"Da fällt richtig was ab": SSV Jahn beendet Negativserie
Mit einer Energieleistung hat der SSV Jahn Regensburg seine Durststrecke beendet. Zum überraschenden Matchwinner avancierte Benedikt Bauer, der zuvor wochenlang nicht zum Einsatz kam.
"Das macht er überragend"
Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Jahn Regensburg brauchte nach drei sieglosen Spielen unbedingt einen Erfolg. Dafür sorgte ein Mann, der fast schon abgeschrieben schien. Benedikt Bauer blieb fünf Partien in Folge außen vor. Gegen Rostock kam er zur Halbzeit rein und erzielte nach wenigen Minuten das Tor zum 2:1-Endstand. "Ein Tor und ein Sieg tut immer sehr gut. Egal ob man spielt oder ob es eine Phase ist, wo man nicht so oft zum Zug gekommen ist", meinte Bauer sichtlich gelöst am Mikrofon von "MagentaSport".
Darüber hinaus war sein Tor absolut sehenswert. Ein Distanzschuss aus knapp 20 Metern, der unhaltbar im linken Eck einschlug. "Er hat mit den härtesten Schuss der ganzen Gruppe und deshalb macht er das überragend. Auch bei ihm fällt da richtig was ab und das ist super", lobte Trainer Sascha Hildmann. Für Bauer hat es sich gelohnt, dranzubleiben und auf seine Chance zu warten. "Man muss positiv bleiben und im Training alles geben. Dann kann die Mannschaft auch mehr geben, wenn im Training das Niveau gut ist", erklärte der Torschütze.
"Man muss die Euphorie mitnehmen"
Mit der Einwechslung von Bauer und den richtigen Anpassungen bewies Trainer Hildmann ein goldenes Händchen: "Wir haben auf Viererkette umgestellt und damit haben wir uns echt gute Chancen erarbeitet, haben uns dann mit zwei Toren belohnt. Ich bin sehr glücklich, dass wir das Spiel gedreht haben." Trotz der Führung war es ein Kraftakt, das 2:1 über die Zeit zu bringen. Obwohl Rostock in Unterzahl war, gelang es Regensburg nicht, den Deckel draufzumachen. "Wir hatten die Chance zum dritten Tor. Die musst du dann einfach machen. Wenn du dann den Gegner nicht killst, wird es nochmal hakelig", stellte Hildmann fest.
Aber der SSV zeigte seine Widerstandsfähigkeit und verteidigte den knappen Vorsprung bis ins Ziel "Deshalb bin ich umso glücklicher, dass es am Ende gereicht hat und wir uns mit drei Punkten belohnt haben", so der Trainer. Durch den Dreier rückte Regensburg nun vorerst wieder auf einen Nichtabstiegsplatz und kann erstmal wieder aufatmen. "Man muss die Euphorie mitnehmen, die wir in der zweiten Halbzeit hatten, weil in Meppen wird es ein richtig ekliges Spiel. Jetzt müssen wir erstmal dreckig Punkte holen", blickte Bauer auf die kommende Partie beim SV Meppen am Sonntag voraus.