FCS in Spitzengruppe etabliert: "Gehen von Topspiel zu Topspiel"
Schafft der 1. FC Saarbrücken zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge? Schon am Freitagabend (19 Uhr) sind die Saarländer im Sportpark Höhenberg gefordert, wenn Viktoria Köln als Tabellenführer zum Tanz bittet. Die letzte Begegnung mit einem Spitzenreiter ging für die Giannikis-Elf nicht erfolgreich aus. Doch der FCS kann zeigen, wie weit er jetzt ist.
"Das sehen wir auch als nächsten Schritt"
Zu Beginn der Saison legte Saarbrücken mit zwei Siegen los. Danach wechselten sich die Ergebnisse in regelmäßiger Unregelmäßigkeit ab, aber zumindest nach jeder Niederlage konnte der FCS wieder punkten. Das war auch Cheftrainer Argirios Giannikis nicht entgangen, der auch die Wirkung auf das Umfeld mit einschließt. "Ich glaube, dass es wahrgenommen wird, dass schon viel Gutes dabei ist. Wir drehen Rückstände, wir haben mehr Auswärtssiege als letzte Saison, wir machen späte Tore. Das heißt, dass der Fitnesszustand da ist und die Mannschaft an sich glaubt", fasste der 46-Jährige zusammen bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag. "Wenn Niederlagen kommen, dann wackelt alles ein bisschen. Das ist klar, das ist normal. Genauso, wenn man große Siege feiert, dass dann die Erwartungen kommen."
Für den FCS geht es deshalb jetzt um die Konstanz. "Das sehen wir auch als nächsten Schritt. Und man sieht, dass nach jedem Spiel, was verloren gegangen ist, wir danach wieder gepunktet haben. Das ist eine Qualität, die diese Mannschaft hat", betonte Giannikis entsprechend. Der 2:1-Derbysieg gegen Waldhof Mannheim dürfte den Saarländern nun weiteren Rückenwind geben, wenngleich die Herausforderung kaum größer sein könnte. Ein Gastspiel bei Spitzenreiter Viktoria Köln steht an. Und wie die letzte Partie gegen einen Tabellenführer ausging, war allen noch bewusst – vor zwei Wochen gab es die 2:4-Pleite gegen Duisburg. Ist Saarbrücken jetzt weiter?
"Spiel so gestalten, dass es kontrollierbar ist"
"Das werden wir sehen", formulierte es Giannikis vorsichtig. Als Viertplatzierter gegen den Ersten spielen zu dürfen, war für den Fußballlehrer jedoch ausschlaggebender. "Jetzt haben wir wieder ein Topspiel. Und wir sitzen oft hier und gehen von Topspiel zu Topspiel in dieser Saison", erklärte der 46-Jährige. "Wir müssen unsere Entwicklungsschritte gehen." Die Mannschaft sei widerstandsfähiger, das Team gefestigter. Giannikis ist zuversichtlich: "Wir haben in jedem Spiel gezeigt, dass wir in der Lage sind, gegen Gegner zu bestehen und Spiele auch zu gewinnen." Ohne Sebastian Vasiliadis und Abdoulaye Kamara sowie Abdenego Nankishi wird der FCS auch in Köln wieder auf Sieg spielen.
Dafür wird Saarbrücken eine "gesunde Balance" brauchen, um Kölns Abläufe zu stören und gleichzeitig widerstandsfähig zu sein. "In allen Verteidigungshöhen müssen wir kompakt sein, aber was noch mitentscheidend sein wird, ist, dass wir unsere Ballverluste minimieren. Das wird ein Thema sein, damit die Kölner nicht in ihre offensiven Umschaltmuster kommen", gab der Cheftrainer vor. Denn genau dieser Punkt hätte im Mannheim-Derby für Schwierigkeiten im Saarbrücker Spiel gesorgt. "Ob es dann gegen die Viktoria ein Spektakel wird, ist die Sache, aber wir wollen das Spiel so gestalten, dass es kontrollierbar ist." Denn nur auf diese Art und Weise würde der FCS seine Chancen auf einen Sieg erhöhen können.