F95 will in Ingolstadt effizienter werden – Paulina fällt vorerst aus

Vor dem Straßenbahn-Derby im Landespokal wartet auf Fortuna Düsseldorf zunächst die Auswärtsaufgabe in Ingolstadt. Jens Langeneke will die kurze Pause nutzen, um seiner Mannschaft mehr Sicherheit und Leichtigkeit zu vermitteln.

"Gewisse Leichtigkeit" fehlt in der Offensive

"Ungern" wollte Düsseldorfs Cheftrainer Jens Langeneke bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag auf das Spiel gegen den SV Meppen zurückblicken. Verständlich: Im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer hätte der erste Sieg gelingen sollen. Gegen den Aufsteiger war die Fortuna drückend überlegen: 68 zu 32 Prozent Ballbesitz und 30 zu sieben Schüsse lautete die Bilanz. Das Problem: Nur neun Abschlüsse gingen auf das Tor, keiner davon landete im Netz. Entsprechend klar ist der Fokus vor dem Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt: "Der Ball muss ins Tor, und da müssen wir uns verbessern. Je mehr Spieler von uns im letzten Drittel und in den gefährlichen Räumen sind, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, ein Tor zu schießen. Daran arbeiten wir und wollen das auch am Samstag auf den Platz bringen."

Aktuell fehle dem Spiel des Zweitliga-Absteigers "noch eine gewisse Leichtigkeit. Dann hat man vielleicht auch Chancen, bei denen der Ball vom Innenpfosten ins Tor geht. Das ist dann auch Kopfsache, bedingt durch die Gesamtsituation". Von dieser wolle sich Langeneke jedoch "etwas abkoppeln". Deutlich besser ist die Lage derzeit beim FCI. Seit dem Trainerwechsel zu Achim Beierlorzer haben die Schanzer zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen geholt. Ihr Erfolgsrezept: "Sehr geradliniger und intensiver Fußball. Sie versuchen, schnell in die Tiefe zu kommen, auf zweite Bälle zu gehen und hoch zu pressen. Da erwarten wir viel Druck auf unser Ballbesitzspiel." Dementsprechend habe sich Düsseldorf Lösungen überlegt, um den gegnerischen Druck zu brechen. "Wir müssen schauen, dass wir zielstrebig hinter die letzte Linie des Gegners kommen."

"Jeder Tag mehr tut uns gut"

Eigentlich käme die Länderspielpause zu einem guten Zeitpunkt, um die Inhalte des neuen Trainers weiter zu festigen. Allerdings steht in dieser Phase mit dem erneuten Straßenbahn-Derby gegen den MSV Duisburg bereits die nächste Herausforderung an – diesmal im Landespokal. "Wir haben am Wochenende zwar kein Spiel, aber es sind trotzdem nur zehn Tage bis zur nächsten Partie. Aber jeder Tag mehr tut uns gut, um Dinge noch stärker in den Fokus zu rücken, die du vielleicht in einer normalen Woche mit der Gegnervorbereitung im Hinterkopf nicht anbringen kannst", sagte Langeneke.

Dann wird auch Andreas Müller wieder zum Kader gehören können. Gegen Meppen hatte der Neuzugang vom Karlsruher SC die Gelb-Rote Karte gesehen. Der Ausfall "eines Spielers, der bisher Stammspieler war", sei "sehr schade". Trotzdem "müssen wir die Situation annehmen. Das gehört zum Fußball dazu. Wir haben einen großen Kader und speziell im Mittelfeld viele Spieler, die diese Sperre auffangen können. Philipp Förster und Yassine Bouchama wären zwei Optionen für die Position. Auch ein zweiter Stürmer wäre eine Variante." Ebenfalls ausfallen werden Jordi Paulina (Knieverletzung) und Anas Slimani. Felix Meiser arbeitet weiterhin in der Reha.

   

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