"Chance wird kommen": Preißinger trotz Reservistenrolle entspannt
Mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen befindet sich der SC Preußen Münster derzeit in einer angespannten Lage. Dabei blieb einer, der in den vergangenen drei Jahren als feste Säule galt, zuletzt viermal ohne Spielzeit: Rico Preißinger. Dennoch zeigt sich der Routinier trotz der Reservistenrolle gelassen.
"Ich akzeptiere die Entscheidung"
Genauso wie für seine Mannschaft gab es auch für Rico Preißinger in der aktuellen Saison ein Auf und Ab. Nachdem er mit fünf Startelf-Einsätzen zu Beginn maßgeblich zum guten Saisonstart mit zehn Punkten aus eben jenen Spielen beitrug, rückte der 30-Jährige zuletzt im mehr ins Hintertreffen und blieb in vier der vergangenen fünf Spiele komplett ohne Spielzeit. Eine Situation, die auch für den erfahrenen Mittelfeldmann nicht ganz einfach ist. Im Interview mit der "Bild" gab sich Preißinger aber ganz diplomatisch und sagte: "Ich akzeptiere die Entscheidung unseres Chefcoaches Thomas Wörle und gebe weiter Vollgas im Training geben. Auch wenn ich natürlich gerne auflaufen würde, um der Mannschaft zu helfen."
Insbesondere mit seiner Erfahrung aus 95 Zweit- und 171 Drittliga-Spielen war der vor der Saison eigentlich als Stammkraft eingeplante Führungsspieler in der jetzigen Situation womöglich eine wichtige Stütze des Teams, doch aufgrund des "extrem großen Konkurrenzkampfs im Mittelfeld" habe sein Coach eben viele Alternativen. Dennoch sei Preißinger mit dem Trainer "regelmäßig im Austausch" und versuche sich insbesondere über die tägliche Trainingsleistung zu empfehlen. "Die Saison ist ja noch lang, und meine Chance wird bestimmt noch kommen", ist er sich sicher. Zunächst zähle für ihn sowieso der Teamgedanke: "Wichtig ist letztlich, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Dazu trägt jeder bei. Egal, ob auf dem Rasen oder auf der Bank."
Aktuelle Situation "nicht so bedenklich"
Trotz der sportlichen Misere sieht der 2023 vom FC Ingolstadt gewechselte Rechtsfuß keine große Gefahr für den SCP, in einen Abstiegsstrudel zu geraten. "Dafür haben wir viel zu viel Qualität. Zudem kommen jetzt nach und nach die Langzeit-Verletzten zurück", ist er sich sicher. Ingesamt sehe er die aktuelle Situation "nicht so bedenklich".
Vor allem mit Blick auf den großen personelle Umbruch im Sommer sei eine Findungsphase zu Beginn einer neuen Spielzeit ganz normal. "Abgesehen vom klaren 1:4 bei Viktoria Köln waren wir in keiner Begegnung hoffnungslos unterlegen. Im Gegenteil. Wir haben phasenweise richtig gut abgeliefert. Was noch fehlt, ist die Konstanz", erklärte er. Nichts desto trotz sei ein baldiger Sieg auch für das eigene Selbstvertrauen wichtig. Am besten soll dieser bereits im kommenden Heimspiel gegen den MSV Duisburg gelingen. Eventuell wird dann ja auch Preißinger wieder eine wichtige Rolle spielen.