Westschlager zwischen Essen und Aachen: Was für wen spricht

Am Samstag kommt es im Stadion an der Hafenstraße zum Westschlager zwischen Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Heimserie: 16 Punkte aus sechs Spielen: Rot-Weiss Essen ist derzeit das heimstärkste Team. Fünf von sechs Partien an der heimischen Hafenstraße konnte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat gewinnen, zudem gab es ein Remis. Saison- und wettbewerbsübergreifend musste sich RWE in den letzten elf Partien nur Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig im DFB-Pokal geschlagen geben. Und selbst in dieser Partie führten die Essener zunächst, erst in der Schlussphase gingen dann die Kräfte aus. Aachen wiederum konnte von fünf Auswärtsspielen nur zwei für sich entscheiden.

Defensive: Mit lediglich 13 Gegentoren stellt RWE die beste Defensive der 3. Liga. Schon sechsmal blieb Torhüter Jakob Golz zu Null – und damit schon häufiger als in der kompletten Vorsaison. In den letzten vier Partien musste Golz nur einmal hinter sich greifen, überhaupt gab es seit dem 2. Spieltag in elf Partien gerade mal acht Gegentreffer. Und das, obwohl Abwehrchef Max Geschwill bereits seit dem 5. Spieltag mit Knieproblemen ausfällt.

Gesamtbilanz: Schon 95 Mal standen sich beide Klubs in der Historie laut "transfermarkt.de" gegenüber, 42 Mal ging RWE dabei als Sieger vom Platz. Aachen konnte dagegen erst 35 Spiele gewinnen. An der heimischen Hafenstraße gingen 33 von 49 Partien an die Essener, nur elfmal nahm die Alemannia alle drei Punkte mit. Auch die Bilanz von Trainer Uwe Koschinat in den Duellen mit den Schwarz-Gelben ist mit vier Siegen zu drei Niederlagen leicht positiv.

 

Drittliga-Bilanz: Die Gesamtbilanz spricht zwar für RWE, doch in der 3. Liga blieb die Alemannia gegen Essen in bislang vier Spielen ungeschlagen. Dreimal ging Aachen dabei sogar als Sieger vom Platz – darunter in beiden Auswärtsspielen im August 2024 sowie August 2025. Auch im vergangenen Duell im Februar 2026 standen die Schwarz-Gelben kurz davor, alle drei Punkte mitzunehmen. Erst ein Last-Minute-Doppelpack von Dickson Abiama verhinderte die erneute Niederlage der Essener.

Ausfälle bei RWE: Zwar hat auch die Alemannia mit Petros Bagkalianis (Gelbsperre), Gideon Jung (Leistenprobleme), Marius Wegmann (Handverletzung) und Jonas Oehmichen (Knieprobleme) einige Ausfälle zu verkraften. Doch bei RWE ist die Anzahl der verletzten Spieler deutlich höher. Mit Max Geschwill (Knieprobleme), Jaka Cuber Potocnik (Sprunggelenksverletzung), Marvin Obuz (Bänderriss Sprunggelenk), Tony Menzel (Syndesmosebandriss) und Semir Telalovic (Schulterverletzung) fallen gleich fünf Stammspieler aus. Bislang konnte RWE die Ausfälle zwar gut kompensieren, dennoch fehlen in der Breite einige Optionen.

Chancenverwertung: 20 und 19 Tore: Was die Anzahl der geschossenen Treffer angeht, liegen beide Klubs gleichauf. Allerdings benötigte die Alemannia für ihre 19 Tore nur 241 Torschüsse (170 auf das Tor), während Essen trotz 319 Torschüssen (222 auf das Tor) nur auf 20 Treffer kommt. Im Liga-Vergleich verfügt RWE damit über die fünftschwächste Chancenverwertung (6,3 Prozent). Die Alemannia liegt mit einer Quote von 7,9 Prozent immerhin vier Plätze vor den Essenern.

   

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