein Spielbetrieb möglich ist.
        Ich persönlich werde mir keine Geisterspiele im TV anschauen, denn Fußball ist für Fans!

      • Sterneneisen

        Dann, wenn die Gesundheitsämter Mannschaftssport wieder freigeben. Und das ist nicht mal deine oder meine Meinung, die da eine Rolle spielt, sondern stichhaltiger Fakt.

Back to top button