"Verdammt ernst nehmen": Fortuna Kölns Präsident schlägt Alarm
Dass Fortuna Köln als Aufsteiger eine schwierige Saison bevorstehen würde, war allen in der Südstadt schon im Sommer klar. Doch dass nach zwölf Spieltagen lediglich zehn Punkte auf dem Konto verbucht sind, sorgt dann doch für Ernüchterung. Präsident Hanns-Jörg Westendorf schlägt Alarm.
"So können wir nicht weitermachen"
Was die Defensive angeht, gehört Fortuna Köln zu den Spitzenteams. Erst 14 Mal schlug es beim Aufsteiger ein, nur Rot-Weiss Essen kassierte noch weniger Gegentore (13). Problem jedoch: Die Fortuna erzielte erst neun Tore – und stellt damit den schwächsten Angriff der Liga. Nach nur einem Punkt und einem Tor in den letzten fünf Spielen sind die Südstädter auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht und sind nur aufgrund der um vier Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem TSV Havelse nicht das Schlusslicht. Zwar beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nur drei Punkte, doch für Präsident Hanns-Jörg Westendorf steht fest: "So können wir nicht weitermachen", schlägt er im "Kölner Stadt-Anzeiger" Alarm.
"Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht plötzlich sechs Punkte Rückstand haben. Drei Punkte kannst du innerhalb eines Spiels aufholen. Wenn du aber sechs oder sogar neun Punkte hinterherhängst, wird es verdammt schwierig." Schon jetzt seien sich alle im Klub der kritischen Situation bewusst. "Wir nehmen das nicht einfach hin, denn wir wissen, dass wir uns jetzt keine weiteren Niederlagen erlauben können. Wir müssen den Anschluss halten. Die Situation müssen wir verdammt ernst nehmen", so der Präsident. Es helfe auch nicht, die bisher schwache Punkteausbeute allein mit Pech zu erklären – etwa im Abschluss oder bei strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen. "Wir brauchen Punkte. Wir haben noch 26 Spiele vor uns, und die müssen wir nutzen."
Rückendeckung für Mink
Dass Matthias Mink der richtige Trainer ist, davon ist Westendorf weiterhin vollends überzeugt: "Ich stelle Matthias als Trainer nicht infrage. Er ist sich bewusst, dass wir Punkte holen müssen. Den Elfmeter (gegen Würzburg; d. Red.) kann er schließlich nicht selbst verwandeln, und auch die Chancen in Münster kann er nicht selbst nutzen." Es gelte nun, weiter zu arbeiten und die Stärken der Defensive beizubehalten. "Offensiv müssen wir allerdings effizienter werden und endlich eine eingespielte Formation finden", fordert der 61-Jährige. "Wir glauben an den Trainer und an die Mannschaft, müssen aber schnell den Hebel umlegen." Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Samstag im Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim.