Preetz erklärt: Warum der MSV keinen Hahn-Ersatz geholt hat
Der Saisonstart des MSV Duisburg ist mit zwölf Punkten aus vier Spielen makellos verlaufen. Misstöne gab es bei den Zebras nur beim Abgang von Kapitän Alexander Hahn, dessen Kaderplatz nicht aufgefüllt wurde. Geschäftsführer Michael Preetz erklärt nun, weshalb es keinen Last-Minute-Zugang in der Abwehrzentrale gab.
"Wir sind ausreichend besetzt"
Nach 66 Einsätzen machte Alexander Hahn mit dem MSV Duisburg Schluss. Der Kapitän hinterlegte seinen Wechselwunsch, was in den letzten Tagen des Transferfensters für Aufsehen sorgte. "Wir hätten ihn grundsätzlich schon gerne behalten. Er war in den letzten zwei Jahren nicht nur ein Top-Spieler, sondern auch eine herausragende Führungspersönlichkeit", betonte MSV-Geschäftsführer Michael Preetz vor der Partie gegen Regensburg bei "MagentaSport" noch einmal, dass Hahns Wechsel außerplanmäßig ablief. In Bocholt erwarten den Innenverteidiger nun mehr Einsatzzeiten und eine längere Vertragslaufzeit.
Und beim MSV Duisburg? Dort wurde die Position des Kapitäns in Person von Rasim Bulic neu besetzt, aber nicht die Lücke in der Innenverteidigung gefüllt. "Wir sehen uns auf der Position schon gut aufgestellt", erklärte Preetz, dass sich die Duisburger bewusst gegen eine weitere Verpflichtung entschieden haben. "Joshua Bitter ist von Haus aus ein Innenverteidiger, sodass wir ausreichend besetzt sind. Auch Rasim Bulic oder Aljaz Casar können die Position spielen." So setzte es auch Cheftrainer Dietmar Hirsch um, der Casar in Verl zur Pause für Ben Schlicke brachte, während sich Neu-Kapitän Bulic in den letzten Partien immer wieder von der Sechserposition als zentraler Mann in die Dreierkette fallen ließ.
"Bekommen ja noch eine Winter-Transferphase"
Tobias Fleckstein und Martin Ens bilden zurzeit die Abwehrzentrale, dahinter gilt Schlicke nach wie vor als vielversprechendes Talent. Nominell machte sich Preetz daher keine Sorgen, wenngleich die Augen beim MSV naturgemäß offen bleiben. "Wir bekommen ja noch eine Winter-Transferphase, in der wir auf Entwicklungen reagieren könnten", gab der 59-Jährige an, dass die Planungen der Duisburger umfassend sind.
Die Nachverpflichtung eines vereinslosen Spielers dürfte damit erst einmal vom Tisch sein – und die Zuversicht blieb bei Preetz im Allgemeinen groß: "Wir haben eine gute Mannschaften, wir haben die Jungs beieinander halten können. Vor allem die Spieler, die wir halten wollten." Und mit dem Erfolg des Saisonstarts sei es umso einfacher gewesen, auch die neuen Spieler nahtlos einzufügen.