BTSV springt auf Rang 2 – Berlin mit Last-Minute-Sieg gegen FCS

Eintracht Braunschweig feierte am Freitagabend einen wichtigen Heimerfolg im Aufstiegskampf, gewann gegen den Meister aus Magdeburg trotz eines verschossenen Elfmeters mit 2:1 und zieht damit in der Tabelle an Kaiserslautern vorbei. Ein 2:1 gab es auch in Berlin, wo die Viktoria in der Nachspielzeit den goldenen Treffer gegen den 1. FC Saarbrücken erzielte und damit die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wieder ordentlich vergrößerte. 

Braunschweig 2:1 Magdeburg: BTSV gewinnt Spitzenspiel

Bestimmt nicht ganz neidlos dürfte Eintracht Braunschweig in der vergangenen Woche den Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die 2. Bundesliga registriert haben, während man dafür selbst noch einige Punkte brauchen wird. Gegen den Meister sollte nun der nächste Schritt gemacht werden, und tatsächlich zeigten die Löwen eine engagierte Anfangsphase, in der es allerdings noch an echten Torchancen mangelte. Einzig ein Freistoß von Kijewksi besaß das Potenzial gefährlich zu werden, ging letztlich aber deutlich über den Kasten der Gäste (15.).

Auf der anderen Seite musste Fejzic nach einer guten halben Stunde gegen Obermair parieren und hatte auch etwas Glück, dass der Nachschuss von Ito zu unscharf kam und daher locker aufgenommen werden konnte (31.). Kurz vor der Pause bot sich den Niedersachsen dann die größte Möglichkeit auf die Führung, nachdem Andreas Müller Henning im Strafraum gefoult hatte und Schiedsrichter Siebert auf Foulelfmeter für die Gastgeber entschied. Allerdings schoss Lauberbach zu unplatziert, sodass Reimann den Strafstoß parieren konnte (40.) und seiner Elf das Remis in die Pause rettete.

Der zweite Durchgang begann vielversprechend, traf Ito nach wenigen Sekunden doch gleich mal den linken Außenpfosten (46.). Noch besser lief es aber für die Braunschweiger, für die Multhaup eine Ecke herausholte, die er selbst dann für das 1:0 auf den Kopf von Nikolaou servierte (49.). Die Antwort der Magdeburger wäre beinahe im direkten Gegenzug gekommen, allerdings war Fejzic bei einem Abschluss von Ito aus der Drehung rechtzeitig unten um den Ball zu halten (51.). Dennoch ging es nun hin und her in einer hochklassigen Begegnung, in der wieder den Gastgebern der nächste Schlag vorbehalten war. Nach einer unzureichenden Abwehraktion von Condé war Lauberbach frei durch und brachte den Ball dieses Mal – im Gegensatz zu seinem Elfmeter – im gegnerischen Tor unter (59.).

Der FCM kam aber sofort zurück und erzielte in Person von Ceka das 1:2 (61.), bevor Henning den alten Abstand wieder hätte herstellen müssen, aber aus bester Position ganz kläglich vergab (63.). Beinahe hätte sich das auch gerächt, als Brünker kurz darauf zum vermeintlichen 2:2 traf (71.). Siebert gab den Treffer zunächst, nahm ihn nach einigen Diskussionen aber zurück – offenbar entschied er auf Foulspiel von Schuler an Torhüter Fejzic. Die TV-Bilder zeigten jedoch: Zwar rauschte Schuler im Sprintduell mit Marx in den Eintracht-Keeper hinein, deutlich stärker getroffen wurde Fejzic aber vom eigenen Mann. Für Brünker, der in dieser Situation umgegrätscht wurde, ging es nicht mehr weiter, er musste mit einer Knöchelverletzung raus. Schuler (fortan mit Turban) und Fejzic konnten weiterspielen. Es blieb schließlich auch die letzte aufregende Szene der Partie, die Braunschweig trotz starker Magdeburger Gegenwehr mit 2:1 für sich entschied, wodurch die Blau-Gelben vorerst bis Samstag auf den zweiten Rang springen und den direkten Aufstieg damit weiter in eigener Hand haben.

Berlin 2:1 Saarbrücken: Hovi trifft in der Nachspielzeit zum Sieg

Keine leichte Aufgabe wartete auf die abstiegsgefährdete Viktoria aus Berlin am Freitagabend, schließlich schielten die Gäste aus Saarbrücken noch auf den vierten Platz und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal. Dennoch begann die Mannschaft aus der Hauptstadt gar nicht schlecht und besaß gar die erste gute Möglichkeit der Partie. Küc setzte sich auf der rechten Seite gegen zwei Gegenspieler durch und fand mit seiner Flanke den Kopf von Falcao, der aus kürzester Distanz aber an einer starken Parade von Batz scheiterte (14.). Deutlich effektiver zeigte sich da der FCS: Nach einem Eckball landete der Ball bei Jänicke, der kein Erbarmen kannte und kalt zum 1:0 für die Gäste einschob (24.).

Dennoch wirkte die Viktoria kaum geschockt und und erarbeitete sich durch Lewald einen weiteren Abschluss, der nur knapp am Tor vorbeiging (30.), bevor Küc nach einer Vorarbeit von Falcao dann doch noch für das 1:1 sorgte (34.). Dennoch hätten die Saarländer noch mit einer Führung in die Pause gehen können, wenn Jänicke eine Flanke von Ernst nicht um Zentimeter verpasst hätte (45.+2).

Nach der Pause musste der angeschlagene Uaferro in der Kabine bleiben und wurde durch Thoelke ersetzt. Das Spiel selbst ließ zunächst das große Tempo vermissen und bot lediglich eine gute Möglichkeit für Jänicke, der sich mit einem Abschluss an den linken Torpfosten immerhin schonmal einem Treffer annäherte (55.). Für die Viktoria hätte Pinckert beinahe eine größere Möglichkeit besessen, versuchte vor Batz aber noch querzulegen und wurde somit vom aufmerksamen Thoelke noch am Abschluss gehindert (70.).

In der Folge schien beiden Teams die nötige Kraft zu fehlen, noch etwas zu reißen. Zudem brachten auch die vielen Wechsel noch einmal Unordnung in die Partie, wodurch es letztlich beim Unentschieden zu bleiben schien. Doch die Viktoria hatte etwas dagegen und sorgte tatsächlich noch für den Lucky-Punch. Von Pinckert in Szene gesetzt, konnte Hovi den Ball vor dem gegnerischen Strafraum in Ruhe annehmen und ins rechte Eck zum umjubelten 2:1 Siegtreffer einnetzen. Ein immens wichtiger Erfolg für die Viktoria, die den Vorsprung auf die Abstiegsplätze damit vorerst auf vier Zähler ausbaut und Würzburg in die 4. Liga schickt. Saarbrücken muss hingegen einen herben Dämpfer im Kampf um Platz vier hinnehmen und bleibt nach fünf sieglosen Spielen Siebter.

   

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