Auch 1860-Coach Michael Köllner beim FC St. Pauli gehandelt

Neben Horst Steffen von der SV Elversberg und Freiburgs Thomas Stamm wird mit 1860-Coach Michael Köllner noch ein weiterer Trainer aus der 3. Liga auf die Nachfolge von Timo Schultz beim FC St. Pauli gehandelt – das berichtet die "Bild".

Wiedersehen mit Bornemann?

Es kommt nicht wirklich überraschend, dass der Name Michael Köllner fällt, sobald der FC St. Pauli einen neuen Trainer sucht. Schließlich arbeitete Pauli-Sportchef Andreas Bornemann mit dem 52-Jährigen zwischen 2017 und 2019 bereits beim 1. FC Nürnberg zusammen. Bornemann sollte Köllner im Februar 2019 entlassen, weigerte sich aber, sodass beide gehen mussten. Zuvor hatten Köllner und Bornemann den FCN in die Bundesliga geführt, wo nach 21 Spieltagen jedoch erst zwei Siege und Tabellenplatz 18 zu Buche standen.

Bereits im Sommer 2020 war Köllner bei den Kiezkickern nach der Trennung von Jos Luhukay im Gespräch, damals fiel die Wahl auf Timo Schultz. Nach nur acht Siegen in diesem Kalenderjahr musste der 45-Jährige am Dienstag gehen. Vor allem der Zeitpunkt – drei Tage vor dem Trainingsauftakt – überraschte dabei.

Wechsel eher unwahrscheinlich

Dass nun Köllner seine Nachfolge antreten wird, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich. Zum einen, weil Bornemann nach dem Rauswurf des bei den Fans beliebten Schultz unter Druck steht. Da würde es ein seltsames Bild abgeben, wenn er nun einen alten Bekannten ans Millerntor lotst. Zum anderen, weil Köllner mit den Löwen in den letzten Wochen nicht wirklich erfolgreich war. Nur zwei der letzten neun Pflichtspiele konnte 1860 siegreich gestalten, zudem holte der TSV aus den vergangenen vier Partien gerade mal einen Punkt.

Hinzukommt: Mehrfach – zuletzt direkt nach dem Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen – hatten die Verantwortlichen dem 52-Jährigen trotz der aktuellen Negativserie den Rücken gestärkt. Ein Vertrauensbeweis, den Köllner nun wohl kaum dafür nutzen wird, um den Verein mitten in der Winterpause zu verlassen. Zumal seine Mission an der Grünwalder Straße, 1860 in die 2. Liga zu führen, noch nicht beendet ist. Neben Köllner, Steffen und Stamm werden auch Florian Kohfeldt (zuletzt Werder Bremen), Sebastian Hoeneß (zuletzt TSG Hoffenheim) und Michael Wimmer (zuletzt VfB Stuttgart) beim FC St. Pauli verhandelt. Im Gegensatz zu den drei Trainern aus der 3. Liga wären sie allesamt ablösefrei.

   
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