Finaltag der Amateure: Cottbus patzt – Waldhof & Hansa siegen

Am "Finaltag der Amateure" gab es direkt zu Beginn die große Überraschung: Energie Cottbus verpasste nach dem Zweitliga-Aufstieg den Titelgewinn und unterlag Oberligist VfB Krieschow im eigenen Stadion mit 1:2. Besser machten es Waldhof Mannheim (3:0 gegen den VfR Mannheim) und Hansa Rostock (3:0 gegen Pastow. Sieben weitere Partien mit Drittliga-Beteiligung folgen im Laufe des Tages.

FC Energie Cottbus 1:2 VfB Krieschow

Nach einem ausgiebigem Party-Marathon habe Cottbus vor dem Pokalfinale erst einmal wieder "laufen lernen" müssen, wie Co-Trainer Tobias Röder am Donnerstag sagte. Das hatte allerdings nicht so gut geklappt, denn der bereits für den DFB-Pokal qualifizierte Aufsteiger ging früh in Rückstand. FCE-Keeper Böhnke kam bei einer Flanke nicht an den Ball, sodass der überraschte Rorig die Kugel im eigenen Netz versenkte (11.). Bis zur ersten Großchance des Favoriten dauerte es lange – Aufstiegsheld Boziaris prüfte VfB-Keeper Mellack (32.). Dann ein Schock für Energie: Gestützt von Betreuern musste Boziaris das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen (44.).

Mehrfach beschwerten sich die Lausitzer, bei denen Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz auf der Tribüne saß, um Röder aus Dankbarkeit den Vortritt zu lassen, über ausbleibende Elfmeter-Entscheidungen (48./51./54.). Und dann das: Über Pahlow und Pereira rollte der Konter der Gäste, an dessen Ende Michalsky die Kugel nur noch zum 0:2 aus Cottbusser Sicht über die Linie drücken musste (60.). Energie suchte vermehrt den Weg nach vorne – und nach Foul an Moustfa verwandelte Biankadi einen fälligen Elfmeter (71.). Cottbus drückte und drückte, aber letzten Endes jubelte Krieschow. Weil Mellack in der siebten Minute der Nachspielzeit einen Kopfball an die Latte lenkte! Der Oberligist feierte einen überraschenden Sieg und damit seinen ersten Titel in der Landespokal-Geschichte. Der FCE hingegen ging im 13. Finale erstmals als Verlierer vom Platz.

VfR Mannheim 0:3 SV Waldhof Mannheim

Das Stadtderby in Mannheim wurde im Vorfeld aufgrund der frühen Anstoßzeit als "El Frühstücko" tituliert. Als schläfrig erwies sich die Partie jedoch keinesfalls. Der Drittligist drängte früh nach vorne und belohnte sich durch Boyd, der zentral vor dem Strafraum angespielt wurde. Der erfahrene Stürmer drehte sich geschickt in eine Lücke der VfR-Abwehr und schweißte die Kugel in den Winkel (18.). Der Waldhof diktierte das Spielgeschehen, weil vom VfR in der Offensive nicht viel kam. Aber auch der Favorit zeigte Nachlässigkeiten und ließ die Hausherren durch fehlende Kaltschnäuzigkeit ins Spiel kommen.

Weitere Torgefahr strahlten beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel aber nicht aus. Viel brauchte der Waldhof aber auch nicht, denn Bierschenk verwertete eine Vorlage von Thalhammer mustergültig und wuchtig ins kurze Eck (70.). Das innerstädtische Duell der Mannheimer war damit vorzeitig entschieden – und Rieckmann erhöhte freistehend vor dem Tor nach Vorlage von Boyd auf 3:0 (84.). Der Favorit aus der 3. Liga buchte neben dem Titeltriumph das Ticket für die 1. Runde im DFB-Pokal. Für Trainer Luc Holtz war es vermutlich das letzte Spiel.

SV Pastow 0:3 F.C. Hansa Rostock

Daniel Brinkmann wird die Hansa-Kogge als Cheftrainer in die neue Saison führen. Vorher konnte der 40-Jährige seinen zweiten Titel im Landespokal klarmachen, was Pastow wiederum verhindern wollte – und schon früh retteten die Hausherren auf der Linie gegen Fatkic (8.). Bis zum Torjubel dauerte es jedoch nicht lange: Harenbrock gab in Folge einer kurzen Eckballvariante den Ball zu Kunze in den Rückraum, der das Spielgerät im Netz unterbrachte (17.). Ein zweiter Treffer von Holten zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht (20.). Das Spielgeschehen flachte ab, weil Pastow mutiger wurde – kurz vor der Pause traf Ex-Profi Kocer aber nur das Außennetz (37.).

Mit Beginn der zweiten Hälfte wollten die favorisierten Rostocker schnell alle Zweifel aus dem Weg räumen. Holten umkurvte SVP-Keeper Zimmermann und erhöhte (48.). Wenig später zog Krauß ab und platzierte die Kugel im langen Eck, wodurch die Partie vorzeitig entschieden war (57.). Die Kogge spielte das Pokalfinale im Anschluss souverän herunter und holte sich wie im Vorjahr den Titel, der für den Fünftplatzierten ebenfalls mit der Qualifikation für den DFB-Pokal einhergeht, zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte.

 

Die weiteren Spiele: 

15:30 Uhr

  • Fortuna Köln – Viktoria Köln
  • FSV Zwickau – FC Erzgebirge Aue
  • MSV Duisburg – SC St. Tönis

16:30 Uhr

  • Würzburger Kickers – TSV 1860 München
  • SC Verl – Sportfreunde Lotte
  • SV Wehen Wiesbaden – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
  • 1. FC Saarbrücken – FC 08 Homburg

 

++ Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert ++

   

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