"Die nächsten Learnings": SVM weiter in der Anpassungsphase

Als Aufsteiger schien der SV Meppen früh in dieser Saison anzukommen. Doch jetzt blicken die Emsländer auf die dritte Niederlage in Folge zurück. Nach der 1:3-Pleite gegen Viktoria Köln hob Cheftrainer Lucas Beniermann hervor, dass der SVM noch Anpassungsschwierigkeiten verspürt. Ein schneller Lerneffekt ist gefordert.

"Das ist super ärgerlich"

"Wo fange ich an?", stellte sich SVM-Coach Lucas Beniermann zu Beginn der Pressekonferenz nach dem Spiel am Dienstagabend selbst die Frage. Dass Viktoria Köln als vermeintlich stärkste Ballbesitzmannschaft der Liga eine schwierige Aufgabe werden würde, daran hatte der 36-Jährige weit vor Anpfiff keine Zweifel. Entsprechend legte sich Beniermann einen Matchplan zurecht, der durchaus erfolgreiche Phasen hatte. "Wir haben es geschafft, dass sich dieser spielstarke Gegner keine Vielzahl an Chancen herausgespielt hat", hielt der Cheftrainer fest. "Für uns ist es dann maximal ärgerlich, dass wir nach einer Ecke den Ball aus dem Tor holen müssen."

Und es kam später noch dicker. "Wir waren mit Sicherheit nicht in allen Phasen des Spiels so drin, wie wir uns das vorstellen", räumte Beniermann ein. "Aber wir haben gesagt, dass wir drin bleiben müssen, dass wir mutig bleiben müssen. Und dann müssen wir wieder den Ball nach einer weiteren Ecke aus dem Netzt holen. Das ist super ärgerlich." Zwei Mal schlug es nach einem Standard ein, aus dem Spiel heraus trafen beide Team je ein Mal. Dem hohen Investment der Emsländer zum Trotz war Köln am ruhenden Ball erfolgreicher und entschied damit die Partie. Auch, weil Meppen noch das gewisse Etwas fehlte. "Wir hatten auch eine richtige Druckphase, aber da fehlt halt so der Punch. Wir haben viele Durchbrüche, werden aber nicht gefährlich genug", so der Coach.

"Habe erste Pfiffe vernommen"

Was Meppen jetzt braucht? Einen Lerneffekt. "Es ist brutal ärgerlich, aber in der 3. Liga ist einfach eine andere Qualität unterwegs als in der Regionalliga. Das müssen wir adaptieren", forderte Beniermann. "Wir sind mit Sicherheit nicht die wuchtigste Mannschaft der Liga, aber auch heute hatten wir einfach Missmatches in der Box. Wir müssen dahin kommen, dass wir zumindest dafür sorgen, dass der Gegner nicht zwei Mal so köpfen kann." Fokus und Verantwortung müssten intensiviert werden, um die vermeintlich einfachen Gegentore künftig besser zu vermeiden. "Das sind die nächsten Learnings", legte sich der SVM-Coach fest.

So blieb es vorerst eine ärgerliche Niederlage, wie Beniermann abschließend zusammenfasste. "Heute haben wir das Standardspiel leider 0:2 verloren. Das tut extrem weh, weil, wenn man das abzieht, spielen wir 1:1 und sind voll in der Partie. Da müssen wir weiter ran, aber das ist dann auch manchmal leichter gesagt, als getan." An die Technik und Körperlichkeit der 3. Liga müsse sich der Aufsteiger weiter anpassen, weshalb der Cheftrainer auch weiter auf die Unterstützung der Fans baut, die er lobend hervorhob. Trotz kleiner Kritik: "Ich habe erste Pfiffe vernommen, was dann nicht so cool ist, weil es uns nicht hilft." Hinten heraus habe sich Meppen aber jederzeit auf sein Publikum verlassen können. So dann auch nächsten Samstag (14 Uhr) bei Hoffenheim II?

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button