"Das ist das Maximum": Ekstase beim VfL nach Auftaktsieg

Mit einem späten Traumtor konnte sich der VfL Osnabrück den Auftaktsieg gegen den MSV Duisburg sichern. Nach der Heimschwäche aus der Vorsaison erschien der erste Dreier der Spielzeit gleich immens wichtig. Entsprechend erleichtert zeigten sich die Akteure nach dem ersten Heimerfolg gegen den MSV seit 32 Jahren. 

"Den kann man so machen"

Lange lief der VfL am Freitagabend vor 14.256 Zuschauern an der Bremer Brücke an, doch genauso lange entstand auch kein Ertrag für die Lila-Weißen. Trotz eines aberkannten Treffers von Simakala (17.) und einem Pfostenkopfball von Neuzugang Robert Tesche (59.) stand vorne die Null. Erst ein absolutes Traumtor sollte schließlich auch den Traumstart ermöglichen. Nach einem Duisburger Befreiungsschlag nahm Mittelfeldmann Sven Köhler die Kugel mit der Brust runter und drückte aus 25 Metern wuchtig ab, ehe der Ball sehenswert im linken Knick landete (82.). "Was soll ich sagen? Den kann man so machen", betrieb der Torschütze im Anschluss am Mikrofon von "Magenta Sport" Understatement. Als Fußballer habe man da "manchmal so ein Gefühl", erklärte der 25-Jährige.

"Als ich den Ball angenommen und abgedrückt habe, hat es schon so ausgesehen, als würde er die Richtung nehmen", beschrieb der entscheidende Mann des Abends. Auch Trainer Daniel Scherning zeigte sich erfreut. So empfand er den Treffer als "total verdient" und als ein "tolles Tor". Dass diese Abschlussstärke im Sechser liege, wisse Scherning, doch "er zeigt es nur zu selten". Zur Eröffnung der neuen Spielzeit zeigte er bei seinem fünften Treffer im 49. Einsatz in der 3. Liga aber und bescherte dem VfL, so der Coach, einen "Top-Abend".

Historischer Sieg

Vor allem nach den Heimauftritten der vergangenen Saison war dem einen oder anderen Lila-Weißen vermutlich schon etwas mulmig zumute vor dem Start. Bei sieben Pleiten, drei Remis und lediglich acht Heimsiegen rangierte der VfL in der letzten Spielzeit gerade einmal auf dem 10. Rang der Heimtabelle. Nun also der erste Erfolg im ersten Spiel – und der erste Heimerfolg gegen die Duisburger seit 32 Jahren. Ein historischer Sieg also. "Sicherlich hat man diese Gedanken im Kopf", gestand auch Scherning im Anschluss angesichts der letztjährigen Heimschwäche. Dabei brannte der VfL das gesamte Spiel über ein Offensivfeuerwerk ab. Scherning dazu: "Wir haben vorher gesagt, wir wollen heute ein bisschen explodieren und die Vorbereitung krönen." Das ist spät geglückt.

Dafür aber umso emotionaler. Nach dem Treffer und auch nach dem Schlusspfiff war auf und neben dem Platz kaum ein Halten mehr. "Das ist das Maximum: Freitagabend, Bremer Brücke, das erste Spiel der Saison", führte auch Köhler aus. Am Ende empfand der Rechtsfuß "pure Glücksgefühle" nach einem "sehr, sehr guten Start", der dem Team "einen riesen Schub" geben werde. "Leider", so der Torschütze, kann der erst in zwei Wochen genutzt werden. Da der VfL nicht für den DFB-Pokal qualifiziert ist, geht es nach dem Landespokalspiel bei Regionalligist Drochtersen/Assel (Mittwoch) erst in zwei Wochen in Aue weiter. Vielleicht lässt sich der Schub und die spät entdeckte Abschlussstärke ja auch bis dahin transportieren.

   

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