"Energie mitnehmen": Dynamo sammelt Selbstvertrauen im Pokal

Mit dem 2:1-Erfolg bei Viertligist FSV Zwickau hat Dynamo Dresden am Mittwochabend nicht nur das Finale im Sachsenpokal erreicht, wo es am 25. Mai zum Derby gegen Erzgebirge Aue kommt, sondern auch Selbstvertrauen nach den Negativerlebnissen der letzten Wochen gesammelt. Das soll im Endspurt nun dafür genutzt werden, den Aufstieg doch noch zu schaffen.

"Fühlt sich sehr gut an"

Erleichterung – das war das Wort des Abends. Zum einen, weil Dynamo trotz der frühen Führung (15.) im Anschluss an den Gegentreffer (69.) nochmal zittern musste und erst kurz vor Schluss das 2:1 erzielte (89.), zum anderen, weil die SGD erstmals nach fünf sieglosen Spiele wieder gewonnen hat. Beide Tore erzielte Robin Meißner. "Das fühlt sich sehr gut an", sagte der Stürmer im Vereins-TV. "Uns war allen bewusst, was das für eine Aufgabe wird. Daher sind wir glücklich, dass wir sie bewältigt haben." Auch Jakob Lemmer betonte: "Es war wichtig, dass wir ein Erfolgserlebnis feiern konnten. Zuletzt ist viel auf uns eingeprasselt."

Für das neue Trainertrio um Heiko Scholz war es vier Tage nach der Entlassung von Chefcoach Markus Anfang ein gelungener Einstand. Scholz und Co. hatten dabei einige taktische Änderungen vorgenommen, unter anderem ließen sie mit einer Doppelspitze aus Robin Meißner und Dennis Borkowski spielen. "Wir konnten dadurch unsere Freiheiten besser ausnutzen und sind alle viel besser ins Spiel gekommen dadurch", hob Borkowski hervor.

Sorgen um Bünning

Auch Scholz selbst war zufrieden und freute sich zudem für Doppelpacker Meißner: "Das tut ihm natürlich gut." Was dem 58-Jährigen besonders gefiel, war die Reaktion nach dem Gegentreffer. "Die Köpfe gingen nicht runter, stattdessen haben wir Mentalität gezeigt und sofort wieder versucht, nach vorne zu spielen." Am Ende sei angesichts des späten Siegtreffers zwar auch "ein bisschen Glück" dabei gewesen, "insgesamt war der Sieg aber verdient", so Scholz. Den Gastgebern sprach er indes ein "Riesen-Kompliment" aus. "Sie haben uns in der zweiten Halbzeit alles abgefordert."

Das Ziel für den Endspurt ist nun klar: "Wir wollen die positive Energie mitnehmen." Schon am Samstag geht es zum Tabellenzweiten nach Regensburg. Mit einem Sieg würde sich Dynamo nicht nur im Aufstiegsrennen zurückmelden, sondern den Rückstand auf die Jahnelf auf drei Punkte verkürzen. Ob Innenverteidiger Lars Bünning dabei sein kann, ist allerdings noch offen, nachdem er nach 53 Minuten angeschlagen vom Platz musste. "Er hat schon seit einigen Tagen mit Problemen an der Halswirbelsäule zu kämpfen", berichtete Scholz. Wie schwerwiegend diese sind, soll sich bei einer Untersuchung am Donnerstag zeigen. "Ich hoffe, dass es nicht schlimm ist", sagte Dresdens Interimscoach.

   

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