Trotz Negativserie: Preußen-Boss hat "absolutes Vertrauen"
Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen: Es läuft derzeit nicht beim SC Preußen Münster, der in der Tabelle lediglich auf Platz 14 steht. Präsident Christian Pander will aber dennoch Ruhe bewahren – und hat zudem "absolutes Vertrauen" in die Verantwortlichen.
Platzierung hat "nicht so eine große Aussagekraft"
Auch wenn Tabellenplatz 14 kaum zufriedenstellend ist: Für Pander hat die Platzierung "nicht so eine große Aussagekraft", wie er in einem Interview mit den "Westfälischen Nachrichten" erklärt. "Mit drei Punkten mehr sähe es schon ganz anders aus." Gleichwohl hätte er sich "schon ein paar Zähler mehr gewünscht, die hätten wir auch verdient". Gegen Essen und Großaspach verspielten die Preußen zuletzt gleich zweimal eine 2:0-Führung.
Doch nach dem Abstieg aus der 2. Liga und dem Umbruch im Sommer sei klar gewesen, "dass nicht alles reibungslos läuft", betont Pander, der aber auch schon "ein paar gute Ansätze" gesehen habe. "Mich stimmt zuversichtlich, dass die Mannschaft schon gezeigt hat, was sie kann." Bis auf das Spiel bei Viktoria Köln (1:4) sei keine Partie "in Gänze" schlecht gewesen. "Die Schwankungen müssen dennoch weniger werden. Gerade die individuellen Fehler, die vielleicht in bester Absicht passieren, aber da hatten wir schon einige."
"Wir wollen Ruhe bewahren"
Trotz der Negativserie zeigt sich der Preußen-Boss vom aktuellen Weg aber "nach wie vor überzeugt" und betont: "Wir wollen Ruhe bewahren, auch wenn es im Umfeld unruhig wird." Dazu gehört auch ein "absolutes Vertrauen in die handelnden Personen, die sich rund um die Uhr mit Fußball befassen". Klingt so, als müsse sich etwa Trainer Thomas Wörle keine Sorgen um seinen Job machen. Zumal der direkte Wiederaufstieg ohnehin nicht als Ziel ausgerufen worden war.
Von einer Übergangssaison war im Sommer die Rede. "Mir gefällt das auch nicht so, aber manchmal braucht es diese Zeit. Das ist Fußball. Wenn es eine Gebrauchsanleitung gäbe und alle wüssten, was passiert, wären die Stadien ja leer", so Pander. Gegen den MSV Duisburg wird das Stadion am Samstag ausverkauft sein, und mit einem Sieg könnten die Preußen die Stimmung gerade rechtzeitig vor der Länderspielpause wieder umkehren. "Das kann passieren, ja. Aber wenn wir danach verlieren, ist das auch obsolet", hofft Pander auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend in den nächsten Wochen.